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Nachrichten

03.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach Standard & Poor's droht nun auch die Ratingagentur Moody's mit einer Überprüfung und möglichen Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Sollte es bis Mitte Juli keine Fortschritte bei Haushaltsgesprächen geben, werde das Rating wahrscheinlich herabgestuft, teilte Moody's in New York mit. Derzeit werden die USA mit der Bestnote AAA bewertet. Bereits im April hatte Standard & Poor's die USA vor dem Entzug der Bestnote gewarnt und den Ausblick auf die Bewertung der Bonität von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die USA hatten Mitte Mai die gesetzliche Schuldenobergrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen. Erst am Dienstag hatte das Repräsentantenhaus die von Präsident Barack Obama angestrebte Anhebung der Obergrenze abgelehnt. Finanzminister Timothy Geithner erklärte, er gehe dennoch davon aus, dass die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden könne.

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Die griechische Regierung will den im Land hoch umstrittenen Sparkurs nach Agenturberichten noch verschärfen, um weitere Finanzhilfen der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds - IWF - zu erhalten. Der sozialistische Ministerpräsident Giorgos Papandreou werde an diesem Freitag ein neues Sparprogramm vorstellen, hieß es in den Meldungen aus Athen. Es habe ein Volumen von 6,4 Milliarden Euro. - Experten der EU, der Europäischen Zentralbank und des IWF wollen gleichzeitig ihren Bericht über die bisherigen Sparanstrengungen Griechenlands vorlegen. Eine positive Einschätzung gilt als Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Kredite an das von der Pleite bedrohte Land.

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Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise hat der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, die Schaffung eines europäischen Finanzministeriums vorgeschlagen. Es könnte die Haushaltspolitik der Staaten überwachen, sagte Trichet bei der Entgegennahme des ihm verliehenen Internationalen Karlspreises in Aachen. Der 68-jährige Franzose sprach von einer Langfristperspektive. Trichet erklärte weiter, in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Euro-Ländern sollte ein Teil ihrer Souveränität entzogen und auf europäische Institutionen übertragen werden. - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler reagierte ablehnend. Er halte nichts davon, nationale Kompetenzen in Haushaltsfragen auf die europäische Ebene zu verlagern, sagte der FDP-Vorsitzende in Berlin.

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Vor dem Hintergrund einer tödlichen Anschlagsserie auf deutsche Soldaten im Norden Afghanistans hat der Wehrbeauftragte des Bundestags eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr gefordert. Eine entscheidende Schwachstelle seien immer noch die fehlenden Möglichkeiten, Sprengfallen rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen, sagte Hellmut Königshaus der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz. Er habe sich bereits vor einem Jahr dafür eingesetzt, gepanzerte Spezialfahrzeuge mit einem Roboterarm auch für die deutschen Truppen einzusetzen. Beim dritten Anschlag innerhalb weniger Tage war am Hindukusch erneut ein Bundeswehrsoldat getötet worden. Fünf weitere Soldaten wurden verletzt, als ihr Marder-Schützenpanzer auf eine versteckte Bombe fuhr. - Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière wiederholte, man wolle an der bisherigen Strategie festhalten, Sicherheit zu schaffen, um Entwicklung zu ermöglichen. Man dürfe sich Terror und Unterdrückung nicht beugen.

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Kampfflugzeuge der NATO haben wieder Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis geflogen, um die Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi zu schwächen. Dabei seien in der Nacht zum Freitag Kasernen in der Nähe von Gaddafis Anwesen getroffen worden, teilte die libysche Regierung mit. Auch Journalisten berichteten von schweren Explosionen. Ob es Tote oder Verletzte gab, ist unklar.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Außer einigen Wolkenfeldern in Nähe der Nordsee viel Sonnenschein. Tagestemperaturen 22 bis 29 Grad Celsius.

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