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Nachrichten

03.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Weltsicherheitsrat hat den Tod des El-Kaida-Chefs Osama bin Laden begrüßt und als "entscheidende Entwicklung" im Kampf gegen den Terrorismus bezeichnet. Die 15 Mitglieder des Gremiums forderten in New York alle Staaten zu einer verstärkten Kooperation auf, um "Täter, Organisatoren und Unterstützer von Terroranschlägen" zur Rechenschaft zu ziehen. Eine solche Erklärung des Rates zum Tod eines Menschen ist sehr selten. Weltweit haben Staats- und Regierungschefs die Tötung des Terroristenführers als "Meilenstein" im Anti-Terror-Kampf bezeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, der Fall zeige, dass Terrorakte nicht ungesühnt blieben. US-Elitesoldaten hatten bin Laden in einem stark gesicherten Gebäudekomplex in der pakistanischen Stadt Abbottabad erschossen. Bin Laden gilt als Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden.

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Nach der Tötung von El-Kaida-Chef Osama bin Laden hat der pakistanische Botschafter in den USA, Husain Haqqani, eine "vollständige Untersuchung" der Frage zugesichert, warum dem pakistanischen Geheimdienst der Aufenthalt bin Ladens in seinem Land entgangen ist. Offensichtlich habe der Terroristenführer in der Regierung oder der Gesellschaft ein Unterstützungssystem gehabt, sagte Haqqani dem Fernsehsender CNN. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari wies Anschuldigungen zurück, sein Land habe nicht genug getan, um Bin Laden zu ergreifen. In einem Artikel für die "Washington Post" zeigte er sich zufrieden, dass die Identifizierung eines El-Kaida-Kuriers durch pakistanische Dienste letztlich zu Bin Laden geführt habe. Der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, sagte, es sei "unvorstellbar", dass sich der meistgesuchte Terrorist der Welt ohne Hilfe längere Zeit unweit einer Militärakademie in der Stadt Abbottabad habe verstecken können.

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Die Schweizer Regierung hat 360 Millionen Franken eingefroren, die der Familie von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi gehören. Diese Summe nannte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey bei einem Besuch in Tunesien. Zugleich bezifferte sie den Betrag, der nach dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali eingefroren wurde, auf 60 Millionen Franken. Nach dem erzwungenen Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und seines Umfeldes fror die Schweiz Guthaben im Wert von 410 Millionen Franken ein.

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Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Kanada zeichnet sich eine absolute Mehrheit der Konservativen von Premierminister Stephen Harper ab. Nach Hochrechnungen errangen sie 165 von 308 Sitzen. Seit 2006 hatten Harpers Konservative über keine eigene Mehrheit mehr verfügt und waren auf die Unterstützung der Opposition angewiesen. Die linksgerichtete New Democratic Party von Jack Layton wird voraussichtlich die Zahl ihrer Mandate verdreifachen. Fernsehberichten zufolge hat sie in 106 Wahlkreisen gewonnen oder lag in Führung. Bisher verfügte sie über 36 Sitze. Der Zuwachs der New Democratic Party ging zu Lasten der Liberalen und des Bloc québécois, der für die Unabhängigkeit der Provinz Québec eintritt. Die Liberalen, die Kanada über weite Teile des 20. Jahrhunderts regiert hatten, erreichen in den Hochrechnungen nur noch 30 Sitze. Der Bloc québécois stürzte von 47 auf vier Mandate ab.

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Zum "Internationalen Tag der Pressefreiheit" hat der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, autoritäre Regime kritisiert, die die Freiheit des Internets immer mehr einschränkten. In manchen Regionen der Welt sei "der freie Austausch von Informationen und Meinungen im Internet für Blogger und Nutzer Sozialer Medien lebensgefährlich", sagte er. So setzten staatliche Einrichtungen in der arabischen Welt und in China das Netz ein, um die Bevölkerung auf Linie zu halten und von der Außenwelt abzuschotten. In einer Erklärung der Organisation "Reporter ohne Grenzen" heißt es zudem, vor allem terroristische und kriminelle Gruppen sähen die Entführung und Ermordung von Reportern als legitimes Mittel an. Im Bereich der früheren Sowjetunion werde die Liste der eingeschränkten Pressefreiheit von den Präsidenten Usbekistans, Turkmenistans, Aserbaidschans, Kasachstans, Tschetscheniens und Weißrusslands angeführt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte den Kampf der Medien gegen staatliche Repressionen ausdrücklich unterstützt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten meist sonnig und trocken. Sonst viele Wolken und gebietsweise Regen. In den Kammlagen der Mittelgebirge ist Schneeregen oder Schneefall möglich. Tageshöchstwerte um sieben Grad im Vogtland und bis 17 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch meist heiter und trocken. Nur im Nordosten Schauerneigung, teils mit Graupel. Nachts Bodenfrostgefahr. Temperaturen ähnlich wie am Dienstag mit Werten zwischen acht und 17 Grad.

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