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Nachrichten

03.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Syrien hat nach Worten des UN-Sondergesandten Kofi Annan einer Waffenruhe bis zum 10. April zugestimmt. Bis zum Ablauf der Frist werde sich das syrische Militär mit seinen schweren Waffen aus den Protesthochburgen zurückziehen, sagte Annan in einer Videokonferenz mit dem UN-Sicherheitsrat. Binnen 48 Stunden nach Ablauf der Frist solle auch die Opposition ihre Aktionen einstellen. Syriens UN-Botschafter Baschar Dschaafari bestätigte die Einigung. Die USA, Deutschland und weitere Staaten zeigten sich skeptisch. Die Erfahrung zeige, dass auf Ankündigungen einer Beendung der Gewalt immer eine Verstärkung der Gewalt gefolgt sei, so die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice. Ihr Land erwartete daher Beweise in Form von Taten. Aus mehreren syrischen Städten wurden erneut Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen gemeldet.

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Die Mitgliedsstaaten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS haben nach Ablauf eines Ultimatums an die Putschisten in Mali sofortige Sanktionen gegen das Land angekündigt. Damit sollen die Putschisten gezwungen werden, die verfassungsmäßige Ordnung wieder herzustellen. Solange werden die Grenzen geschlossen und das malische Konto bei der regionalen Zentralbank eingefroren, wie der Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, nach einem Treffen der Organisation in der senegalesischen Hauptstadt Dakar erklärte. Eine Gruppe von Offizieren hatte sich am 22. März an die Macht geputscht und den Präsidenten Amadou Toumani Touré gestürzt. Sie hatten ihre Rebellion mit der Unfähigkeit der Regierung begründet, den Aufstand der Tuaregs im Norden Malis zu bekämpfen. An diesem Dienstag befasst sich der UN-Sicherheitsrat in einer Sondersitzung mit dem Putsch.

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Bundes-Entwicklungsminister Dirk Niebel will nach dem Erfolg der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bei der Nachwahl in Birma die Reformkräfte in dem südostasiatischen Land nachhaltig unterstützen. Nach dem Ende der EU-Sanktionen könne er sich gut Projekte im Bereich der beruflichen Bildung und der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen vorstellen, sagte Niebel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch eine Rohstoffpartnerschaft könne dazu beitragen, in Birma ein nachhaltiges Wachstum zu erzeugen. Ziel müsse es aber sein, dass der Rohstoffreichtum des Landes der ganzen Bevölkerung zugute komme. Suu Kyis "Nationale Liga für Demokratie" hatte in der Nachwahl 40 der 45 zu vergebenden Parlamentssitze errungen. Westliche Länder hatten vom Ausgang der Wahl eine Lockerung ihrer Sanktionen abhängig gemacht.

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Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN kommt in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen dürften der Erfolg der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bei der Nachwahl, der von Nordkorea angekündigte Start einer Langstreckenrakete und der Territorialkonflikt im südchinesischen Meer stehen. Die Rohstoffe dort werden sowohl von China und Taiwan als auch von einigen ASEAN-Staaten beansprucht. Offiziell geht es jedoch um das Ziel, die zehn Mitgliedsstaaten mit ihren 600 Millionen Einwohnern bis 2015 zu einer Gemeinschaft nach Vorbild der EU zu verbinden. Zu den ASEAN-Staaten gehören neben Kambodscha Birma, Indonesien, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam und das Sultanat Brunei.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel reist zu politischen Gesprächen in die Tschechische Republik. In Prag will sie mit dem tschechischen Regierungschef Petr Necas über den Stand der bilateralen Beziehungen beraten. Thema ist unter anderem der europäische Fiskalpakt. Tschechien gehört neben Großbritannien zu den beiden EU-Ländern, die dem Pakt für eine strengere Haushaltsdisziplin nicht beigetreten sind. Gesprochen werden soll auch über die Sicherheit des tschechischen Atomkraftwerks Temelin, in dem es bereits eine Reihe von Störfällen gegeben hat. Anschließend kommt die CDU-Vorsitzende auf der Prager Burg mit Präsident Vaclav Klaus zusammen.

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