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Nachrichten

03.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:19

Nachrichten von Montag, 3. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die sieben führenden Industriestaaten - G7 - haben das militärische Vorgehen Russlands in der Ukraine scharf kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die USA, Kanada, Frankreich, Italien, Großbritannien, Deutschland und Japan die - so wörtlich - "eindeutige Verletzung der ukrainischen Souveränität und territorialen Integrität". Die G7 kündigten an, die Vorbereitungen für den G8-Gipfel im russischen Sotschi auszusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama wollen über eine Kontaktgruppe nach einer politischen Lösung für die Krise suchen. Bei einem Telefongespräch sei man übereingekommen, dass diese unter der Leitung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stehen könnte, teilte ein Sprecher der Bundesregierung mit. Merkel warf Putin nach Angaben ihres Sprechers vor, mit der Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Unterdessen berichten ukrainische Grenztruppen von einem Aufmarsch gepanzerter Fahrzeuge an der russischen Küste gegenüber der Krim. Russland blockiere zudem das Mobilfunknetz in Teilen der Krim, teilten die Grenzposten weiter mit.

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In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind bei einem Anschlag auf ein Gericht mindestens elf Menschen getötet worden. Mehr als 20 weitere Personen wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Augenzeugen berichteten von einer Explosion und mehreren bewaffneten Männern, die in das Gerichtsgebäude eingedrungen seien und dann das Feuer eröffnet hätten. Die Täter konnten entkommen, wie Polizeichef Sikandar Hayat erklärte. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Am Sonntag hatte die pakistanische Regierung verkündet, Luftangriffe auf die pakistanischen Taliban vorläufig einzustellen. Sie reagierte damit auf die Ankündigung der Taliban, ihrerseits eine einmonatige Waffenruhe einzulegen. Innenminister Nisar Ali Khan hatte allerdings betont, im Fall neuer Gewalt werde die Regierung sofort reagieren.

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In Venezuela sind erneut Tausende Menschen gegen die Politik der Regierung von Präsident Nicolas Maduro auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Caracas nahmen etwa 20.000 Menschen an einem friedlichen Sternmarsch teil. Später errichteten einige hundert Demonstranten Barrikaden in mehreren Stadtvierteln und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie die Zeitung "El Universal" in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Auch in anderen Landesteilen gab es teils von Gewalt begleitete Demonstrationen. Der Unmut der Demonstranten richtet sich unter anderem gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, aber auch gegen Versorgungsengpässe, die hohe Kriminalitätsrate und das Vorgehen der Polizei. Bei Zusammenstößen während der seit fast drei Wochen anhaltenden Proteste in Venezuela starben bereits mindestens 18 Menschen. Am Dienstag trifft sich Außenminister Elías Jaua in Genf mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Ban hatte sich besorgt über die Gewalteskalation in Venezuela geäußert und Regierung wie Opposition zum Dialog aufgerufen.

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Begleitet von einem großen Medienrummel beginnt an diesem Montag in Pretoria der Prozess gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius. Erstmals in der südafrikanischen Geschichte wird ein Mordprozess in großen Teilen live vom Fernsehen übertragen. Etwa 300 Journalisten aus aller Welt wollen berichten. Pistorius hatte in der Nacht zum 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp in seiner Wohnung durch eine verschlossene Tür erschossen. Der 27-Jährige sagt, er habe einen Einbrecher in der Wohnung vermutet. Der Staatsanwalt wirft ihm gezielten Mord vor. Seit Ende Februar 2013 ist Pistorius gegen Kaution in Freiheit. Für den Prozess sind zunächst 15 Verhandlungstage angesetzt.

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Bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles ist das Historiendrama "12 Years a Slave" von Steve McQueen als bester Film ausgezeichnet worden. Als bester Hauptdarsteller wurde Matthew McConaughey für seine Darstellung eines HIV-Infizierten in dem Aids-Drama "Dallas Buyers Club" geehrt. Cate Blanchett wurde beste Hauptdarstellerin mit ihrer Rolle im Woody-Allen-Drama "Blue Jasmine". Den Oscar als bester Nebendarsteller erhielt Jaret Leto, der in "Dallas Buyers Club" einen Transvestiten spielt. Beste Nebendarstellerin wurde die Kenianerin Lupita Nyong'o für ihre Rolle in "Twelve Years a Slave". Der große Gewinner dieser Oscar-Nacht war das Weltraumdrama "Gravity". Der 3D-Film von Regisseur Alfonso Cuarón räumte sieben goldene Statuen ab, darunter den wichtigen Oscar für die beste Regie. Italien gewann mit dem Film "La Grande Bellezza - Die große Schönheit" zum elften Mal die Trophäe für den besten nicht-englischsprachigen Film. Die deutschen Oscar-Hoffnungen wurden hingegen enttäuscht.

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