1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

03.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Angesichts des brutalen Vorgehens der syrischen Armee hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Regime in Damaskus aufgefordert, seine UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos unverzüglich einreisen zu lassen. Deutschland verlangte eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrats in New York. Am Freitag hatten die syrischen Behörden einem in Homs eingetroffenen Konvoi des Internationalen Roten Kreuzes den Zutritt zum umkämpften Stadtteil Baba Amro verweigert, in den am Donnerstag die Armee eingerückt war. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach in New York von einem Blutbad in Homs. Sie bezog sich auf Satellitenaufnahmen und Augenzeugenberichte. Ein britischer und ein französischer Journalist, die unter dramatischen Umständen aus Homs geflohen waren, sagten, es gebe ein wahlloses Massaker an Männern, Frauen und Kindern.

***

Im Iran ist ein neues Parlament gewählt worden. Die Wahllokale schlossen mit vierstündiger Verspätung. Die Behörden begründeten dies mit einem sehr großen Andrang, der von Augenzeugen in Teheran aber nicht bestätigt wurde. Die Menschen seien eher mit den Vorbereitungen für das persische Neujahrsfest am 21. März beschäftigt, sagten sie. Es war die erste nationale Abstimmung seit der von Massenprotesten begleiteten Wiederwahl von Staatschef Mahmud Ahmadinedschad 2009. Ein Ergebnis wird für Anfang kommender Woche erwartet. Der Ausgang der Wahl wird jedoch kaum Auswirkungen auf die Politik des Landes haben. Bei wichtigen Fragen wie dem Atomstreit mit dem Westen und den damit verbundenen Sanktionen hat das Parlament nichts zu sagen. Die Macht liegt beim obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, und seinen Beratern.

***

Nach der Zusage Nordkoreas, sein Atomprogramm auszusetzen, soll die erste Lebensmittelhilfe aus den USA seit drei Jahren für Pjöngjang in der kommenden Woche unter Dach und Fach gebracht werden. Vertreter beider Länder schlössen ihre Gespräche am Mittwoch in Peking ab, teilte das US-Außenministerium mit. Zu klären seien noch technische Fragen etwa zur Verschiffung der Hilfen sowie zur Verteilung an die Bevölkerung. Die USA haben dem kommunistischen Land 240.000 Tonnen Nahrungsmittel versprochen. Im Gegenzug hatte sich Pjöngjang bereit erklärt, die Urananreicherung in der Anlage von Yongbyon, Atomtests und den Start von Langstreckenraketen auszusetzen. Pjöngjang versprach zudem, Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation ins Land zu lassen.

***

Rund eine Woche nach der Einigung auf einen Schuldenschnitt hat die US-Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf die niedrigste Stufe gesenkt. Die Agentur begründete den Schritt mit den zu erwartenden Verlusten von mehr als 70 Prozent für die Investoren. Die privaten Gläubiger des Landes - Banken, Versicherungen, Investmentfonds - hatten sich bereit erklärt, auf Forderungen in Höhe von 107 Milliarden Euro zu verzichten. Dazu sollen sie ihre griechischen Staatsanleihen gegen neue Schuldpapiere eintauschen. Das Risiko eines Zahlungsausfalls bleibe dennoch hoch, erklärte Moody's.

***

In der Debatte um den Ehrensold für Ex-Bundespräsident Christian Wulff fordern nun auch Politiker der Koalitionsregierung eine Reform. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier sagte nach Angaben des Magazins "Focus", die Regelung der Altersbezüge von künftigen Bundespräsidenten müsse neu überdacht und der Betrag möglicherweise abgesenkt werden. Auch der Vorsitzende des Immunitätsausschusses im Bundestag, Thomas Strobl, CDU, und der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Kurth sprachen sich für eine Reform des Ehrensolds aus.

***

Der britische Ölkonzern BP hat sich für die Ölpest im Golf von Mexiko mit tausenden Klägern auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Wie BP mitteilte, umfasst die gütliche Einigung Zahlungen von umgerechnet 5,9 Milliarden Euro. Die Klagen des US-Justizministeriums und mehrerer US-Bundesstaaten gegen BP seien davon unberührt. Unter den privaten Klägern waren zahlreiche Fischer und Wirtschaftsbetriebe, die durch die Ölpest erhebliche finanzielle Verluste erlitten hatten. Bei dem Unglück im Golf von Mexiko im April 2010 war die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert und hatte die schlimmste Ölpest in der Geschichte der USA verursacht.

***

Bei einer Serie von Tornados sind in den USA mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Wirbelstürme wüteten in mehreren Bundesstaaten im Mittleren Westen und Südosten. Am schwersten betroffen war Indiana. Dort starben nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie in der Stadt Henryville im Süden des Bundestaates mehrere Fahrzeuge in Gebäude gedrückt wurden, darunter auch ein Schulbus. Zahlreiche Häuser wurden zerstört.

WWW-Links

Audio und Video zum Thema