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Nachrichten

03.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Nach den tödliche Schüssen auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main mit. Damit verdichten sich die Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Tat. Aus Ermittlerkreisen hatte es zuvor geheißen, der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Kosovare, habe Kontakte zu Islamisten unterhalten. Der Mann hatte am Mittwoch in einem US-Militärbus zwei Soldaten erschossen und zwei weitere lebensgefährlich verletzt.

BERLIN: Zwei Tage nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister zu Guttenberg hat Bundespräsident Wulff dessen Nachfolger Thomas de Maizière die Ernennungsurkunde überreicht. Als Nachfolger de Maizières im Innenministerium ernannte er den bisherigen Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Friedrich. Der Rücktritt Guttenbergs hat derweil in der Union zu neuem Streit geführt. CSU-Chef Seehofer warf Vertretern der Schwesterpartei CDU vor, Guttenberg in den Rücken gefallen zu sein. Die Kritik von Bundesforschungsministerin Schavan und Bundestagspräsident Lammert sei völlig unangemessen gewesen. Dies werde ein Nachspiel haben.

TRIPOLIS: In Libyen ist die von Aufständischen gehaltene Ölstadt Brega Augenzeugen zufolge erneut aus der Luft angegriffen worden. Gegner des Machthabers Gaddafi kontrollieren die strategisch wichtige Stadt seit etwa einer Woche. Wie Korrespondenten berichten, wurden bei Kämpfen im Osten des Landes mehrere Soldaten und Offiziere der Armee gefangen genommen. In der Stadt Tobruk habe sich eine Einheit der Marine den Aufständischen angeschlossen.

DEN HAAG: Bei einer missglückten Evakuierungsaktion in Libyen sind drei niederländische Soldaten einer Miliz des Gaddafi-Regimes in die Hände gefallen. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in Den Haag. Den Angaben zufolge gerieten die Soldaten bereits am Sonntag in Gefangenschaft, als sie aus Sirte im Norden Libyens zwei Landsleute per Helikopter in Sicherheit bringen wollten. Nach der Landung sei die Hubschrauberbesatzung von einer Gaddafi-treuen Milizgruppe angegriffen und gefangen genommen worden. Über die Freilassung der Niederländer werde intensiv verhandelt, sagte ein Ministeriumssprecher.

KAIRO: Ägyptens Ministerpräsident Schafik ist nach Angaben der Armee zurückgetreten. Mit der Bildung einer neuen Regierung sei der ehemalige Verkehrsminister Essam Scharaf beauftragt worden. Seit dem Sturz von Präsident Mubarak am 11. Februar leitet in Ägypten de facto ein Militärrat die Geschicke des Landes. Im Juni sollen Parlamentswahlen stattfinden.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens neun Menschen getötet und rund 30 verletzt worden. Nach Angaben der Polizei sprengte sich der Attentäter mit seinem Auto an einem Kontrollposten in der Stadt Hangu in die Luft. Die Explosion der rund 300 Kilogramm Sprengstoff hinterließ einen riesigen Krater. Durch die Wucht der Detonation stürzten 13 Häuser und Geschäfte ein.

WELLINGTON: Neun Tage nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland sind die Rettungsarbeiten offiziell eingestellt worden. Es gebe keine Hoffnung mehr, weitere Überlebende in den Trümmern der Stadt Chirstchurch zu finden, teilten die Behörden mit. Bei vielen der bereits geborgenen 161 Leichen handele es sich um Personen von der Liste der über 200 Vermissten. Allerdings seien viele noch nicht identifiziert worden. Die Behörden rechnen mittlerweile mit insgesamt 240 Toten.

WASHINGTON: Die US-Militärjustiz hat die Anklage gegen den mutmaßlichen Informanten der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Manning, um 22 Punkte erweitert. Dem 23-jährigen Soldaten werde jetzt unter anderem auch "Unterstützung des Feindes" vorgeworfen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. - Manning wird beschuldigt, US-Geheimdokumente zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie Geheimberichte von US-Diplomaten an Wikileaks weitergegeben zu haben. Im droht lebenslange Haft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An den Küsten sowie südlich des Mains zeitweise dichtere Bewölkung aber meist trocken. Sonst vielerorts sonnig oder nur leicht bewölkt. Höchstwerte zwischen minus ein und elf Grad.

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