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Nachrichten

03.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:14

Nachrichten von Mittwoch, 3. Februar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Zika-Virus durch Sex übertragbar :

In den USA ist erstmals ein Fall bekannt geworden, bei dem das Zika-Virus durch ungeschützten Geschlechtsverkehr von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Die infizierte Person habe Sex mit jemandem gehabt, der aus Venezuela zurückgekehrt sei, meldete die Gesundheitsbehörde in Dallas im US-Staat Texas. Die Erkrankung sei nicht durch einen Mückenstich ausgelöst worden. Bislang war man davon ausgegangen, dass das Virus im Prinzip nur von Stechmücken übertragen werden kann. Wegen der rasanten Ausbreitung des Erregers hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in Süd- und Mittelamerika. Brasilien ist besonders betroffen. Das Virus steht im Verdacht, durch eine Infektion schwangerer Frauen bei Ungeborenen Schädelfehlbildungen zu verursachen.

Deutschland erhöht Flüchtlingshilfe um 500 Millionen Euro:

Angesichts der Not in Syrien und den Nachbarregionen stockt die Bundesregierung den deutschen Beitrag für die UNHCR-Flüchtlingshilfe um 500 Millionen Euro auf insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf. Das berichtet die "Rheinische Post". Kanzlerin Angela Merkel werde die Mittelaufstockung auf der Londoner Geberkonferenz für Syrien und die umliegenden Regionen am Donnerstag bekanntgeben. Deutschland gehört neben den USA, Großbritannien, Japan und der EU zu den größten Gebern, die mehr als 60 Prozent der Hilfsprogramme des UN-Flüchtlingshilfswerks finanzieren. - Nach Schätzungen der Vereinten Nationen muss die Weltgemeinschaft insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro aufbringen, um die Not der syrischen Bürgerkriegsopfer zu lindern.

Asylsuchende unterliegen vor Gericht in Australien:

Australien darf Asylsuchende weiterhin in Internierungslagern in Nachbarstaaten unterbringen. Das höchste Gericht des Landes verwarf die Klage einer Frau aus Bangladesch gegen diese Praxis. Die Klage galt als Testfall für mehr als 260 Asylbewerber, die zur medizinischen Behandlung nach Australien geflogen worden waren. Betroffen sind auch 37 in Australien geborene Babys von Asylsuchenden. Ihnen allen droht nun wieder die Abschiebung in die Internierungslager im Pazifikstaat Nauru und auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea. Die Regierung in Canberra lässt keine Bootsflüchtlinge ins Land, selbst wenn ihr Flüchtlingsstatus anerkannt wird.

US-Präsident wirbt für Verbleib Großbritanniens in der EU:

In einem Telefongespräch mit dem britischen Premierminister David Cameron hat Präsident Barack Obama die Unterstützung der USA für "ein starkes Vereinigtes Königreich in einer starken EU" bekräftigt. Cameron informierte Obama nach Angaben des Weißen Hauses in Washington über den Stand der Verhandlungen zwischen der EU und London. Die EU will mit weitgehenden Zugeständnissen einen drohenden Austritt des Landes verhindern. Laut einem Kompromissvorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk sollen Sozialleistungen für EU-Ausländer in Großbritannien für bis zu vier Jahre eingeschränkt werden. Kritik kam bereits vom Europaparlament und östlichen EU-Mitgliedern wie Polen. Cameron will die Briten spätestens 2017, vermutlich aber noch in diesem Jahr, über den Verbleib in der EU abstimmen lassen.

USA: Hinrichtung nach 36 Jahren Haft:

Im US-Bundesstaat Georgia ist ein 72-Jähriger mit einer Giftspritze hingerichtet worden. Der älteste Todeskandidat in Georgia saß seit mehr als 36 Jahren wegen Mordes hinter Gittern. Seine Anwälte hatten bis zuletzt versucht, die Hinrichtung zu verhindern. Am Dienstag lehnte aber auch der Oberste Gerichtshof ihren Einspruch ab. Der Häftling war zusammen mit einem Komplizen, beides Afroamerikaner, verurteilt worden, einen weißen Tankstellen-Mitarbeiter erschossen zu haben. Er bestritt die Tat bis zuletzt. - Kritiker beklagen, dass Gefangene wie er durch jahrzehntelange Isolationshaft vor ihrer Hinrichtung doppelt bestraft würden.

Spaniens König beauftragt Sozialisten-Chef mit Regierungsbildung:

Gut sechs Wochen nach der Parlamentswahl in Spanien nimmt das Land einen neuen Anlauf zur Regierungsbildung. König Felipe beauftragte den Chef der sozialistischen Partei, Pedro Sánchez, mit der Suche nach Partnern für ein gemeinsames Kabinett. Die konservative Volkspartei (PP) des amtierenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy war bei der Wahl zwar mit 28,7 Prozent wieder stärkste Kraft geworden, sie verlor jedoch klar die absolute Mehrheit. Rajoy hatte einen Auftrag zur Regierungsbildung Ende Januar zurückgegeben, weil er kein Bündnis schmieden konnte. Die linke Protestpartei Podemos hat sich den Sozialisten bereits als möglicher Partner angeboten. Sollte aber auch Sánchez scheitern, könnten Neuwahlen nötig werden.

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