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Langsam gesprochene Nachrichten

02.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:35

Nachrichten von Samstag, 2. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

US-Senat billigt Steuerreformpläne von Trumps Republikanern:

Der US-Senat hat mit der Mehrheit der Republikaner einen Gesetzentwurf über eine umfassende Steuerreform gebilligt. Nach einer Marathonsitzung gab es 51 Ja- und 49 Nein-Stimmen. Zuvor war es den Republikanern gelungen, mehrere Skeptiker in den eigenen Reihen durch Zugeständnisse umzustimmen. Die Demokraten votierten geschlossen mit Nein. Das Repräsentantenhaus hatte jüngst eine eigene Vorlage beschlossen. Nun müssen beide Parlamentskammern ihre Entwürfe unter einen Hut bringen. Die gemeinsame Fassung soll Präsident Donald Trump bis Weihnachten vorgelegt werden. Beide Vorlagen zielen im Kern auf massive Steuersenkungen für Unternehmen ab. Generell kommen Reiche erheblich besser weg als Ärmere und die Mittelschicht. Nach unabhängigen Schätzungen dürfte die Reform das Haushaltsdefizit deutlich erhöhen. Kommt die Steuerreform durch, wäre es Trumps erster großer Gesetzeserfolg nach zehn Monaten Amtszeit.

 

Russland-Affäre: Druck auf Trump steigt :

US-Präsident Donald Trump gerät in der Affäre um mögliche Verbindungen nach Russland stärker unter Druck. Der frühere Sicherheitsberater des Präsidenten, Michael Flynn, ist offenbar bereit, gegen Trump auszusagen. Flynn räumte ein, dass er die Ermittlungsbehörden bisher bewusst angelogen hat. Es geht dabei um Kontakte zum russischen Botschafter in Washington. Flynn hatte bisher behauptet, dabei nicht über US-Sanktionen gegen Russland gesprochen zu haben. Jetzt heißt es, dass es solche Gespräche doch gegeben hat. Flynn soll zudem von einer Person aus dem direkten Umfeld Trumps darum gebeten worden sein. Nach Medienberichten handelt es sich um Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Brisant ist der Fall, weil Trump zum Zeitpunkt der Gespräche zwar gewählt, aber noch nicht im Amt war, er hätte den damaligen Präsidenten Barack Obama damit hintergangen.

 

SPD will noch keine Entscheidung über Große Koalition treffen:

Bis Deutschland eine neue Bundesregierung hat, wird es wohl noch eine Weile dauern. Im Hinblick auf eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition zwischen Union und SPD bremsen derzeit vor allem die Sozialdemokraten. Von Seiten der CDU heißt es, man sei zu "ernsthaften Gesprächen" bereit und habe auch die Absicht, diese Gespräche "zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen." SPD-Parteichef Martin Schulz will sich aber nicht unter Druck setzen lassen. Er betont, man werde sich für eine Diskussion innerhalb der Partei Zeit nehmen. Vor allem die Jugendorganisation der SPD macht zur Zeit Stimmung gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition. Eine Entscheidung könnte beim Parteitag der SPD am 10. und 11. Dezember fallen.

 

Tusk: Irland wird zum Knackpunkt für Brexit-Gespräche:

Im Streit über die künftige Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland hat sich EU-Ratspräsident Donald Tusk hinter die Republik Irland gestellt. Tusk sagte, der Umgang Großbritanniens mit der Grenze auf der irischen Insel sei ein Knackpunkt für die Brexit-Verhandlungen. Diese Grenze wird künftig eine Außengrenze der EU sein, weil die Republik Irland Mitglied der Europäischen Union bleibt, während Nordirland als Teil Großbritanniens aus der Gemeinschaft austreten wird. Die Republik Irland fordert jetzt eine schriftliche Zusage, dass es zwischen den beiden Teilen der Insel keine Grenzkontrollen geben wird. Die Briten haben eine solche Zusage bisher nicht geliefert. Tusk sagte dazu, wenn das britische Angebot inakzeptabel für Irland sei, dann werde es auch inakzeptabel für die EU sein.

 

Alternative Nobelpreise in Schweden überreicht:

In Schweden ist der "Right Livelihood Award" - besser bekannt als "Alternativer Nobelpreis" - an die Preisträger überreicht worden. Vier Menschenrechtsaktivisten teilen sich die Auszeichnung. Preisträger sind der indische Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves, der ein "Recht auf Nahrung" erstritten hat, die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie, die für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung in Afrika ausgezeichnet wurde, und die investigative Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan. Sie wurde geehrt, weil sie Korruption in ihrem Heimatland aufgedeckt hat. Einen undotierten Ehrenpreis erhielt zudem der amerikanische Umweltrechtler Robert Bilott. Er hat Bürger im US-Bundesstaat West Virginia vertreten, deren Trinkwasser chemisch verseucht worden war.

 

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