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Nachrichten

02.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:39

Nachrichten von Dienstag, 2. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Fall Tugce: Polizei befragt zwei Zeuginnen:

Im Fall des gewaltsamen Todes der Studentin Tugce A. haben sich zwei wichtige Zeuginnen bei der Polizei im hessischen Offenbach gemeldet. Über ihre Aussagen wurde nichts bekannt. Es dürften die beiden Mädchen sein, denen Tugce nach bisherigen Mitteilungen der Polizei in einem Schnellrestaurant zu Hilfe kam, als sie von mehreren Männern belästigt wurden. Einer der Männer steht in Verdacht, Tugce später einen Schlag versetzt zu haben, der zum Tode der 23-Jährigen führte. Der 18-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Der Fall hat in der deutschen Öffentlichkeit großes Aufsehen erregt und bewegt die Menschen außerordentlich stark.

Streik der Lufthansa-Piloten auf Langstrecke ausgeweitet:

Die Piloten der Lufthansa haben ihren Streik in der Nacht zum Dienstag wie angekündigt auf Langstreckenflüge ausgeweitet. Der Ausstand, der seit Montag bereits Kurz- und Mittelstreckenverbindungen betrifft, soll bis Dienstag um Mitternacht dauern. Die größte deutsche Fluggesellschaft strich wegen des Ausstands insgesamt 1350 Flüge und will damit mehr als 50 Prozent der Verbindungen aufrechterhalten. Im Internet veröffentlichte die Lufthansa eine Liste aller gestrichenen Flüge. Der Tarifkonflikt dauert bereits seit Monaten an. Zentraler Streitpunkt ist die betriebliche Frührente. Die Lufthansa will die Altersgrenze von 55 Jahren anheben, mit der Lufthansa-Piloten bislang in den bezahlten Frühruhestand gehen können. Die Pilotengewerkschaft Cockpit lehnt dies ab und machte in den vergangenen Monaten bereits mehrmals mit Streiks Druck.

36 Tote bei neuem Massaker in Kenia :

Kenia wird von einem neuen blutigen Terroranschlag erschüttert. Im Grenzgebiet zu Somalia drangen Bewaffnete in einen Steinbruch ein und töteten mindestens 36 Arbeiter, wie die Polizei des ostafrikanischen Landes mitteilte. Nach einem Bericht der Zeitung "Daily Nation" wurden einige der Männer enthauptet, andere im Schlaf erschossen. Arbeiter muslimischen Glaubens seien von den Angreifern verschont worden, meldete das Blatt unter Berufung auf Augenzeugen. Nur wenige Stunden zuvor wurde bei einem weiteren Anschlag auf eine Bar im Nordosten Kenias mindestens ein Mensch getötet. Der Taten verdächtigt wird die radikalislamische Rebellengruppe Al-Schabaab aus Somalia. Kämpfer der Miliz hatten im November in Kenia 28 nicht-muslimische Passagiere eines Busses ermordet.

Reuters: Angehörige von IS-Chef Bagdadi im Libanon festgenommen:

Die Armee des Libanon hat nach einem Bericht der Agentur Reuters eine Frau und einen Sohn des Chefs der Terrormiliz "Islamischer Staat", Abu Bakr al-Bagdadi, festgenommen. Sie seien in den vergangenen Tagen bei der Einreise aus Syrien aufgegriffen worden, hätten Vertreter der Sicherheitsbehörden in Beirut mitgeteilt, so Reuters. Nach einem Bericht der libanesischen Zeitung "As-Safir" ging die Festnahme auf Informationen ausländischer Geheimdienste zurück. Der IS kontrolliert weite Teile Syriens und des Irak. Die Miliz geht mit äußerster Brutalität gegen alle vor, die sie als Ungläubige betrachtet.

Erneut Proteste wegen verschwundener Studenten in Mexiko:

Mit einer neuen Demonstrationswelle haben in Mexiko tausende Menschen ihrer Empörung über den mutmaßlichen Mord an 43 Studenten Ausdruck verliehen. In zahlreichen Städten gab es Kundgebungen gegen die Macht der Drogenkartelle und gegen die Regierung. Die Demonstranten werfen Präsident Enrique Peña Nieto Versagen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen vor und verlangten seinen Rücktritt. In Mexiko-Stadt schlugen die Proteste in Gewalt um. Eine kleine Gruppe vermummter Demonstranten warf Brandsätze auf Banken und schlug Schaufenster ein. Vor dem Senat gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Die Studenten waren am 26. September nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und von korrupten Polizisten an die Mitglieder der Drogenbande "Guerreros Unidos" übergeben worden. Von diesen wurden die Studenten offensichtlich ermordet.

Obama dringt auf Konsequenzen aus "Ferguson":

US-Präsident Barack Obama hat gefordert, Konsequenzen aus den Ereignissen in der Kleinstadt Ferguson im Bundesstaat Missouri zu ziehen. Nach einem Treffen mit Bürgerrechtlern, Polizisten, Geistlichen und Lokalpolitikern im Weißen Haus sagte Obama, es bestehe Misstrauen zwischen zu vielen Polizeiabteilungen und zu vielen Schwarzen-Gemeinden in den USA. Schon vor dem Treffen hatte die Regierung mehrere Initiativen bekanntgegeben, die zum Abbau der Spannungen beitragen sollen. Dazu zählen die Ausstattung von mehr Polizisten mit Körperkameras, eine bessere Ausbildung der Beamten und die Einsetzung einer Arbeitsgruppe, die Obama nach 90 Tagen konkrete Vorschläge zur Vertrauensbildung zwischen Bürgern und Polizei vorlegen soll. In Ferguson hatte im August ein weißer Polizist einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen. Danach war es tagelang zu teils gewalttätigen Demonstrationen gekommen. Nach der Entscheidung einer Geschworenenjury, den Polizisten nicht anzuklagen, hatte es vor wenigen Tagen neue Ausschreitungen in der Kleinstadt und Protestaktionen in vielen Teilen der USA gegeben.

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