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Nachrichten

02.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat in einer europapolitischen Grundsatzrede für ein enges gemeinsames Vorgehen mit Deutschland plädiert. Beide Länder sollten im Zentrum einer Stabilitätsunion in Europa stehen, sagte er in Toulon. Derzeit stehe man an der Schwelle zu einem neuen wirtschaftlichen Zeitalter, dem "Zeitalter der Entschuldung". Am Montag würden Bundeskanzlerin Angela Merkel und er in Paris Vorschläge für die Zukunft Europas vorlegen. Sarkozy bekräftigte die Notwendigkeit eines engen Schulterschlusses mit Deutschland. An einem starken Euro führe kein Weg vorbei, es müsse aber in Europa eine stärkere Solidarität geben, bei der auch die Europäische Zentralbank eine tragende Rolle spiele. Die EZB sei unabhängig und werde es bleiben. Das sei aber nur möglich mit einer stärkeren Haushaltsdisziplin und automatischen Sanktionen.

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US-Außenministerin Hillary Clinton und die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wollen die Demokratie in dem südostasiatischen Land gemeinsam stärken. Dies erklärten Clinton und Suu Kyi nach einem zweiten Treffen im Haus der Friedensnobelpreisträgerin in Rangun. Allerdings warnte die Birmanin, dass der Weg hin zu einer demokratischen Ordnung in ihrem Land noch nicht gesichert sei. Clinton sagte, die USA wollten sowohl mit den prodemokratischen Kräften als auch mit der Regierung zusammen arbeiten, um die Bedingungen zu verbessern. Clinton hatte zuvor auch Präsident Thein Sein getroffen. Ihm stellte sie einen Neuanfang in den bilateralen Beziehungen in Aussicht, sofern Birma seinen Reformkurs fortsetze.

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Der US-Senat hat für Sanktionen gegen die iranische Zentralbank gestimmt. Nach der einstimmig angenommenen Vorlage soll Unternehmen oder Geldhäusern der Zugang zum US-Markt verwehrt werden, die mit der Notenbank in Teheran zusammenarbeiten. Der Entwurf war gemeinsam von den Demokraten von Präsident Barack Obama und den Republikanern eingebracht worden. Obama hatte sich aus Sorge vor Störungen auf dem weltweiten Ölmarkt allerdings gegen die Vorlage ausgesprochen. Er befürchtet vor allem, dass ein Anstieg der Ölpreise die internationale Front gegen das iranische Atomprogramm bröckeln lassen könnte.

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Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Verbänden aus Afghanistan beraten an diesem Freitag bei einer zweitägigen Konferenz in Bonn über die Zukunft ihres Landes. Wenige Tage vor der internationalen Afghanistan-Konferenz wollen sie Erwartungen und Forderungen an die afghanische Regierung und die internationale Gemeinschaft formulieren. Am Nachmittag wird auch der afghanische Präsident Hamid Karsai in Bonn erwartet. Später ist ein erstes Gespräch mit Außenminister Guido Westerwelle geplant. Die Afghanistan-Konferenz steht am Montag an.

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Im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet geht der Deutsche Bundestag einen neuen Weg. Nahezu einstimmig stimmten die Parlamentarier der Aufhebung des umstrittenen Internetsperrgesetzes zu. Künftig sollen Webseiten mit Kinderpornos nicht mehr gesperrt, sondern komplett gelöscht werden, egal ob sie in Deutschland oder vom Ausland aus ins Netz gestellt wurden. Viele Internet-Nutzer waren gegen die Sperren Sturm gelaufen und hatten im Rahmen einer Online-Petition mehr als 130.000 Unterschriften dagegen gesammelt. Die Kritiker befürchteten den Aufbau einer staatlichen Internetzensur. Zudem zweifelten sie an der Wirksamkeit der Maßnahme, weil die Sperren leicht umgangen werden können.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur in Bayern noch heiter, in den übrigen Gebieten verbreitet Regen. Maximaltemperaturen zwischen sechs Grad an der Nordsee und zwölf Grad am Alpenrand. Die weiteren Aussichten: Am Samstag im Osten und Südosten teils aufgelockert bewölkt und nur wenig Regen. Nach Nordwesten hin regnerisch und windig. Die Höchstwerte liegen bei fünf bis elf Grad.

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