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Langsam gesprochene Nachrichten

02.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:22

Nachrichten von Donnerstag, 2. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

Geständnis von mutmaßlichem New-York-Attentäter:

Nach dem tödlichen Anschlag in New York ist Strafantrag gegen den mutmaßlichen Attentäter gestellt worden. Der 29-jährige Usbeke soll die Tat nach Angaben der Bundespolizei FBI gestanden haben. Den Ermittlern zufolge gab er zu, von der Islamisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) inspiriert worden zu sein. Er habe den Anschlag seit einem Jahr geplant und vorgehabt, so viele Menschen wie möglich zu töten. Der Mann hatte mit einem Kleintransporter auf einem Radweg in New York acht Menschen getötet und mindestens elf weitere verletzt. Unter den Verletzten ist auch eine deutsche Staatsbürgerin. Im Zusammenhang mit dem Anschlag vernahm die Polizei einen 32-jährigen Landsmann des angeklagten Usbeken. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Verlosung von unbefristeten Aufenthaltsgenehmigungen zu stoppen. Über diese sogenannte Green-Card-Lotterie kam der Angeklagte legal in die USA.

 

Wetterextreme treffen vor allem arme Länder:

Extreme Wetterlagen zwingen laut einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam vor allem Menschen aus ärmeren Ländern dazu, ihre Heimat zu verlassen. Ihr Fluchtrisiko wegen extremer Unwetter, Stürme oder Überschwemmungen sei fünfmal höher, als das von Bewohnern reicher Staaten, heißt es in einer neuen Studie. Dem Bericht zufolge mussten von 2008 bis 2016 im Durchschnitt jährlich 14 Millionen Menschen aus ärmeren Ländern ihre Wohnorte fluchtartig verlassen, um Schutz vor Unwetterkatastrophen zu suchen. In reichen Ländern seien es nur knapp eine Million Menschen gewesen. Mit Blick auf die kommende Woche beginnende Bonner Weltklimakonferenz COP23 forderte Oxfam den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien.

 

Puigdemont droht internationaler Haftbefehl:

Das spanische Staatsgericht in Madrid hat den abgesetzten katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont und 13 Mitglieder seiner entmachteten Regierung für diesen Donnerstag zu einer Anhörung vorgeladen. Puigdemont hält sich derzeit in Belgien auf und kündigte an, nicht nach Madrid zu reisen. Mit seiner Weigerung der Vorladung Folge zu leisten, riskiert er einen internationalen Haftbefehl der spanischen Justiz. Dann wäre die belgische Polizei gezwungen ihn festzunehmen. Grund für die Anklage ist der katalanische Abspaltungsprozess von Spanien, der vergangenen Freitag in einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung im katalanischen Parlament endete. Die Staatsanwaltschaft will Puigdemont und seinen Ministern wegen Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel den Prozess machen. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten langjährige Haftstrafen.

 

Britischer Verteidigungsminister Fallon tritt zurück:

Der wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung unter Druck geratene britische Verteidigungsminister Michael Fallon ist zurückgetreten. Der konservative Politiker soll 2002 bei einem Dinner einer Journalistin wiederholt ans Knie gefasst haben. Viele der veröffentlichten Vorwürfe seien falsch, betonte Fallon. In seinem Rücktrittsgesuch an Premierministerin Theresa May begründete er seinen Schritt mit den Worten, er sei in der Vergangenheit hinter den hohen Standards zurückgeblieben, die an die britischen Streitkräfte gestellt würden.

 

Neuer 100.000-Bolivar-Schein gegen Inflation in Venezuela:

Im Kampf gegen die höchste Inflation der Welt will Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro nun erstmals Geldscheine im Wert von 100.000 Bolivar drucken lassen. Am Rande einer Kabinettssitzung stellte Maduro eine riesige Kopie der neuen Banknote vor. Sie soll verhindern, dass die Menschen in Venezuela taschenweise Geld mit sich herumschleppen müssen. Nach dem Schwarzmarktkurs ist auch der neue 100.000er-Schein gerade mal zwei Euro wert.

 

Jamaika-Sondierer einigen sich beim Thema Wohnraum:

Eine mögliche Jamaika-Koalition will für mehr bezahlbaren Wohnraum in Deutschland sorgen. Darauf einigten sich die Verhandlungsführer von CDU, CSU, FDP und Grünen. Alle Seiten seien sich außerdem einig gewesen, die Rolle der Kommunen zu stärken, hieß es von Seiten der CDU. Bei den umstrittenen Themen Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Wirtschaft und Verkehr gab es nach den jüngsten Gesprächen dagegen keine gemeinsame Position. Überschattet wurden die Gespräche von Streit zwischen der FDP und den Grünen. FDP-Chef Christian Lindner hielt den Grünen in der "Bild"-Zeitung vor, mit ihrer Flüchtlingspolitik in der Bevölkerung nicht mehrheitsfähig zu sein. Die Spitzen von CDU, CSU, FDP und Grünen hatten das Thema Migration und Flucht vorerst von der Tagesordnung genommen.

 

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