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Nachrichten

02.11.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:27

Nachrichten von Montag, 2. November 2015 – langsam gesprochen als MP3

Parteienstreit nach gescheitertem Flüchtlingsgipfel:

Nach dem gescheiterten Koalitionsgipfel zur Flüchtlingspolitik werfen sich Union und SPD gegenseitig mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann forderte die SPD auf, dem Unionskonzept von Transitzonen für Flüchtlinge doch noch zuzustimmen. Diese als Haftlager zu kritisieren, sei unseriös, sagte der CDU-Politker der Deutschen Presse-Agentur. Bundesjustizminister Heiko Maas, SPD, forderte im Gegenzug CDU/CSU auf, den Vorschlag der Sozialdemokraten zu akzeptieren, Einreisezentren zu schaffen. Die Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel hatten sich am Sonntag weder auf Transitzonen in Grenznähe noch auf weitere Maßnahmen zur Begrenzung des Flüchtlingszustroms einigen können. Die Dreierrunde will nun an diesem Donnerstag in Berlin nochmals nach Lösungen suchen.

Wahlsieg von Erdogans AKP treibt türkische Lira:

Der überraschend deutliche Wahlsieg der konservativ-islamischen AK-Partei von Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Türkei hat den Kurs der Landeswährung Lira beflügelt. Der Dollar verlor in der Spitze mehr als fünf Prozent auf 2,7580 Lira und markierte damit den niedrigsten Stand seit Ende Juli. Die Börse in Istanbul reagierte mit einem Kurssprung auf das Wahlergebnis. Die AKP hat bei der Parlamentswahl am Sonntag die absolute Mehrheit zurückerobert. Anleger hoffen nun, dass die monatelange Phase der politischen Unsicherheit ein Ende findet. Ministerpräsident und AKP-Chef Ahmet Davutoglu kündigte an, das Projekt Verfassungsreform voranzutreiben. Erdogan will ein Präsidialsystem mit sich selber an der Spitze einführen.

Deutlicher Sieg für Regierungspartei bei Wahl in Aserbaidschan:

Bei der Parlamentswahl in der autoritär regierten Kaukasusrepublik Aserbaidschan hat sich einmal mehr die Regierungspartei von Präsident Ilham Alijew durchgesetzt. Nach Auszählung von 91 Prozent der abgegebenen Stimmen könne die Partei "Neues Aserbaidschan" von Alijew mit 69 der 125 Mandate rechnen, teilte die Wahlkommission in Baku mit. Eine Schar kleiner Parteien und "unabhängiger Kandidaten", die der Regierung nahestehen, erhielten fast alle übrigen Mandate. Die wichtigen Oppositionsparteien hatten die Wahl boykottiert.

Seoul und Tokio wollen Konflikt um "Sexsklavinnen" lösen:

Südkorea und Japan wollen ihren Konflikt um die Zwangsprostituierten in japanischen Soldatenbordellen während des 2. Weltkriegs beilegen. Bei ihrem ersten bilateralen Treffen einigten sich Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Japans Regierungschef Shinzo Abe in Seoul darauf, die Arbeitsgespräche zwischen beiden Ländern über dieses Thema zu beschleunigen, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete. Historiker schätzen, dass während des Krieges bis zu 200.000 Frauen vor allem aus Korea in Bordelle der japanischen Armee verschleppt worden waren. Südkorea wirft Japan vor, diese Kriegsvergangenheit verschleiern zu wollen.

In Russland beginnt Identifizierung der Absturzopfer:

Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs in Ägypten hat in St. Petersburg die Identifizierung der Opfer begonnen. Spezialtransporter brachten erste Leichen vom Flughafen der nordrussischen Stadt zu einem gerichtsmedizinischen Labor, wie örtliche Medien berichteten. Dort sollen die Toten mit Hilfe von DNA-Proben identifiziert und dann den Hinterbliebenen übergeben werden. Zuvor hatte ein Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums 144 Todesopfer nach St. Petersburg gebracht. Insgesamt waren bei der Katastrophe 224 Menschen ums Leben gekommen. Ermittler aus Ägypten und Russland suchen weiter nach der Absturzursache. Einer Untersuchungskommission in Moskau zufolge soll der Airbus in der Luft zerbrochen sein.

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