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Nachrichten

02.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Wirbelsturm "Sandy" ist die Zahl der Todesopfer an der US-Ostküste nochmals nach oben korrigiert worden, auf mindestens 90. Ein großes Problem ist die Instandsetzung der Stromnetze. Noch immer sind Millionen Menschen von Stromausfällen betroffen. Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl profitiert Amtsinhaber Barack Obama offenbar von seinem Krisenmanagement. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg empfahl, für den Demokraten Obama zu stimmen. Der frühere republikanische und nun parteilose Bloomberg begründete dies vor allem mit dem Einsatz Obamas für den Klimaschutz. Die Zerstörungen durch den verheerenden Wirbelsturm hätten gezeigt, was bei der Präsidentenwahl auf dem Spiel stehe. Nationalgardisten und Freiwillige begannen mit der Verteilung von Nahrungsmitteln an Bedürftige. Das US Transportation Command, das normalerweise für Truppentransporte und die Versorgung von Kampftruppen zuständig ist, schickte 55 Lastwagen mit 1,5 Millionen Mahlzeiten nach New York.

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Die Vereinten Nationen haben trotz mehrfacher Appelle an die 193 Mitgliedsstaaten bislang nur einen Bruchteil der zugesagten Finanzhilfen für die Unterstützung der syrischen Bürgerkriegsopfer erhalten. Der Fonds für Notleidende innerhalb Syriens ist nach jüngsten UN-Angaben nicht einmal zur Hälfte gedeckt. Bei der Unterstützung für die ins benachbarte Ausland geflohenen Syrer ist die Weltgemeinschaft sogar deutlich von einem Drittel entfernt. Insgesamt haben die UN bei ihren Mitgliedern 348 Millionen Dollar für die Hilfe in Syrien angefordert und 488 Millionen Dollar für die Flüchtlingshilfe. Die Spendenaufrufe der Vereinten Nationen an die Mitgliedsländer haben keine bindende Wirkung. Der blutige Konflikt zwischen Assads Truppen und den Aufständischen fordert immer mehr Opfer. Allein am Donnerstag wurden nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Londoner Exil mehr als180 Menschen getötet.

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Nach fast 25-jährigem Schweigen hat Israel die Tötung des damaligen stellvertretenden Chefs der Palästinensischen Befreiungsorganisation, Abu Dschihad, eingeräumt. Der Stellvertreter von PLO-Chef Jassir Arafat wurde 1988 in Tunis umgebracht. Jetzt hat die israelische Militärzensur ein Interview freigegeben, in dem ein Elitesoldat die Verantwortung für die Tötung von Abu Dschihad, der eigentlich Chalil al Wasir hieß, übernimmt. An der Kommandoaktion waren auch zwei heutige Regierungsmitglieder beteiligt: Verteidigungsminister Ehud Barak, der damals stellvertretender Streitkräftechef war, und der stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon. Beide wollten sich nicht zu dem Bericht äußern. Abu Dschihad soll für eine Serie tödlicher Anschläge verantwortlich sein, darunter ein Angriff auf einen Bus 1978, bei dem 38 Israelis getötet wurden. Ende 1987 soll er die erste Intifada, den ersten Aufstand der Palästinenser in den besetzten Gebieten, organisiert haben.

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Ein Gericht in Athen hat den griechischen Journalisten Kostas Vaxevanis freigesprochen. Der 42-jährige Chefredakteur der Athener Boulevardzeitschrift "Hot Doc" hatte in seinem Blatt eine Liste mit mehr als 2000 angeblichen Steuersündern veröffentlicht, die unversteuerte Gelder aus Griechenland in die Schweiz überwiesen haben sollen. Die auch als "Liste Lagarde" bekannt gewordene Untersuchung beruht auf Informationen französischer Sicherheitskräfte. Nach Presseberichten hatte 2010 die damalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, die Liste an griechische Behörden übergeben. Sie wurde jedoch zwei Jahre lang in verschiedenen Behörden hin und her geschoben.

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Die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Freitag in einem Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die weiteren Schritte bei der Energiewende und dem Ausbau des Ökostroms. Fragen der Versorgungssicherheit, der Preisstabilität und des Netzausbaus sollen geklärt werden. Eingeladen zu der Konferenz sind auch mehrere Bundesminister. Beim Strom gibt es in Deutschland aktuell einen Anteil erneuerbarer Energien von 25 Prozent. Die Bundesregierung will das Ökostrom-Ziel bis 2020 auf 40 Prozent anheben. Dies soll vor allem durch den Bau großer Windparks im Meer erreicht werden.

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