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Langsam gesprochene Nachrichten

02.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:15

Nachrichten von Montag, 2. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

90 Prozent sollen für Kataloniens Unabhängigkeit gestimmt haben:

Beim umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien haben nach Angaben der Regionalregierung rund 90 Prozent der Teilnehmer für die Unabhängigkeit gestimmt. Wie ein Regierungssprecher sagte, hatten allerdings weniger als die Hälfte der 5,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Nach dem Referendum verlangte Kataloniens Regionalpräsident Carles Puigdemont einen eigenen Staat für die spanische Region. Dagegen erklärte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy die vom Verfassungsgericht als illegal eingestufte Abstimmung für ungültig. Es habe kein Unabhängigkeitsreferendum gegeben, sagte Rajoy. Er hoffe, dass die katalanische Führung den Weg verlasse, der nirgends hinführe. Die spanische Landespolizei hatte mit teils massiver Gewalt versucht, das Referendum zu unterbinden. Die Beamten stürmten Wahllokale und setzten auch Schlagstöcke und Gummigeschosse ein. Nach Angaben der Regionalregierung wurden mehr als 840 Menschen verletzt.

 

Terrormiliz IS reklamiert Messer-Attacke für sich:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den tödlichen Messer-Angriff in Marseille für sich beansprucht. Das IS-Sprachrohr Amak ließ verlautbaren, der Täter sei ein "Soldat" des IS gewesen. Der Angreifer hatte am Sonntag zwei junge Frauen am Hauptbahnhof von Marseille erstochen, bevor er von Soldaten erschossen wurde. Die für Terrorfälle im Land zuständige Pariser Staatsanwaltschaft zog die Ermittlungen an sich. Noch könne man aber nicht bestätigen, dass es sich um eine terroristische Tat handele, erklärte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb.

 

Zehntausende demonstrieren gegen den Brexit:

In Manchester haben zehntausende Menschen gegen den geplanten Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union demonstriert. Mit EU-Fahnen zogen sie durch die nordenglische Stadt und forderten, Premierministerin Theresa May solle sich um engere Beziehungen zu Europa bemühen. Auf einer zweiten Demonstration riefen die Teilnehmer die Ministerpräsidentin zum Rücktritt auf. In Manchester findet derzeit der Jahresparteitag der regierenden Tories statt. Regierungschefin May steht politisch unter Druck, seitdem die Tories bei einer von ihr angestoßenen Neuwahl im Juni die absolute Mehrheit im Unterhaus verloren haben.

 

Fraktionen lehnen AfD-Kandidaten als Bundestagsvizepräsident ab:

Führende Politiker der Bundestagsfraktionen von SPD, FDP, Grünen und Linkspartei wollen den Kandidaten Albrecht Glaser der rechtspopulistischen Partei AfD nicht zum Vizepräsidenten des Bundestags wählen. Zur Begründung verwiesen sie in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf Äußerungen Glasers, in denen er die Religionsfreiheit für Muslime in Abrede gestellt hatte. Die Religionsfreiheit gelte nicht, da der Islam eine politische Ideologie und keine Religion sei, hatte Glaser in Interviews ausgeführt. Zwischen Muslimen und Islamisten könne nicht unterschieden werden. Grünen-Chef Cem Özdemir sagte, wer die Religionsfreiheit infrage stelle, habe sich disqualifiziert. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider sagte, Kandidaten müssten "auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und insbesondere die Grundrechte respektieren". AfD-Fraktionschef Alexander Gauland bezeichnete die Vorwürfe gegen Glaser als absurd.

 

Britische Airline Monarch stellt Betrieb ein:

Die britische Fluggesellschaft Monarch Airlines hat überraschend ihren gesamten Flugbetrieb gestoppt. Sämtliche Flüge seien abgesagt, teilte die britische Flugbehörde CAA mit. Monarch musste nach Angaben der Regierung in London Insolvenz anmelden. Die Regierung bat die Behörde, andere Flüge für rund 110.000 Passagiere von Monarch im Ausland zu organisieren. Sie sprach von der größten Rückholaktion in Friedenszeiten. Britischen Medienberichten zufolge wurden weitere rund 300.000 Buchungen storniert. Monarch-Kunden mit einem Ticket wurden aufgefordert, nicht zum Flughafen zu fahren. Der Urlaubsflieger Monarch gilt als fünftgrößte britische Fluggesellschaft.

 

Prozess wegen Giftmords an Kim-Halbbruder in Malaysia:

Siebeneinhalb Monate nach dem Giftmord am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat in Malaysia der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Täterinnen begonnen. Den Frauen wird zur Last gelegt, Kim Jong Nam im Februar auf dem Flughafen von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur mit dem Nervengas VX getötet zu haben. Ihnen droht die Todesstrafe. Vermutet wird, dass die Führung in Pjöngjang hinter dem Anschlag steckt. Die beiden 25 und 29 Jahre alten Frauen behaupten, von Fremden angeheuert worden zu sein und anfangs alles nur für einen Scherz gehalten zu haben.

 

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