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Nachrichten

02.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die georgische Opposition liegt bei der Parlamentswahl in ersten Ergebnissen deutlich in Führung. Nach Auszählung der Stimmen in einem Zehntel der Wahlkreise komme die Koalition "Georgischer Traum" des Milliardärs Bidsina Iwanischwili auf 57 Prozent, teilte die Wahlkommission in Tiflis mit. Die "Vereinigte Nationalbewegung" von Präsident Michail Saakaschwili liege nur bei 38 Prozent. Allerdings beziehen sich die Zahlen nicht auf die Direktmandate. Deren Ergebnisse liegen noch nicht vor. Fast die Hälfte der 150 Parlamentssitze gehen aber an Direktkandidaten. Saakaschwili erklärte, seine Partei liege hier weit vorn und werde ihre Mehrheit im Parlament behalten. Die georgische Parlamentswahl galt auch als Abstimmung über den prowestlichen Kurs von Saakaschwili. Iwanischwili, der in Russland Milliarden gemacht hat, kündigte an, bei einem Sieg die seit dem Kaukasuskrieg 2008 frostigen Beziehungen zu Moskau wieder zu verbessern.

Ägyptische Diplomaten reisen nach Damaskus:

Die ägyptische Regierung hat offenbar eine Verhandlungs-Delegation nach Syrien geschickt. Auf dem Kairoer Flughafen wurden hochrangige Beamte beobachtet, die zu dem Besuch nach Damaskus aufbrachen. Sicherheitskreise in der ägyptischen Hauptstadt wollten diese Informationen nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. - Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist ein ausdrücklicher Kritiker des Regimes in Damaskus. Mitte September hatte er gemeinsam mit der Türkei, dem Iran und Saudi-Arabien eine neue Initiative angekündigt, um den Bürgerkrieg in Syrien zu beenden.

Friedensgespräche in Kolumbien starten erst am 15. Oktober:

Der Beginn der Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der linksgerichteten FARC-Guerilla ist um eine Woche vertagt worden. Darauf hätten sich die Rebellen mit der Regierung geeinigt, teilten Vertreter der FARC mit. Demnach werden die Gespräche nun am 15. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo starten. Die Verhandlungen finden unter Vermittlung Norwegens und Kubas statt. Die FARC sind die größte und älteste Guerilla Südamerikas. Seit 1964 bekämpft sie den kolumbianischen Staat. Mittlerweile ist der Kampf aber kaum noch politisch motiviert, sondern eng mit Drogenhandel, Mord, Geiselnahme und Lösegelderpressung verbunden. Der Konflikt hat mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet. Die FARC ist in den vergangenen Jahren deutlich geschwächt worden, hat aber Schätzungen zufolge noch immer etwa 9.000 Kämpfer unter Waffen.

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Vier Jahre nach Beginn der Finanzkrise hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Betrugsklage gegen die US-Großbank JPMorgan Chase eingereicht. Sie wirft der von JPMorgan übernommenen Investmentbank Bear Stearns vor, Investoren beim Kauf von Hypothekenpapieren belogen zu haben. Ihnen sei weisgemacht worden, bei den durch Immobilienhypotheken besicherten Wertpapieren habe es sich um eine sichere Anlage gehandelt. In Wirklichkeit aber hätten sie auf Tausenden von faulen Hauskrediten basiert, so die Staatsanwaltschaft weiter. Den Käufern dieser Papiere sei ein Schaden von mehr als 22,5 Milliarden Dollar entstanden. Bear Stearns war das erste größere Opfer der Krise auf dem US-Immobilienmarkt, die zur weltweiten Finanzkrise führte. Um eine Insolvenz der Bank zu verhindern, übernahm JPMorgan Chase 2008 mit Unterstützung der US-Notenbank den Konkurrenten.

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Beim Zusammenstoß eines Passagierschiffs mit einer Fähre sind vor Hongkong mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert sind nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua verletzt. Das Passagierschiff war innerhalb kürzester Zeit gesunken. Mit Rettungsbooten, Hubschraubern und Tauchern wird nach Überlebenden gesucht. Die mehr als 120 Menschen an Bord, darunter auch Kinder, hatten vom Wasser aus das Hafen-Feuerwerk zum Nationalfeiertag sehen wollen. Warum das Schiff dann mit der Fähre kollidierte, ist noch nicht geklärt.

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Der Schauspieler, Improvisationskünstler, Komiker und TV-Moderator Dirk Bach ist tot. Er wurde 51 Jahre alt. In dieser Woche sollte er in Berlin als Hauptdarsteller in dem Stück "Der kleine König Dezember" Premiere feiern. Fans und Kollegen reagierten schockiert. Die Todesursache ist nicht bekannt. - Ein Polizeisprecher sagte, Bach sei leblos in einem Berliner Appartementhaus gefunden worden. Kollegen aus dem Theater hätten dort nach ihm gesucht, weil er nicht zu einem vereinbarten Termin erschienen sei. Der Entertainer hatte mit seinen Bühnen- und Fernsehauftritten ein Millionenpublikum erobert. Mit Tropenhelm und bunten Hemden moderierte er auch die RTL-Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Bach engagierte sich zudem im Kampf gegen HIV und Aids oder auch für die Tierrechtsorganisation PETA.

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