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Nachrichten

02.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:43

Nachrichten von Dienstag, 2. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Amnesty wirft IS-Terroristen massive Kriegsverbrechen vor :

Die radikal-sunnitische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) verübt im Nordirak nach Erkenntnissen von Amnesty International Kriegsverbrechen in großem Ausmaß. Dazu gehörten Massenmorde, Entführungen und die systematische Vertreibung ethnischer und religiöser Minderheiten, heißt es in einem in London veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. Im Gebiet um die Stadt Sindschar habe es im August eine Reihe von Massenerschießungen mit Hunderten von Opfern gegeben. Allein unter der religiösen Minderheit der Jesiden seien möglicherweise Tausende Menschen verschleppt worden, schildert der Report. Die Terrormiliz hatte im Juni bei einer Blitzoffensive große Gebiete im Nordirak in ihre Gewalt gebracht. Der UN-Menschenrechtsrat beschloss die Entsendung einer Ermittlungsmission zur Untersuchung der von den Dschihadisten verübten Gräueltaten.

Pentagon meldet Armee-Einsatz gegen Islamisten in Somalia:

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Einsatz der amerikanischen Streitkräfte gegen die radikalislamische Al-Shabab-Miliz in Somalia bestätigt. Das Ergebnis werde derzeit geprüft, sagte ein Pentagon-Sprecher. Zusätzliche Informationen würden "zu gegebener Zeit" mitgeteilt. Somalische Regierungssoldaten und Truppen der Afrikanischen Union hatten am Wochenende eine neue Militäroffensive gegen die islamistische Miliz gestartet und dabei die Stadt Bulomarer erobert, eine der bisherigen Al-Shabab-Hochburgen im Süden des Landes. Am Sonntag griffen daraufhin Al-Shabab-Kämpfer die Geheimdienstzentrale in der somalischen Hauptstadt Mogadischu an. Dabei wurden zwölf Menschen getötet, darunter auch sieben Milizionäre.

In Nordkorea festgehaltene US-Bürger bitten Washington um Hilfe:

Mittels eines ungewöhnlichen Fernsehinterviews haben drei in Nordkorea inhaftierte US-Bürger einen Appell an die Regierung in Washington gerichtet. Er bitte die US-Regierung, so schnell wie möglich einen Gesandten zu schicken, sagte Kenneth Bae dem US-Nachrichtensender CNN. Dies sei derzeit seine einzige Hoffnung, betonte Bae, der wegen Umsturzvorwürfen zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt wurde. Ähnlich äußerten sich die Amerikaner Jeffrey Fowle und Matthew Miller. Die nordkoreanischen Behörden hatten angekündigt, Miller und Fowle wegen - so wörtlich - "feindlich gesinnter Taten" den Prozess zu machen. Die Umstände ihrer Festnahmen sind bei allen drei Gefangenen unklar. Das Interview kam nach Angaben von CNN ungeplant zustande. Ein offiziell eingereistes Reporterteam sei darum gebeten worden, die US-Häftlinge in einem Hotel der Hauptstadt Pjöngjang zu befragen. Die Männer berichteten, sie würden zwar anständig behandelt, litten aber unter körperlichen Beschwerden und der Isolation.

BND-Spion gab offenbar weitreichende Informationen weiter:

Der Anfang Juli beim Bundesnachrichtendienst (BND) enttarnte Spion hat nach einem Zeitungsbericht weit brisantere Informationen an die USA weiter geleitet als bisher bekannt. So sollen sich in den Unterlagen auch Protokolle von Gesprächen befunden haben, die BND-Präsident Gerhard Schindler und sein Stellvertreter mit Geheimdienstchefs anderer Länder geführt hätten, meldet die "Mitteldeutsche Zeitung" aus Halle unter Berufung auf Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages, das für die Geheimdienste zuständig ist. Außerdem solle es in den Materialien eine Übersicht der BND-Residenzen mit den Namen und Adressen der jeweiligen Agenten sowie Konzepte zur Gegenspionage gegeben haben. Der BND-Mitarbeiter soll innerhalb von zwei Jahren 218 Dokumente an US-Geheimdienste verkauft haben. Wie bereits bekannt geworden ist, soll aus ihnen auch hervor gehen, dass der BND - angeblich versehentlich - Telefongespräche von US-Außenminister John Kerry und seiner VorgängerinHillary Clinton aufgezeichnet hat.

Gericht verbietet Fahrdienst Uber deutschlandweit:

Das Landgericht Frankfurt am Main hat den internet-basierten Fahrdienst Uber vorerst gestoppt. Ohne eine offizielle Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz dürfe das Unternehmen bundesweit keine Fahrten mehr vermitteln, ordnete das Gericht in einer Einstweiligen Verfügung an. Das Start-up-Unternehmen aus San Francisco mit europäischer Niederlassung in Amsterdam vermittelt über Smartphone-Apps gegen eine Gebühr Fahrer und Privatpersonen für die Beförderung und ist vor allem der traditionellen Taxi-Branche ein Dorn im Auge.

Apple und FBI untersuchen Herkunft von Promi-Nacktfotos :

Nach dem Auftauchen Dutzender Nacktfotos im Internet von Prominenten aus dem Showgeschäft wie Jennifer Lawrence oder Rihanna hat die US-Bundespolizei Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Hackerangriff aufgenommen. Gleichzeitig teilte der Medienkonzern Apple mit, er prüfe den Wahrheitsgehalt von Spekulationen, über eine Hacker-Attacke auf seinen Online-Speicherdienst iCloud. Zusammen mit den Bildern hatten Unbekannte in Internet-Foren auch die Darstellung gestreut, die Fotos seien aus iCloud erbeutet worden. Nach Angaben mehrerer US-Medien war am Sonntag eine Reihe von Nacktaufnahmen von Prominenten auf einer Bild-Sharing-Webseite aufgetaucht.

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