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Nachrichten

02.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Libyen kann auf seinem Weg in eine neue politische Zukunft mit breiter Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft rechnen. Vertreter von rund 60 Staaten und internationalen Organisationen versprachen den neuen Machthabern bei einer Konferenz in Paris Hilfe beim Wiederaufbau des Landes. Eingefrorene Gelder der alten Führung von Staatschef Muammar al Gaddafi sollten rasch bereitgestellt werden, hieß es. Nach Angaben des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, der zusammen mit dem britischen Premier David Cameron zu dem Treffen im Élysée-Palast eingeladen hatte, sind mittlerweile rund 15 Milliarden von insgesamt 40 Milliarden Dollar libyscher Gelder wieder frei. Deutschland sicherte den libyschen Rebellen zunächst eine Milliarde Euro aus gesperrten Guthaben zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach zudem Hilfe bei der Ausarbeitung einer Verfassung sowie beim technischen Wiederaufbau des Landes.

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Die Außenminister der Europäischen Union beraten im polnischen Sopot über eine gemeinsame Haltung zum angekündigten Antrag der Palästinenser auf staatliche Anerkennung durch die Vereinten Nationen. Die palästinensische Autonomiebehörde hat die EU zur Unterstützung ihres politisch umstrittenen Vorgehens aufgerufen. Innerhalb der Mitgliedsstaaten gibt es bislang allerdings keine einheitliche Haltung. Viele Staaten, unter diesen auch die USA und Deutschland setzen statt auf eine einseitige Anerkennung der Palästinenser auf eine Wiederbelebung direkter Friedensverhandlungen mit Israel. Spanien und Frankreich haben dagegen angedeutet, dass sie zugunsten einer Aufwertung der Palästinenser stimmen könnten. Die Außenminister beraten in Sopot zudem über anhaltende Gewalt der syrischen Assad-Regierung gegen den Aufstand im Land.

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Als Folge der Euro-Schulden-Krise strebt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach Presseinformationen weitreichende Reformen der Europäischen Union an. Die "Bild"-Zeitung berichtet, Schäuble habe in der Vorstandsklausur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt, eine weitere Übertragung von Zuständigkeiten in der Wirtschafts- und Finanzpolitik an Brüsseler EU-Instanzen sei notwendig. Entsprechende Vertragsveränderungen seien aber nur schwer durchzusetzen. Zugleich habe der Minister eingeräumt, dass sich die 17 Euro-Staaten mit einer solchen Vertragsänderung weit von den anderen zehn EU-Staaten ohne Euro absetzen würden.

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Der neue japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat sein Kabinett vorgestellt. Osamu Fujimura, einer seiner engsten Verbündeten, wird neuer Regierungssprecher und damit die rechte Hand des Premiers. Der bisherige Finanzminister Noda, der mit Hilfe von Steuererhöhungen den Wiederaufbau der vom Tsunami zerstörten Gebiete finanzieren und den riesigen Schuldenberg des Landes abtragen will, berief Jun Azumi zu seinem Nachfolger in diesem Amt. Azumi gilt innerhalb der regierenden Demokratischen Partei ebenfalls als Verfechter von Haushaltsdisziplin. Außenminister wird Koichiro Gemba. Noda ist mit 54 Jahren einer der jüngsten Premiers Japans in der Nachkriegszeit.

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Die US-Justiz wird nach Informationen der "New York Times" mehr als ein Dutzend Großbanken auf Schadenersatz verklagen, die durch den Handel mit faulen Hypotheken-Wertpapieren die Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2008 ausgelöst haben sollen. Wie das Blatt berichtet, haben die Behörden unter anderen die Deutsche Bank sowie die Bank of America, JP Morgan Chase und Goldman Sachs im Visier. Den Geldhäusern werde vorgeworfen, so genannte Giftpapiere finanzschwacher Schuldner gebündelt, als Sicherheit an Investoren vermittelt und dadurch unter anderem die seit September 2008 staatlich kontrollierten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac in Schieflage gebracht zu haben. Die beiden Institute und zwei weitere Agenturen besichern derzeit rund 90 Prozent aller Baudarlehen in den USA und machten in der Finanzkrise fast 30 Milliarden Dollar Verlust.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte heiter und trocken. Weiter südlich mehr Wolken, dabei gebietsweise Schauer und Gewitter. Die Höchsttemperaturen liegen bei 16 bis 28 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Samstag oftmals sonnig, nur vereinzelt Wolken. In der Westhälfte einzelne Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen auf 21 bis 31 Grad.

 

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