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Nachrichten

02.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach wochenlangem Nervenkrieg im US-Schuldenstreit hat der Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern die erste und wahrscheinlich entscheidende parlamentarische Hürde genommen. Nur einen Tag, bevor die weltgrößte Volkswirtschaft zahlungsunfähig geworden wäre, billigte das von Republikanern beherrschte Abgeordnetenhaus den Schuldenkompromiss. Die Abgeordneten stimmten mit 269 zu 161 Stimmen für die Vorlage. Allerdings gab es viele Gegenstimmen sowohl im rechten Flügel der Republikaner als auch bei linken Demokraten. Ein Scheitern wird aber bei dem für diesen Dienstag geplanten Votum im mehrheitlich demokratisch besetzten Senat nicht mehr erwartet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Erhöhung des Schuldenlimits von derzeit 14,3 Billionen Dollar mit historischen Sparmaßnahmen in Höhe von rund 2,5 Billionen Dollar einhergeht. Steuererhöhungen konnten die Demokraten nicht durchsetzen.

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Die Bundesregierung zeigt sich erleichtert über den Schuldenkompromiss in den USA. Die Einigung sei ein "Signal der Stabilität", sagte Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter im Deutschlandfunk. Jetzt müssten allerdings weitere Schritte folgen. Es setze sich auf beiden Seiten des Atlantiks die Erkenntnis durch, dass man sich mit Schulden kein Wachstum kaufen könne. Dagegen stößt die Einigung in China eher auf Skepsis. Die Regierung in Peking hält sich als größte Gläubigerin der USA zwar bisher mit einer offiziellen Reaktion zurück. In den Staatsmedien wurde der Kompromiss aber als halbherzig kritisiert. Die Schuldenprobleme der USA seien ungelöst, schreibt die Zeitung "Renmin Ribao", das Zentralorgan der Kommunistischen Partei. Das zentrale Problem sei nur aufgeschoben worden.

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Die Gewalt der syrischen Regierung gegen das eigene Volk hat nach Einschätzung der Vereinten Nationen eine neue Dimension erreicht. Dem Weltsicherheitsrat wurden entsprechende Zahlen vorgelegt. Demnach sind seit Beginn des Konflikts mehr als 1500 Zivilisten getötet worden. Mindestens 3000 Menschen werden vermisst, darunter auch Kinder. Das Militär schieße wahllos auf Zivilisten. Noch ist unklar, ob der Sicherheitsrat eine Resolution verabschieden wird. Widerstand kommt von Russland und China, aber auch von einigen nichtständigen Mitgliedern wie Brasilien, Indien oder Südafrika. Von internationaler Kritik unbeeindruckt setzte Staatschef Baschar al-Assad die blutige Militäroffensive gegen Oppositionelle fort. Augenzeugen berichteten erneut von Toten und Verletzten aus den Städten Hama, Zabadani, Deir al-Zor und Erbin.

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Für die hungernden Menschen in den Dürregebieten Ostafrikas ist die Lage unvermindert ernst. Die Vereinten Nationen warnten sogar vor einer raschen Ausbreitung der Hungersnot auf weitere Gebiete in Somalia. Dies könne nur verhindert werden, wenn die Krise jetzt schnell unter Kontrolle gebracht werde. Derweil stieg die Zahl hungernder Menschen, die täglich in Somalias Hauptstadt Mogadischu ankommen. Nach Korrespondentenberichten suchten allein im vergangenen Monat 12.000 unterernährte Kinder Zentren der Vereinten Nationen auf, 30 Prozent mehr als im Juni. Laut UN benötigen über zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti dringend Hilfe. Zugesagt hat die internationale Gemeinschaft inzwischen eine Milliarde Dollar. Die Helfer fordern allerdings weitere 1,4 Milliarden Dollar, um akut bedrohte Leben zu retten.

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Der Autohersteller BMW hat im zweiten Quartal einen Rekordgewinn eingefahren. Unter dem Strich verdiente BMW von April bis Juni 1,8 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Wie das Unternehmen in München mitteilte, legte der Gewinn in den ersten sechs Monaten von knapp 1,2 Milliarden auf drei Milliarden Euro zu. Konzernchef Norbert Reithofer sagte, das erste Halbjahr sei "das bislang beste in der Unternehmensgeschichte". BMW hatte vor kurzem die Prognose für das laufende Jahr erhöht und will nun weltweit mehr als 1,6 Millionen Autos verkaufen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet freundlich und trocken. Im nördlichen Mittelgebirgsraum sowie im Osten zeitweise kompaktere Wolken. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 20 und 30 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Mittwoch in den östlichen Landesteilen meist sonnig und trocken. Sonst gibt es einen Wechsel aus Sonne und Wolken, von Westen kommen teils heftige Schauer und Gewitter. Die Maximaltemperaturen liegen bei 22 bis 31 Grad.

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