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Nachrichten

02.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:25

Nachrichten von Mittwoch, 2. Juli 2014 – langsam gesprochen als

Palästinenser in mutmaßlichem Racheakt entführt und getötet:

In einem Wald bei Jerusalem ist nach israelischen Medienberichten die Leiche eines palästinensischen Jugendlichen gefunden worden. Es bestehe der Verdacht, dass er zuvor von rechtsgerichteten Israelis entführt worden sei, meldete das Fernsehen. Die Todesursache ist noch unklar. Am Dienstag hatten Hunderte Demonstranten in Jerusalem Rache für den Mord an drei jüdischen Jugendlichen gefordert. Deren Leichen waren im Westjordanland gefunden worden. Die Morde hatten Israels Öffentlichkeit tief entsetzt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte die radikalislamische Hamas für die Taten verantwortlich und drohte mit Vergeltung. So sprach er von einer Verstärkung der Bombenangriffe auf Stellungen der Palästinenser-Organisation im Gazastreifen. Auch der Militäreinsatz im Westjordanland werde fortgesetzt. Eine Bodenoffensive im Gazastreifen oder die erneute Besetzung des Gebiets schloss Netanjahu aber aus.

Vierertreffen der Außenminister zum Ukraine-Konflikt:

Angesichts der andauernden Gewalt im Osten der Ukraine unternimmt die Bundesregierung einen neuen Anlauf zur Vermittlung. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier lud seine Kollegen aus Russland, Frankreich und der Ukraine für diesen Mittwoch zu einem Treffen nach Berlin ein, wie das Auswärtige Amt bestätigte. Bei dem kurzfristig angesetzten Treffen sollen vor allem vertrauensbildende Maßnahmen diskutiert werden, um eine neue Waffenruhe in der Ostukraine zu ermöglichen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rief zudem die USA auf, sich bei der Regierung in Kiew für einen Stopp der Militäraktion einzusetzen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte eine in der Nacht zum Dienstag zu Ende gegangene Waffenruhe nicht verlängert. Seitdem geht die Armee im Osten des Landes wieder gegen pro-russische Separatisten vor. Gefechte wurden aus den Gegenden um die Städte Luhansk und Donezk gemeldet. In Luhansk eroberten die Streitkräfte nach eigenen Angaben einen Grenzposten zurück.

Mehr als 500 Festnahmen bei pro-demokratischen Protesten in Hongkong:

Bei den pro-demokratischen Protesten in Hongkong sind 511 Teilnehmer festgenommen worden. Ihnen werde illegale Versammlung und Behinderung der Polizei vorgeworfen, hieß es in einer Mitteilung. Unter den Festgenommenen sind auch drei oppositionelle Hongkonger Abgeordnete. Die Demonstranten hatten vor dem Amtssitz von Regierungschef Leung Chun-ying mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion gefordert. Die nächtliche Protestaktion folgte auf die größte Demonstration seit einem Jahrzehnt in Hongkong am Dienstag, dem Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China. Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mehr als 500.000 Menschen teil, dagegen sprach die Polizei von gut 90.000 Demonstranten. In den vergangenen Tagen hatten sich zum Ärger Pekings knapp 800.000 Einwohner Hongkongs - und damit fast ein Viertel der Wahlberechtigten - an einer informellen Volksabstimmung über mehr Demokratie beteiligt.

Justiz eröffnet formelles Ermittlungsverfahren gegen Sarkozy:

Die französische Justiz hat ein formelles Ermittlungsverfahren gegen Nicolas Sarkozy eingeleitet. Gegen den Ex-Präsidenten werde unter anderem wegen des Verdachts der Korruption ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft in der Nacht zu Mittwoch. Zudem werde ihm unerlaubte Einflussnahme vorgeworfen. Der 59-Jährige war am Dienstag wegen des Vorwurfs der Bestechung eines Top-Juristen in Polizeigewahrsam genommen und verhört worden. Er soll einem Staatsanwalt einen Job als Regierungsberater im Fürstentum Monaco beschafft haben. Im Gegenzug könnte der Jurist Ermittlungsgeheimnisse an Sarkozy gegeben haben. Sarkozy war von 2007 bis 2012 Staatspräsident. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger französischer Staatspräsident in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Deutsche und französische Panzerbauer wollen fusionieren:

Zwei der ganz großen unter den europäischen Rüstungskonzernen, der deutsche Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französische Rivale Nexter Systems, schließen sich zusammen. Zunächst ist ein Joint Venture geplant, auf lange Sicht eine Fusion. Eine entsprechende Grundsatzerklärung sei in Paris unterzeichnet worden, teilten KMW und das französische Verteidigungsministerium mit. Durch den Zusammenschluss von KMW mit dem Staatskonzern Nexter Systems unter dem Dach einer gemeinsamen Holding soll ein Wehrtechnikkonzern mit knapp zwei Milliarden Euro Jahresumsatz, einem Auftragsbestand von rund 6,5 Milliarden Euro und mehr als 6000 Mitarbeitern entstehen. Zu den bekanntesten Produkten von Krauss-Maffei gehört der Kampfpanzer Leopard, Nexter stellt das Konkurrenzmodell Leclerc her. Das geplante Zusammengehen der beiden Rüstungskonzerne muss noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft werden.

Fußball-WM: Belgien und Argentinien erreichen Viertelfinale:

Belgien hat als letzte Mannschaft das Viertelfinale bei der Fußball-WM in Brasilien erreicht. Die Belgier gewannen gegen die Auswahl der USA 2:1 nach Verlängerung. Zuvor hatte Argentinien die Schweiz mit einem 1: 0 nach Verlängerung geschlagen und war damit in das Viertelfinale eingezogen. Zum ersten Mal, seit die WM-Endrunde mit 32 Mannschaften ausgetragen wird, erreichten ausschließlich Gruppensieger die Runde der letzten Acht. Neben den beiden bereits genannten sind das Brasilien, Kolumbien, die Niederlande, Costa Rica, Frankreich und Deutschland.

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