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Nachrichten

02.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der frühere Gouverneur des Staates Mexiko, Enrique Pena Nieto, liegt nach der Präsidentschaftswahl vorne. - Enrique Pena Nieto, presidential candidate of the Institutional Revolutionary Party (PRI), shows his ink stained thumbs after casting his vote in Atlacomulco July 1, 2012. Mexico's presidential election favorite Pena Nieto leads Sunday's race, according to an exit poll. REUTERS/Tomas Bravo (MEXICO - Tags: POLITICS ELECTIONS TPX IMAGES OF THE DAY) - eingestellt von ml

Wahlen in Mexiko

In Mexiko ist der Anwalt Enrique Peña Nieto als Sieger aus der Präsidentenwahl hervorgegangen. Auf Peña Nieto entfielen nach amtlichen Angaben 37,9 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) liegt damit uneinholbar vor seinen wichtigsten Konkurrenten - Andrés Manuel López Obrador von der linksgerichteten Partei der Demokratischen Revolution (PRD) sowie Josefina Vázquez Mota, die von der regierenden Partei der Nationalen Aktion (PAN) aufgestellt wurde. Der Wahlerfolg Peña Nietos bedeutet ein Wiederaufleben der PRI, die Mexiko von 1929 bis 2000 autoritär regierte. Ihre Herrschaft ging einher mit Korruption, Wahlfälschung, Unterdrückung und Vetternwirtschaft. Der 45 Jahre alte Peña Nieto folgt Felipe Calderon nach, der seit Ende 2006 mexikanischer Staatschef war.

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Nach Inkrafttreten des Ölembargos der EU hat der Iran mit Vergeltung gedroht. Der iranische Zentralbank-Gouverneur Mahmud Bahmani sagte, der Iran werde seine Pläne zur Abwehr der Sanktionen umsetzen und eine Antwort auf diese - so wörtlich - „böswillige Politik“ geben. Die Folgen des Boykotts seien für den Iran zwar hart, doch das Land habe 150 Milliarden Dollar an ausländischen Devisenreserven aufgebaut. Der iranische Ölminister Rostam Kasemi erklärte, mit dem Embargo werde sich Europa letztendlich nur selbst benachteiligen, weil dadurch der Ölpreis steige. Zugleich kündigte das Land militärische Raketentests an und warnte Israel davor, einen Angriff auf iranische Atomanlagen zu wagen. Seit Sonntag sind sämtliche Öl- und Kraftstoffeinfuhren aus dem Iran in die EU untersagt. Die EU und die USA wollen mit dem Einfuhrverbot den Iran zur Abkehr von seinem Atomprogramm bewegen. Sie werfen der Islamischen Republik vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft an Atomwaffen zu arbeiten.

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Zwei Tage nach der Konferenz der Aktionsgruppe für Syrien kommen Vertreter syrischer Oppositionsgruppen an diesem Montag in Kairo zu einem Treffen zusammen. An der zweitägigen Konferenz in Kairo nehmen der Syrische Nationalrat (SNC) und mehrere kleinere Oppositionsbündnisse teil. Auch mehrere Außenminister arabischer Staaten werden erwartet. Ziel des Treffens ist es, dass sich die zerstrittene syrische Opposition auf eine gemeinsame Vision für die Zukunft ihres Landes einigt. Die Opposition hatte am Wochenende mit Enttäuschung und Ablehnung auf ein Grundsatzpapier der Aktionsgruppe reagiert. Dieses sieht die Bildung einer Übergangsregierung der nationalen Einheit vor, die Mitglieder der Regierung von Präsident Baschar al-Assad, der Opposition und anderer Gruppen umfassen kann. Die Übergangsregierung soll die Ausarbeitung einer neuen Verfassung vorantreiben sowie Wahlen überwachen.

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Ungeachtet weltweiter Proteste haben islamistische Rebellen im Norden Malis mehrere zum Weltkulturerbe zählende Heiligengräber zerstört. Bis Sonntag rissen Mitglieder der Rebellengruppe Ansar Dine nach Angaben von Augenzeugen in der Welterbestadt Timbuktu mindestens vier islamische Mausoleen ein. Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs, Fatou Bensouda, sprach von "Kriegsverbrechen". Malis Tourismusministerin Fadima Diallo forderte bei einer Sitzung der UNESCO in St. Petersburg, "konkrete Schritte" zu unternehmen, die Verbrechen gegen das kulturelle Erbe ihres Volkes zu stoppen. Zusammen mit Kämpfern des Tuareg-Volkes hat Ansar Dine seit April im Norden Malis zwei Drittel des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Die Gruppe kämpft gegen die Regierungstruppen um die Herrschaft in dem afrikanischen Wüstenland. Erst in dieser Woche hatte die UN-Kulturorganisation Unesco Timbuktu auf die Liste bedrohter Weltkulturerbestätten gesetzt.

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Ein Mann in Polizeiuniform hat im Süden Afghanistans drei NATO-Soldaten getötet. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte den Vorfall mit, nannte aber keine Einzelheiten zur Nationalität der Opfer und zum Ort des Geschehens. In diesem Jahr wurden bereits mindestens 26 Angehörige der ISAF-Truppe bei derartigen Vorfällen getötet. Die NATO hat am Hindukusch rund 130.000 Soldaten im Einsatz. Die Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte erhöhte sich in den vergangenen Jahren auf 350.000. Der NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan soll 2014 enden. Die islamisch-fundamentalistischen Taliban bekennen sich zu einem Großteil der Anschläge auf NATO-Einsatzkräfte.

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