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Nachrichten

02.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:55

Nachrichten von Donnerstag, 2. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Bundestag beschließt Armenien-Resolution:

Der Deutsche Bundestag wird am Vormittag die Resolution über die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich verabschieden. In dem von Union, SPD und Grünen eingebrachten und von der Linkspartei unterstützten Antrag wird die Tötung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern sowie Aramäern und Angehörigen weiterer christlicher Minderheiten als Völkermord bezeichnet. Die türkische Regierung, die diese Einstufung ablehnt, reagiert mit Empörung. Sie hat die Gräueltaten zwar bedauert, bestreitet aber, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe. - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) haben zwar ihre Unterstützung für die Resolution zum Ausdruck gebracht, sind aber bei der Abstimmung nicht im Bundestag anwesend.

Amnesty International kritisiert Polizeigewalt in der Olympiastadt Rio:

Zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wirft Amnesty International den brasilianischen Sicherheitskräften zunehmende Gewalt mit tödlichen Folgen vor. Trotz des Versprechens, die Sicherheitspolitik zu verbessern, seien seit dem Zuschlag durch das IOC im Jahr 2009 rund 2500 Menschen durch Polizeigewalt ums Leben gekommen, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 setze der Staat in übertriebenem Maß auf Gewalt, heißt es in dem Bericht "Gewalt gehört nicht zu diesem Spiel. Das Risiko von Menschenrechtsverletzungen bei den Olympischen Spielen 2016".

Sicherheitsrat verurteilt nordkoreanische Raketentests:

Der Weltsicherheitsrat hat die jüngsten nordkoreanischen Raketentests verurteilt. Die Regierung in Pjöngjang wurde vom höchsten UN-Gremium aufgefordert, von weiteren Verstößen gegen entsprechende Resolutionen des Sicherheitsrates Abstand zu nehmen. Die Mitglieder des Rats bedauerten, dass Nordkorea "Ressourcen für den Bau von ballistischen Raketen verschwendet, während die Bürger große, unerfüllte Bedürfnisse haben". Erst am Dienstag war ein neuer nordkoreanischer Raketentest misslungen, wie südkoreanische Militärs mitteilten. Im April waren dem Land nach Angaben des südkoreanischen Militärs drei Tests von Musudan-Raketen mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern missglückt. Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können.

Franzosen und Briten fordern Luftbrücke für belagerte Syrer:

Frankreich und Großbritannien haben die Vereinten Nationen aufgefordert, die Menschen in den belagerten Städten in Syrien ab sofort aus der Luft zu versorgen. Es sei offensichtlich, dass kein freier Zugang zu den Städten gewährt werde, erklärte der Pariser UN-Botschafter François Delattre. Deswegen solle das UN-Ernährungsprogramm (WFP) eine Versorgung aus der Luft einrichten, vordringlich für die Städte Daraja, Madaja und Moadamij. - Der UN-Sicherheitsrat wird am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung über die Einrichtung von Luftbrücken beraten. Am Mittwoch hat zwar ein erster Hilfskonvoi seit vier Jahren die Stadt Daraja erreicht, er brachte aber nur Medikamente.

Terroristen erstürmen Hotel in Somalia:

Mindestens 20 Menschen sind bei einem Terroranschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Eingang des Hotels Ambassador mit einem Auto in die Luft gesprengt. Danach stürmten drei Bewaffnete das Gebäude. Unter den Toten sollen auch zwei Terroristen sein. Zu dem Angriff bekannte sich die extremistische Al-Shabaab-Miliz. Die sunnitischen Extremisten wollen in dem ostafrikanischen Land einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Kroaten demonstrieren für Bildungsreform:

Mehrere zehntausend Menschen haben in Zagreb und zwölf weiteren kroatischen Städten für eine Bildungsreform demonstriert. Sie werfen der rechtsgerichteten Koalitionsregierung vor, die Arbeit eines Expertengremiums untergraben zu haben, das seit einem Jahr an dem Entwurf für eine umfassende Bildungsreform in dem Balkanstaat gearbeitet hatte. Lehrerverbände hatten die Eltern aufgerufen, mit ihren Schulkindern auszuwandern.

Vier Tote nach Überschwemmungen in Niederbayern:

Bei dem Blitzhochwasser in Niederbayern sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote fanden Rettungstaucher in einem überschwemmten Haus in Simbach am Inn. An einem Bach bei Julbach wurde die Leiche einer Frau gefunden. Nach weiteren Vermissten im Landkreis wird noch gesucht. - Nach heftigen Regenfällen hatten Hochwasserfluten den Südosten Bayerns binnen kurzer Zeit überschwemmt. Die Behörden riefen den Katastrophenfall aus.

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