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Nachrichten

02.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:23

Nachrichten von Montag, 2. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei einer Bombenexplosion im Nordosten Nigerias sind viele Menschen getötet worden. Ersten Angaben zufolge detonierte der Sprengsatz nach einer Fußballübertragung auf einem belebten Platz in der Stadt Mubi im Bundesstaat Adamawa an der Grenze zu Kamerun. Über die genaue Zahl der Opfer gibt es unterschiedliche Angaben: Die Polizei bestätigte zunächst 14 Tote und zwölf Verletzte. Nachrichtenagenturen meldeten dagegen unter Berufung auf Sicherheitskräfte und medizinisches Personal 40 oder sogar 60 Tote. Bislang hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Allerdings hat die islamistische Terrorgruppe Boko Haram bereits mehrfach tödliche Angriffe in Mubi verübt. Die Stadt liegt in einer Region, die als Rückzugsort der Boko-Haram-Kämpfer gilt.

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Die USA wollen einem Medienbericht zufolge den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Kraftwerke um ein Drittel senken. Laut "Wall Street Journal" sollen die Anlagen bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent weniger klimaschädliches CO2 in die Luft blasen als 2005. Die US-Umweltschutzbehörde EPA will das auf Geheiß von Präsident Barack Obama initiierte Vorhaben am Montag vorstellen. Bis 2016 müssen die US-Bundesstaaten ihre Konzepte vorlegen, wie sie die Klimaziele für ihre Kraftwerke erreichen wollen. Für die Umsetzung des Aktionsplans ist Obama nicht auf die Zustimmung des von den oppositionellen Republikanern dominierten Kongresses angewiesen. Beobachter rechnen jedoch damit, dass der Vorstoß des Präsidenten von seinen Gegnern politisch und juristisch angegriffen wird.

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Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland bemüht sich die Europäische Union um eine Einigung in letzter Minute. An diesem Montag beraten in Brüssel EU-Energiekommissar Günther Oettinger und die Energieminister der beiden Länder, Alexander Nowak und Juri Prodan, über eine Lösung des Konflikts. Russland hat der Ukraine einen Lieferstopp ab Dienstag angedroht, sollte Kiew seine Gasschulden von umgerechnet 3,8 Milliarden Euro nicht begleichen. Der ukrainische Gasversorger Naftogas hat derweil eine erste Abschlagszahlung von rund 575 Millionen Euro für Verbindlichkeiten aus Februar und März überwiesen. Dies hat das russische Energieministerium in Moskau bestätigt. Die von April an geltenden deutlich höheren Preise werde man jedoch nicht akzeptieren, sagte der ukrainische Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk. Sollte Moskau seine Gaslieferungen an die Ukraine tatsächlich einstellen, könnte das nach Ansicht von Experten die Gasversorgung vieler EU-Staaten beeinträchtigen.

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Die Rechte von Flugpassagieren bei Verspätungen sollen nun doch nicht eingeschränkt werden. Die geplante Verschlechterung sei vorerst vom Tisch, sagte ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums der Zeitung "Tagesspiegel" in Berlin. Die Europäische Kommission wollte den geänderten Entschädigungsanspruch in einer EU-Richtlinie festschreiben lassen. Er sollte erst nach fünf statt wie bisher nach drei Stunden gelten. Ursprünglich sollten die Verkehrs- und Justizminister diese Änderungen am Donnerstag in Brüssel beschließen. Doch die entsprechende Abstimmung werde entfallen, hieß es. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat dies in einer ersten Stellungnahme begrüßt.

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Das kuwaitische Staatsoberhaupt, Scheich Sabah al-Ahmad, ist zu einem Besuch im Iran eingetroffen. Die zweitägige Visite ist die erste seit mehr als 30 Jahren. Zur Delegation des Scheichs, der auch mit Irans Ministerpräsident Hassan Rohani zusammentreffen wird, gehören unter anderem der Außen- und der Finanzminister sowie die Ressortchefs des Öl- und des Handelsministeriums. Ziel der Reise ist es, das Verhältnis zwischen dem schiitisch geprägten Iran und den überwiegend sunnitischen Golfstaaten zu verbessern. Kuwait hat zur Zeit den Vorsitz des Golf-Kooperations-Rates inne, zu dem auch Saudi Arabien, Bahrain, Oman, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören. Einige der westlich-orientierten Mitglieder der Gruppe wie Saudi-Arabien betrachten den Einfluss des Irans in der Region und sein Atomprogramm mit Misstrauen. Kuwaitischen Angaben zufolge werden bei dem bilateralen Treffen auch der Syrien-Krieg, der Friedensprozess im Mittleren Osten und die Situation im Irak und in Ägypten auf der Tagesordnung stehen.

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