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Nachrichten

02.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich angesichts der Euro-Schuldenkrise demonstrativ zur europäischen Währung bekannt. Bei einem Vortrag am renommierten "Institute of Southeast Asian Studies" in Singapur betonte Merkel, die EU und der Euro seien für Deutschland eine "Herzensangelegenheit". Die Bundesregierung wolle in Europa auch die Koordinierung in Kernbereichen der Wirtschaftspolitik weiter vertiefen. Es sei im ureigensten Interesse jedes EU-Staates, die Erfolge des europäischen Einigungsprozesses fortzuschreiben. Zugleich forderte Merkel aber umfassende Reformen in den verschuldeten Euro-Ländern. Strukturelle Schwächen einzelner Länder müssten konsequent und wirksam angegangen werden, sagte die Kanzlerin, ohne einzelne Staaten wie Griechenland zu nennen. - In ihrer Rede warb Merkel zudem für eine engere Kooperation im technologischen Bereich zwischen Deutschland und dem Stadtstaat Singapur.

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Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote des hoch verschuldeten Griechenlands um drei Stufen auf Caa1 gesenkt. Moody's begründete den Schritt mit dem wachsenden Risiko, dass es der griechischen Regierung nicht gelingen werde, die Finanzlage ohne eine Umschuldung zu stabilisieren. Mit der neuen Einstufung wird Griechenland auf einem extrem spekulativen Niveau bewertet. Darüber hinaus gab Moody's sich auch für die Zukunft des Landes pessimistisch, was weitere Herabstufungen in nächster Zukunft erwarten lässt. Griechenland teilte unterdessen mit, dass die Senkung der Bonitätsnote durch die Agentur nicht die Bemühungen der Regierung berücksichtige, die Zielvorgaben der EU zu erfüllen und die Privatisierung zu beschleunigen.

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Die EU-Kommission hat die europaweite Warnung vor spanischen Gurken im Zusammenhang mit dem lebensgefährlichen Darmkeim EHEC aufgehoben. Jüngste Messergebnisse hätten gezeigt, dass das spanische Gemüse nicht verantwortlich für den Ausbruch von EHEC in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten sei, hieß es in Brüssel. Dennoch hat Russland seinen Import-Stopp für Gemüse auf die ganze Europäische Union ausgeweitet. Bisher galt das Einfuhrverbot nur für frisches Gemüse aus Deutschland und Spanien. - In Deutschland steigt die Zahl der EHEC-Infektionen inzwischen wieder rapide an. Bei mindestens 470 Menschen hat sich die Krankheit zum lebensbedrohenden HU-Syndrom ausgeweitet. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich auf 16. Auf der Suche nach dem Erreger tappen die Experten weiter im Dunkeln. Vor dem Verzehr roher Gurken, Tomaten und Blattsalate wird aber nach wie vor gewarnt. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos hat angekündigt, rechtliche Möglichkeiten für eine Entschädigung betroffener Landwirte auszuloten.

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Im Bürgerkrieg in Libyen haben die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi nach Angaben einer Internationalen Kommission schwere Menschenrechtsverletzungen begangen und Kriegsverbrechen verübt. Auch die Rebellen hätten sich Verletzungen der Menschenrechte schuldig gemacht, heißt es in dem Bericht der Experten für den UN-Menschenrechtsrat weiter. Kriegsverbrechen hätten die Kämpfer gegen Gaddafi aber nicht begangen. - Die NATO hat unterdessen beschlossen, die Luftangriffe in Libyen bis Ende September fortzusetzen. Auf der Basis einer UN-Resolution greifen Kampfflugzeuge der NATO seit Ende März das Militär Gaddafis an, um die Zivilbevölkerung des nordafrikanischen Landes zu schützen. Nach Korrespondentenberichten war die Hauptstadt Tripolis auch in der Nacht zum Donnerstag Ziel von Luftschlägen.

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In Syrien gehen die Kräfte des Regimes trotz der von Präsident Baschar al-Assad bekundeten Dialogbereitschaft weiter mit großer Härte gegen die Oppositionsbewegung vor. Nach Angaben von Menschenrechtlern töteten Polizei und Militär in den Städten Rastan und Hirak rund 50 Zivilisten. Seit Mitte März gehen in Syrien immer wieder tausende Menschen gegen den autoritären Präsidenten auf die Straße. Mehr als tausend Demonstranten wurden seitdem getötet und etwa 10.000 festgenommen. - Nach einem Bericht des syrischen Fernsehens setzte Assad eine Kommission ein, die einen nationalen Dialog organisieren soll. Bereits am Dienstag hatte Assad eine Amnestie für politische Gefangene erlassen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts sonnig. Südlich der Donau noch teils stärker bewölkt und zu den Alpen hin etwas Regen möglich. Tagestemperaturen 16 bis 23 Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Freitag ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken mit weiter ansteigenden Temperaturen. Am Wochenende neben Sonnenschein auch teils kräftige Gewitter.

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