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Nachrichten

02.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Fast zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat eine US-Kommando-Truppe den Anführer des Terror-Netzwerks El Kaida, Osama bin Laden, getötet. Der meistgesuchte Terrorist der Welt sei in der pakistanischen Stadt Abbottabad nach einem Schusswechsel getötet worden, teilte US-Präsident Barack Obama in einer Fernsehansprache mit. Die US-Einheit habe die Leiche des El-Kaida-Anführers anschließend an sich genommen. Die Gerechtigkeit habe gesiegt, fügte der US-Präsident hinzu. Nach Informationen des US-Senders CNN starb bin Laden durch einen Kopfschuss. Erste Hinweise auf den Unterschlupf des Terroristenführers rund 100 Kilometer nördlich von Islamabad habe es im vergangenen August gegeben, sagte Obama. In den vergangenen Wochen habe er dann ausreichend Informationen gehabt, so der US-Präsident weiter. Bin Laden gilt als Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001, bei denen in den USA fast 3.000 Menschen starben. Als sich die Nachricht vom Tod bin Ladens verbreitete, kamen vor dem Weißen Haus in Washington mehrere tausend jubelnde Menschen zusammen.

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Der Tod Osama bin Ladens ist im Westen mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle betonte, bin Laden habe das Leben Tausender unschuldiger Menschen auf dem Gewissen. Dass diesem Terroristen das Handwerk habe gelegt werden können, sei eine gute Nachricht für alle friedliebenden Menschen. Der britische Premierminister David Cameron sprach von einer Erleichterung für die Menschen in aller Welt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, dies sei ein überwältigender Triumph für Washington und seine Verbündeten. Die früheren US-Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton gratulierten ihrem Nachfolger Barack Obama. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg äußerte die Hoffnung, dass die Angehörigen der Opfer vom 11. September nun inneren Frieden fänden.

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Die Vereinten Nationen ziehen ihr ausländisches Personal aus der libyschen Hauptstadt Tripolis ab. Grund seien die "Unruhen" in einigen Teilen der Stadt, sagte eine UN-Sprecherin in New York. Zwölf ausländische Mitarbeiter der Organisation seien nach Tunesien gebracht worden. In der heftig umkämpften Hafenstadt Misrata und in der Rebellenhochburg Bengasi bleiben die Vereinten Nationen weiterhin präsent. Anhänger des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hatten zuvor die Botschaften Großbritanniens und Italiens in Tripolis in Brand gesteckt, nachdem die NATO nach Angaben der libyschen Regierung bei Luftangriffen mehrere Familienmitglieder Gaddafis getötet haben soll. Es soll auch Übergriffe auf die US-Vertretung in Tripolis gegeben haben. Die US-Regierung verurteilte die Attacken und erinnerte daran, dass die "Wiener Konvention" den Schutz von diplomatischen Missionen fordere. In der Nacht zum Sonntag hatte ein Sprecher der libyschen Regierung erklärt, Gaddafis Sohn Saif el Arab sowie drei von Gaddafis Enkelkindern seien bei einem NATO-Luftangriff in Tripolis getötet worden. Die Allianz bestätigte lediglich "gezielte Angriffe auf Militäranlagen" in der libyschen Hauptstadt.

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Die Türkei stellt sich wegen der anhaltenden Gewalt in Syrien auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus dem Nachbarland ein. Sein Land könne die Türen vor diesen Menschen nicht verschließen, sagte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Am Freitag hatten sich etwa 250 Syrer über die Grenze zur Türkei in Sicherheit gebracht. Sie wurden in einer Turnhalle und Zelten in der Stadt Yayladagi untergebracht. In Syrien geht die Regierung seit Wochen gewaltsam gegen Proteste gegen Staatschef Baschar al-Assad vor.

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Die Verhaftung dreier Terrorverdächtiger in Nordrhein-Westfalen hat im Berliner Regierungsbündnis den Streit über die Anti-Terror-Gesetze neu entfacht. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wehrte sich noch einmal gegen eine Verschärfung der deutschen Sicherheitsgesetze. Bei der Fahndung nach den Verdächtigen habe das Bundeskriminalamt keine der Befugnisse genutzt, um die es in der Diskussion über die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze gehe, sagte die FDP-Politikern der "Süddeutschen Zeitung". Die Liberalen möchten bestenfalls einzelne Regelungen über 2011 hinaus beibehalten. Innenminister Hans-Peter Friedrich beharrte hingegen darauf, zum Beispiel dem BKA auch künftig Aufgaben zur Gefahrenabwehr zu übertragen. Der CSU-Minister wies Berichte zurück, öffentlich sichtbare Sicherheitsmaßnahmen seien aus Kostengründen zurückgefahren worden. Die drei am Freitag verhafteten Männer sollen mutmaßlich zum Terrornetzwerk El Kaida gehören und Anschläge in Deutschland geplant haben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. Später nach Südosten hin einzelne Schauer und Gewitter. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen acht Grad an der Ostsee und 21 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Norden und Westen heiter, ansonsten wolkig und gebietsweise Regen. Mit maximal sieben bis 18 Grad etwas kühler.

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