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Nachrichten

02.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:02

Nachrichten von Donnerstag, 2. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Atomverhandlungen "auf den letzten Metern":

Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran geht nach Ablauf der selbst gesetzten Frist die Suche nach einer Kompromissformel weiter. Sowohl die fünf UN-Vetomächte und Deutschland als auch der Iran wollen ein Scheitern der Gespräche in Lausanne verhindern. Neben US-Außenminister Kerry kündigte auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an, mindestens bis Donnerstag am Schweizer Verhandlungsort zu bleiben, um eine politische Lösung zu erreichen. Diplomaten hielten sowohl einen Durchbruch als auch ein Scheitern der Gespräche für möglich. Seit Tagen ringen die Verhandlungspartner am Genfer See um eine Grundsatzvereinbarung über das iranische Atomprogramm. Bei einer Einigung sollen Experten bis zum 30. Juni die technischen Einzelheiten für ein endgültiges Abkommen ausarbeiten.

Haltern gedenkt der Opfer in Trauergottesdienst:

Mehr als tausend Menschen haben am Mittwochabend im nordrhein-westfälischen Haltern am See Abschied von den Opfern der Germanwings-Katastrophe genommen. Etwa 650 Menschen kamen zu einem Trauergottesdienst in der vollbesetzten St.-Sixtus-Kirche. 500 weitere Trauernde trotzten dem stürmischen Wetter und verfolgten auf dem Vorplatz die über Lautsprecher übertragene Zeremonie. Bei dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des örtlichen Joseph-König-Gymnasiums ums Leben gekommen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte derweil bei einem Besuch an der Absturzstelle in den französischen Alpen langfristige Hilfe für die Angehörigen der Opfer an.

Merkel sagt Ukraine weitere deutsche Unterstützung zu :

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Ukraine weitere deutsche Unterstützung beim wirtschaftlichen Aufbau zugesagt. Inzwischen seien "beachtliche Reformschritte" etwa beim Kampf gegen die Korruption umgesetzt worden, sagte sie anlässlich eines Treffens mit Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in Berlin. Dies verbessere die Möglichkeit ausländischer Investitionen. Merkel mahnte zugleich die Umsetzung des in Minsk vereinbarten Friedensplans für das Konfliktgebiet in der Ostukraine an. Es sei "sicherlich ruhiger" geworden. Der Waffenstillstand sei aber noch nicht voll hergestellt, die Transparenz beim Abzug schwerer Waffen sei nicht ausreichend.

Mindestens 54 Tote bei Schiffsuntergang vor Kamtschatka:

Beim Untergang eines russischen Fischtrawlers vor der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka sind mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Behörden berichtete, wurden 63 Menschen gerettet. 15 Menschen würden vermisst. Die Ursache für den Untergang des Schiffes mit multinationaler Besatzung war zunächst unklar.

IS-Miliz erobert große Teile von Palästinenserlager bei Damaskus:

Einheiten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben große Teile des palästinensischen Flüchtlingslagers Jarmuk bei Damaskus eingenommen. Die IS-Kämpfer hätten den größten Teil des Lagers unter ihre Kontrolle gebracht, sagte der Vertreter der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Anuar Abdel Hadi. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete ebenfalls die Eroberung des Lagers durch die Dschihadisten. Die IS-Miliz hatte im vergangenen Sommer weite Gebiete im Irak und im benachbarten Syrien erobert und ein radikalislamisches "Kalifat" ausgerufen. Das etwa zwei Quadratkilometer große Lager Jarmuk liegt im Süden der syrischen Hauptstadt. Vorübergehend lebten dort bis zu 150.000 Palästinenser und Syrer; derzeit sind es noch etwa 18.000 Einwohner. Das Camp wurde seit Juli 2013 mehr als ein Jahr lang von der syrischen Armee belagert, zahlreiche Menschen kamen durch Mangel an Nahrung und Medizin ums Leben.

Möglicherweise Durchbruch bei Entwicklung von Ebola-Impfstoff:

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Ebola hat es offenbar einen Durchbruch gegeben. Klinische Studien zeigten, dass ein in Kanada entwickeltes Präparat eine starke Entwicklung von Antikörpern gegen das Virus hervorrufe, sagte der Leiter des Tropenmedizinischen Instituts der Universität Tübingen, Peter G. Kremsner. Die behördliche Zulassung des Impfstoffs solle noch in diesem Jahr beantragt werden. Getestet wurde der neue Impfstoff an mehreren Standorten, unter anderem an 39 Probanden im Albert-Schweitzer-Hospital im Lambarene in Gabun. Er basiert auf einem Virus, dem das Hüllenprotein eines Ebolavirus eingebaut wurde. Laut Kremsner hat sich das Präparat als gut verträglich erwiesen und eine starke Antikörperbildung ausgelöst. Im vorausgehenden Tierversuch sei sogar ein 100-prozentiger Schutz gegen die gefährliche Krankheit erzielt worden.

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