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Nachrichten

02.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:58

Nachrichten von Mittwoch, 2. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei dem heftigen Erdbeben vor der chilenischen Küste sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Stöße der Stärke 8,2 erschütterten am Dienstagabend Ortszeit den Norden des Landes. Wenig später trafen meterhohe Wellen die Küste, gefährdete Gebiete wurden evakuiert. Präsidentin Michelle Bachelet erklärte die Region zum Katastrophengebiet. Neben Chile gaben auch Peru, Ecuador und Honduras Tsunamiwarnungen aus. Das Zentrum des Bebens lag etwa 90 Kilometer von der Hafenstadt Iquique entfernt im Meer und war bis ins Binnenland Boliviens zu spüren. Chile liegt in einer erdbebengefährdeten Zone. 2010 ereignete sich vor der Küste des Landes knapp 250 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile ein heftiges Beben der Stärke 8,8. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben.

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Die Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern sind in eine schwere Krise geraten. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kündigte an, er werde bei den Vereinten Nationen die Anerkennung seines Staates beantragen. Entsprechende Beitrittsdokumente habe er bereits unterschrieben. Angestrebt werde zudem der Beitritt zu den UN-Unterorganisationen. Abbas erklärte damit die unter US-Vermittlung begonnenen Friedensgespräche nach acht Monaten für praktisch gescheitert. Die Gespräche hatten Ende Juli vergangenen Jahres begonnen und waren auf neun Monate angelegt. Für diese Zeit hatten sich die Palästinenser verpflichtet, keine Initiativen gegen Israel auf internationalem Parkett zu starten. Im Gegenzug hatte Israel die Freilassung von 104 palästinensischen Häftlingen zugesagt. Die letzte Gruppe von 26 Palästinensern war aber nicht wie vereinbart am 29. März freigekommen. US-Außenminister John Kerry rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

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Die Nato hat ihre militärische und zivile Zusammenarbeit mit Russland als Reaktion auf die Annexion der Krim eingefroren. Den politischen Dialog mit Moskau will das Bündnis aber fortsetzen. Die Außenminister der 28 Nato-Staaten einigten sich in Brüssel auch darauf, die Zusammenarbeit mit der Ukraine zu intensivieren, um die Entschlossenheit zur Unterstützung des Landes zu demonstrieren. Russlands aggressives Vorgehen gegen die Ukraine sei die größte Bedrohung für die europäische Sicherheit in dieser Generation, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Er äußerte Zweifel daran, dass Russland wie angekündigt seine Truppen aus den Grenzgebieten zur Ukraine abziehe. In einer gemeinsamen Erklärung versprachen die Außenminister, die militärische Präsenz der Nato im Osten des Bündnisgebiets weiter zu verstärken. Einzelheiten nannten sie aber nicht. Einigkeit besteht darüber, dass die Luftraumüberwachung über dem Baltikum verstärkt und es künftig mehr Nato-Manöver im Osten geben wird.

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Nach langer Kritik am holprigen Start seiner "Obamacare" genannten Gesundheitsreform hat US-Präsident Barack Obama eine wichtige Zielmarke geknackt. Mehr als sieben Millionen Menschen haben bis zum Ende der Anmeldephase am 31. März einen Antrag auf eine Krankenversicherung gestellt, wie das Weiße Haus mitteilte. Allein am Montag, dem letzten Tag für einen Antrag, verzeichnete das Onlineportal healthcare.gov demnach mehr als drei Millionen Zugriffe. Bei den Callcentern sei noch einmal mehr als eine Million Anrufe von Menschen eingegangen, die sich auf den letzten Drücker eine Police sichern wollten. Für Obama ist der späte Ansturm eine Genugtuung. "Obamacare" ist das wichtigste und größte innenpolitische Reformwerk Obamas. Sein Ziel ist eine bezahlbare, verpflichtende Krankenversicherung für jeden. Noch Ende 2013 waren 48 Millionen Menschen in den USA ohne Krankenversicherungsschutz, etwa 15 Prozent der Bevölkerung.

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Die Piloten der Lufthansa haben mit ihrem dreitägigen Streik begonnen und damit den Flugverkehr bei Europas größter Fluggesellschaft lahmgelegt. Lufthansa annullierte 3800 Flüge und damit neun von zehn Verbindungen. Auch bei der Lufthansa-Tochter Germanwings fällt mehr als die Hälfte der gut 1300 geplanten Flüge aus. Piloten von anderen Tochter-Unternehmen wie Swiss, Austrian Airlines oder Eurowings schließen sich dem Ausstand nicht an. Vom größten Streik in der Lufthansa-Unternehmensgeschichte sind 425.000 Fluggäste betroffen. An den beiden größten deutschen Flughäfen in Frankfurt am Main und München ist die Lage derzeit vergleichsweise ruhig. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erhöht mit dem Ausstand den Druck auf das Lufthansa-Management. Cockpit fordert für die 5400 Piloten mehr Geld und die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente, die ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Beruf ab 55 Jahren ermöglicht.

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