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Nachrichten

02.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nordkorea hat die Wiederinbetriebnahme seines Atomreaktors in Yongbyon angekündigt. Dieser Schritt sei Teil einer Politik der "qualitativen und quantitativen Stärkung der atomaren Streitkraft", hieß es in Pjöngjang. Außerdem diene das Wiederanfahren der Anlage dazu, die "akute" Energielücke mit ihren Stromausfällen zu schließen. Der Reaktor war im Sommer 2007 nach Verhandlungen der sogenannten Sechser-Gruppe - Nord- und Südkorea, China, Japan, Russland und die USA - abgeschaltet worden. In den vergangenen Wochen haben sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel kontinuierlich verschärft. Auf neue UN-Sanktionen wegen eines Atomwaffentests Nordkoreas reagierte das verarmte kommunistische Land mit Kriegsdrohungen gegen die USA und Südkorea. Die USA verlegten jetzt zwei hochmoderne Kampfbomber und ein Kriegsschiff in die Region. Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama wies daraufhin, dass es keine Anzeichen für eine Mobilmachung in Nordkorea gebe.

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Die zyprische Staatsanwaltschaft prüft Berichte, wonach Unternehmen nach Insider-Warnungen vor Zwangsabgaben auf Bankeinlagen rechtzeitig hohe Summen ins Ausland geschafft haben. Es gehe um Gelder in Höhe von rund 700 Millionen Euro. Griechische Medien berichteten von 136 Firmen. Unter ihnen soll nach einem unbestätigten Bericht auch ein Familienangehöriger von Staatspräsident Nikos Anastasiades sein. Anastasiades sprach von dem Versuch, ihn zu verleumden. Er kündigte gleichzeitig an, es werde Untersuchungen geben. - Zypern soll mit zehn Milliarden Euro Krediten seiner europäischen Partnerstaaten und knapp sechs Milliarden Euro Eigenanteil vor der Pleite bewahrt werden. Wer mehr als 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus angelegt hat, muss mit einer Zwangsabgabe von bis zu 60 Prozent auf seine Einlagen rechnen.

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Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Opposition im vergangenen Monat mehr als 6.000 Menschen ums Leben gekommen. Dabei sei jedes dritte Opfer ein Zivilist gewesen, teilte die im Londoner Exil ansässige Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al Assad vor zwei Jahren seien noch nie so viele Menschen in einem Monat getötet worden wie im März 2013. Außerdem seien tausende Menschen vermisst gemeldet. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bislang mehr als 70.000 Menschen Opfer des Konflikts.

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Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat den Militäreinsatz der NATO in seinem Land scharf kritisiert. Dem Kampf gegen die Taliban mangele es an einer nachvollziehbaren Strategie, sagte der Staatschef der "Süddeutschen Zeitung". Der Westen habe nicht die Rückzugsgebiete der Terroristen bekämpft, nicht ihre Trainingscamps. Das eigentliche Problem liege im Nachbarland Pakistan und sei nicht angegangen worden. Der Kampfeinsatz der NATO in Afghanistan soll 2014 zu Ende gehen. Gleichzeitig endet im nächsten Jahr die Amtszeit Karsais. Er darf gemäß der Verfassung nicht noch einmal kandidieren. Der Staatschef rief die Taliban auf, die Waffen niederzulegen und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Taliban-Anführer Mullah Omar könne 2014 Präsidentschaftskandidat werden und den Afghanen die Möglichkeit geben, für ihn oder gegen ihn zu stimmen.

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Im US-Bundesstaat Connecticut haben sich führende Politiker von Demokraten und Republikanern als Reaktion auf das Schulmassaker in der Stadt Newtown auf eine drastische Verschärfung des Waffenrechts verständigt. Wie regionale Medien berichteten, soll der Verkauf der meisten halbautomatischen Sturmgewehre sowie von Magazinen mit mehr als zehn Schuss Munition verboten werden. Käufer von Schusswaffen und von Munition müssen sich künftig einer Personenüberprüfung unterziehen. In Newtown hatte ein Amokschütze kurz vor Weihnachten 20 Schulkinder und sechs Lehrerinnen erschossen. Bemühungen von Präsident Barack Obama, das Waffenrecht auf US-Bundesebene zu verschärfen, kommen nicht voran.

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Bei einem Feuer an einer islamischen Schule in Myanmar sind 13 Jungen ums Leben gekommen. Die Schüler seien erstickt, als ihr überfüllter Schlafsaal in der Nähe einer Moschee in der Metropole Rangun in Brand geraten sei, teilten Behördenvertreter mit. Das Feuer sei von einem überhitzten Transformator ausgelöst worden. Brandstiftung werde ausgeschlossen. Als der Brand ausbrach, schliefen nach Angaben eines Beamten mehr als 70 Kinder und ihre Betreuer in dem Gebäude. Die meisten konnten gerettet werden. Das Unglück könnte nach Einschätzung von Experten zu neuen Spannungen zwischen den Buddhisten und der muslimischen Minderheit in Myanmar führen. Erst Ende März waren 43 Menschen bei religiös motivierten Ausschreitungen getötet worden.

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