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Nachrichten

02.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach ihrem Erfolg bei der Wahl in Birma hofft Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf den Beginn einer neuen Ära für ihr Land. Die Abstimmung sei "ein Triumph des Volkes", sagte Suu Kyi vor tausenden Anhängern vor der Parteizentrale ihrer Nationalen Liga für Demokratie (NLD). Nach eigenen Angaben sicherte sich die NLD mindestens 43 der 45 Sitze. Erste offizielle Ergebnisse wurden frühestens für den heutigen Montag erwartet. Falls die Wahlkommission den Sieg der 66-jährigen Suu Kyi bestätigt, wäre das ein Meilenstein für das südostasiatische Land, das bis vor kurzem international noch völlig isoliert war. Bundesaußenminister Guido Westerwelle würdigte den Sieg Suu Kyis als historischen Schritt. Die Wahl der Friedensnobelpreisträgerin sei eine Ermutigung für alle, die sich für demokratische Fortschritte in Birma einsetzten. Der Regierung des Landes stellte Westerwelle einen weiteren Abbau der Sanktionen in Aussicht, sollte sie ihren Reformkurs fortsetzen.

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Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat einen Besuch in Indien angekündigt. Zardari werde am kommenden Sonntag zu einem privaten Besuch in das Nachbarland reisen und dort auch Ministerpräsident Manmohan Singh treffen, teilte Zardaris Sprecher mit. Damit würde erstmals seit sieben Jahren wieder ein pakistanischer Staatschef das Nachbarland Indien besuchen. Die beiden Atommächte gelten seit Jahrzehnten als Erzfeinde. Seit der Teilung des Subkontinents 1947 haben beide Länder drei Kriege gegeneinander geführt. Der 2004 eingeleitete Friedensprozess geriet durch die blutigen Anschläge im indischen Bombay aus dem Jahr 2008 ins Stocken. Indien macht pakistanische Islamisten für die Anschläge verantwortlich.

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Die internationale Kontaktgruppe der "Freunde Syriens" setzt weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts. Zugleich erhöht die Gruppe aber den Druck auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad, um ihn zur Umsetzung des Friedensplans des UN-Sondergesandten Kofi Annan zu bewegen. Scharf verurteilte die Kontaktgruppe "massive und systematische" Menschenrechtsverletzungen. Außerdem wollen sich die Staaten "zusätzliche angemessene Maßnahmen" offenhalten, um die syrische Bevölkerung zu schützen. Mehrere Staaten erklärten, sie wollten die Opposition finanziell unterstützen. Konkrete Schritte wurden aber nicht bekannt. Der Syrische Nationalrat wurde als Dachorganisation der Opposition anerkannt.

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Tunesien hat den Anfang 2011 verhängten Ausnahmezustand verlängert. Er gelte vorerst bis Ende April weiter, hieß es aus dem Büro von Präsident Moncef Marzouki. Zur Begründung wurden andauernde Gefahren für die öffentliche Ordnung in mehreren Regionen genannt. Zugleich hieß es, die Sicherheitslage habe sich in den vergangenen Wochen verbessert. Der Ausnahmezustand erlaubt es Soldaten und Polizisten unter anderem, auf Menschen zu schießen, die sich der Anweisung zum Stehenbleiben widersetzen. Er war wegen der Unruhen nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Zine el Abidine Ben Ali im Januar 2011 verhängt worden.

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Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans will auch künftig sogenannte Steuer-CDs aus dem Ausland kaufen, wenn sie Daten über deutsche Steuersünder enthalten. Wer Steuern hinterziehe mache sich strafbar und müsse mit Verfolgung durch die Behörden rechnen, sagte Walter-Borjans der "Berliner Zeitung". Entsprechende Daten müssten diese sich bisher auch durch den Ankauf von Daten aus dem Ausland beschaffen. Die Schweizer Haftbefehle gegen drei Steuerfahnder aus NRW nannte der SPD-Politiker einen "massiven Einschüchterungsversuch". Die Schweizer Justiz hatte die Haftbefehl erlassen, weil die drei am Ankauf einer CD mit den Daten deutscher Kunden der Bank Credit Suisse beteiligt gewesen sein sollen. Die Schweiz wirft ihnen deshalb Beihilfe zur Wirtschaftsspionage und Verstoß gegen das Bankgeheimnis vor.

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Die hohen Benzinpreise in Deutschland gefährden nach Ansicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Bei zwei Euro an der Preistafel fange die Konjunktur an zu knirschen, sagte DIHK-Präsident Hans-Heinrich Driftmann der "Bild"-Zeitung. Hohe Beschaffungskosten für Energie und Rohstoffe seien für die Wirtschaft das "Geschäftsrisiko Nummer eins". Für den Fall, dass die Benzinpreise sich langfristig auf dem hohen Niveau einpendelten, forderte Driftmann von der Bundesregierung eine Begrenzung der Energiesteuern.

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Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Westsibirien sind nach Behördenangaben mindestens 32 der 43 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Elf Insassen hätten das Unglück rund 30 Kilometer von Tjumen entfernt überlebt, teilte eine Sprecherin des russischen Ministeriums für Katastrophenschutz mit. Allerdings befänden sich mehrere in einem kritischen Zustand, berichten russische Medien. Die zweimotorige Turboprop Maschine vom Typ ATR-72 der russischen Fluggesellschaft UTair war kurz nach dem Start in Tjumen aus bislang unbekannten Gründen abgestürzt. Das Flugzeug war Medien zufolge auf dem Weg in die nordsibirische Ölstadt Surgut.

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