02.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 02.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

02.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 2. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

EU kündigt Vergeltung für Trumps Strafzölle an:

Nach den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe bahnt sich ein Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Europa an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte in Brüssel, man werde nicht tatenlos zusehen, wie unfaire Maßnahmen europäische Arbeitsplätze gefährdeten. Konkrete Angaben zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen machte Juncker nicht. Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, auf Stahleinfuhren künftig einen pauschalen Zoll von 25 Prozent erheben zu wollen. Bei Aluminium soll ein Strafzoll von zehn Prozent gelten. Es gehe darum, die heimische Produktion vor ausländischer Billigkonkurrenz zu schützen, sagte der US-Präsident bei einem Treffen mit Branchenvertretern im Weißen Haus.

 

USA beschließen Waffenlieferungen an Ukraine:

Ungeachtet der Proteste aus Russland haben die USA beschlossen, die ukrainische Armee mit moderner Verteidigungstechnik zu beliefern. Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, soll die Ukraine - vorbehaltlich der Zustimmung des US-Kongresses - 210 Anti-Panzer-Raketen und 37 Javelin-Raketenwerfer erhalten. Russland hatte bereits im Dezember mit Blick auf die Kämpfe im Osten der Ukraine erklärt, das geplante Rüstungsgeschäft werde "zu neuem Blutvergießen" führen. Washington hatte damals erwidert, man wolle die Ukraine dabei unterstützen, "ihre Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen". Die Ausrüstung sei "rein defensiver Natur". Die Waffenlieferungen dürften das Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter belasten. Der Kreml steht im Ukraine-Konflikt auf Seiten der Rebellen, die gegen die Regierung in Kiew kämpfen.

 

EU-Parlamentspräsident Tajani will Regierungschef in Italien werden:

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich bereit erklärt, im Falle eines Wahlsiegs des rechten Parteienbündnisses bei der Parlamentswahl in Italien das Amt des Regierungschefs zu übernehmen. Er habe Silvio Berlusconi mitgeteilt, dass er bereit sei, "Italien zu dienen". Jede weitere Entscheidung liege bei den Bürgern und dem Präsidenten der Republik, teilte Tajani im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Berlusconi darf wegen einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung nicht selbst kandidieren. Der 64-jährige Tajani ist ein langjähriger Weggefährte Berlusconis, seitdem der Medienmagnat 1994 in die Politik ging. Er war zunächst Berlusconis Sprecher und ist seit mehr als 20 Jahren Abgeordneter im EU-Parlament. Seit dem vergangenen Jahr ist er EU-Parlamentspräsident. Das Bündnis aus Berlusconis Partei Forza Italia und mehreren rechtsextremen Parteien wird nach Umfragen bei der Wahl am Sonntag die meisten Stimmen bekommen.

 

Bundesregierung stuft Cyber-Attacke als ernst ein:

Das Bundesinnenministerium wertet den Hackerangriff auf das deutsche Regierungsnetz als "ernstzunehmenden Vorgang". Die Aktion sei technisch anspruchsvoll und von langer Hand geplant gewesen, erklärte Ressortchef Thomas de Maizière in Berlin. Die Cyber-Attacke sei jedoch "isoliert" worden. Nach Angaben des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestags ist der Hackerangriff noch im Gange. Für eine Bewertung des Schadens sei es noch zu früh, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Armin Schuster. Die Bundesregierung versuche, den Vorgang unter Kontrolle zu halten. Unklar ist, von wem die Attacke ausging. Neue Ermittlungen sollen auf die mutmaßlich russische Gruppe "Snake" hindeuten. Deren - so wörtlich - "qualitativ hochwertige Schadsoftware (sei) darauf ausgelegt, in großen Netzwerken von Behörden, Firmen und Forschungseinrichtungen zu agieren", heißt es im aktuellen Verfassungsschutzbericht.

 

Zahlreiche Tote bei Brand in Drogenklinik in Aserbaidschan:

Bei einem Brand in einer Drogenklinik in Aserbaidschan sind einem Medienbericht zufolge mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in der Einrichtung in der Hauptstadt Baku sei inzwischen gelöscht, berichtete die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA. Die Behörden haben Ermittlungen zur Ursache des Brandes aufgenommen.

 

Mindestens ein Toter bei Autobomben-Anschlag in Kabul:

Bei einem Autobomben-Anschlag auf ausländische Truppen in Kabul ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Detonation im Osten der afghanischen Hauptstadt verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Örtliche Medien zeigten Bilder von beschädigten Häusern und Geschäften. Die Explosion ereignete sich am Morgen in einem Viertel, in dem viele Ausländer leben. Die afghanische Hauptstadt ist in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Anschlägen islamistischer Gruppen wie der Taliban oder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" gewesen. Im Januar hatten Extremisten ein Luxushotel gestürmt und einen Militärkomplex in Kabul angegriffen. Dabei wurden mehr als 130 Menschen getötet.

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