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Nachrichten

02.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Unionsparteien und FDP werden voraussichtlich noch an diesem Mittwoch über die Nachfolge des zurückgetretenen Verteidigungsministers zu Guttenberg (CSU) entscheiden. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur aus Koalitions- und Parteikreisen. Die Entscheidung solle bei einer Telefonschaltkonferenz fallen. Die CSU-Spitze hatte am Dienstagabend über die Nachfolge beraten. Dabei soll es laut dpa aber noch keine Festlegung auf einen Kandidaten gegeben haben. Angesichts des Wechsels an der Spitze des Verteidigungsministeriums verlangte SPD-Chef Gabriel eine vorübergehende Aussetzung der Bundeswehrreform. Guttenberg habe die Reform begonnen ohne zu wissen, wie er den Nachwuchs gewinnen könne, wie die Reform finanziert werde und wie die künftigen Strukturen aussehen sollten, so Gabriel zur Begründung.

TRIPOLIS: In Libyen gehen die Kämpfe zwischen den Truppen von Staatschef Gaddafi und den Aufständischen weiter. Der arabische Sender Al Dschasira meldete, die von Rebellen gehaltene ostlibysche Stadt Adschdabija sei aus der Luft angegriffen worden. Soldaten hätten außerdem einen Flughafen westlich von Adschdabija eingenommen. Nach heftigen Kämpfen sollen Gaddafi-treue Truppen zudem die Stadt Brega zurückerobert haben. - Unterdessen forderte der US-Senat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in einer einstimmig verabschiedeten Resolution auf, über Libyen eine Flugverbotszone einzurichten, um Luftangriffe auf Gegner des Regimes zu verhindern. Gleichzeitig verurteilten die Senatoren die Gewalt gegen Oppositionelle in Libyen und forderten Machthaber Gaddafi zum Rücktritt auf. - Zuvor hatte die UN-Vollversammlung in New York Libyen wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten aus dem UN-Menschenrechtsrat ausgeschlossen.

GENF: Vor der Gewalt in Libyen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 140.000 Menschen nach Tunesien und Ägypten geflüchtet. Allein an der Grenze zu Tunesien seien in den vergangenen neun Tagen bis zu 75.000 Menschen eingetroffen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk mit. Bei der Versorgung der Menschen, meist Gastarbeiter aus anderen afrikanischen Staaten und aus Asien, gebe es große Probleme. Das Deutsche Rote Kreuz entsendet an diesem Mittwoch sechs Helfer nach Libyen, Tunesien und Malta. Sie sollen in Teams des Internationalen Roten Kreuzes mitarbeiten.

ISLAMABAD: Der pakistanische Minister für religiöse Minderheiten, Bhatti, ist bei einem Attentat erschossen worden. Nach Krankenhausangaben erlag er seinen Verletzungen auf dem Weg in die Klinik. Der Polizeichef der pakistanischen Hauptstadt sagte, Bhatti sei von zehn Kugeln getroffen worden. Der christliche Minister hatte sich offen gegen das umstrittene Blasphemie-Gesetz in Pakistan ausgesprochen, das bei Beleidigung des Islams die Todesstrafe vorsieht. Islamisten hatten ihn deshalb mehrfach mit dem Tode bedroht.

MEXIKO-STADT: Soldaten haben Massengräber mit mindestens 17 Leichen im südmexikanischen Staat Guerrero entdeckt. Nach Polizeiangaben wurden die Toten in der Stadt San Miguel Totolapan gefunden. Die Soldaten seien auf der Suche nach weiteren Gräbern. In der Gegend kämpfen verschiedene Drogenkartelle um die Macht. San Miguel Totolapan ist bekannt als Anbaugebiet für Marihuana und Opium. Außerdem führen Schmuggelrouten für Kokain durch die Stadt. - Der Drogenkrieg in Mexiko forderte in den vergangenen fünf Jahren fast 35.000 Opfer.

WIESBADEN: Autos und Kraftfahrzeug-Teile sind im vergangenen Jahr wieder die wichtigsten deutschen Exportgüter gewesen. Die Auto-Konzerne führten 2010 Waren im Wert von rund 159 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit seien die Exporte im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um fast 30 Prozent gestiegen. 2009 waren die Kfz-Ausfuhren auf den zweiten Rang hinter den Maschinenbau zurückgefallen. Bei den Importen lagen 2010 Computer und Technik auf Platz eins. Deutsche Unternehmen kauften im Ausland Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von mehr als 90 Milliarden Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Auflösung von Nebelfeldern wieder verbreitet sonnig und trocken bei ein bis elf Grad.

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