02.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 02.02.2016
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Nachrichten

02.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 2. Februar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Cruz gewinnt in Iowa, Clinton hauchdünn vor Sanders:

Der erzkonservative Senator Ted Cruz hat den stets siegesgewissen Milliardär Donald Trump bei der ersten Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat Iowa auf den zweiten Platz verwiesen. Dicht auf Trump folgte der Senator Marco Rubio, der deutlich besser abschnitt als erwartet. Bei den Demokraten gab es zunächst kein klares Ergebnis: Die frühere Außenministerin Hillary Clinton hatte einen hauchdünnen Vorsprung vor dem linken Senator Bernie Sanders. In dem landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat im Mittleren Westen wurde nach dem Caucus-System entschieden. Die Anhänger der Kandidaten stimmten nach Diskussionen auf Parteiversammlungen ab. Am 9. Februar finden die zweiten Vorwahlen in New Hampshire statt.

WHO ruft wegen Zika-Virus globalen Gesundheitsnotstand aus:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der rasanten Ausbreitung des Zika-Virus einen "weltweiten Gesundheitsnotfall" ausgerufen. "Wir müssen handeln", betonte WHO-Generalsekretärin Margaret Chan nach einer Dringlichkeitssitzung in Genf. Derzeit grassiert das von Stechmücken übertragene Virus vor allem in Süd- und Mittelamerika, Brasilien ist am stärksten betroffen. Das Zika-Virus führt bei etwa 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen - bei ihnen steht es im Verdacht, Mikrozephalie auszulösen: Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen. Allein in Brasilien wurden seit Oktober mehr als 3700 Neugeborene mit Verdacht auf Mikrozephalie registriert, etwa 50 von ihnen sind inzwischen gestorben.

Amnesty: Weibliche Flüchtlinge im Libanon misshandelt und ausgebeutet:

Flüchtlinge im Libanon - insbesondere Frauen - leben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in unsicheren Verhältnissen und großer Armut. Diskriminierende Gesetze im Libanon und der Rückgang der internationalen Hilfsgelder verschärften die Lage weiblicher Flüchtlinge, heißt es in dem in Berlin vorgestellten Bericht "I want a safe place" der Menschenrechtler. Insbesondere ihr unsicherer Aufenthaltsstatus führe dazu, dass Frauen Vermietern, Arbeitgebern und selbst Polizisten schutzlos ausgeliefert seien. So hätten viele weibliche Flüchtlinge Amnesty berichtet, dass ihnen Unterstützung als Gegenleistung für sexuelle Dienstleistungen angeboten worden sei. Laut Amnesty leben 70 Prozent der mehr als eine Million syrischen Flüchtlinge im Libanon unter der Armutsgrenze.

UN-Gesandter für Syrien appelliert an Weltmächte:

Der Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura, hat an die Weltmächte appelliert, sich für einen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland einzusetzen. Die Großmächte müssten sofort Gespräche darüber beginnen, wie eine solche Feuerpause im ganzen Land durchgesetzt werden könne, sagte Staffan de Mistura. Der Diplomat äußerte sich nach einem zweistündigen Gespräch mit Vertretern der syrischen Opposition in Genf. Mit diesem Treffen hatten die Friedensverhandlungen zu Syrien offiziell begonnen. Die syrische Regierung will nach UN-Angaben grundsätzlich weitere Hilfslieferungen in belagerte Städte wie Madaja erlauben. Die 40.000-Einwohner-Stadt ist seit dem Herbst von Regierungssoldaten abgeriegelt. Die Einwohner hungern. Fast 50 von ihnen verhungerten bereits. Das Schicksal der Stadt ist ein sensibler Punkt bei den Gesprächen.

Syrien: Steinmeier will Iran und Saudi-Arabien einbinden :

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Beginn der Friedensgespräche zum Syrien-Krieg als entscheidenden Moment auf dem Weg zu einer Lösung bezeichnet. Am Vorabend seiner Reise in den Iran und nach Saudi-Arabien nahm Steinmeier insbesondere diese beiden Staaten in die Pflicht. "Alle, die sich in Wien auf gemeinsame Prinzipien für diesen Friedensprozess verständigt haben, müssen jetzt ihren Einfluss geltend machen, damit das in Wien Vereinbarte nun auch umgesetzt wird." Dafür seien "sowohl Teheran als auch Riad in der Schlüsselfunktion". Saudi-Arabien betrachtet sich als Schutzmacht der Sunniten und hat großen Einfluss auf die ebenfalls weitgehend sunnitische Opposition in Syrien. Der Iran dagegen ist mit der syrischen Führung unter Präsident Baschar al-Assad verbündet. Ein Erfolg der Syrien-Verhandlungen in Genf ohne Mitwirkung der beiden Mächte am Golf gilt als unmöglich.

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