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Nachrichten

02.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Iran hat während seines Seemanövers im Persischen Golf nun auch eine Langstreckenrakete getestet. Die Rakete vom Typ "Kadar" sei wie geplant abgefeuert worden und habe vorher festgelegte Ziele im Golf erreicht, zitierte die Nachrichtenagentur Irna den stellvertretenden Marine-Befehlshaber Mahmud Mussawi. Die Militärübung unweit der Straße von Hormus hatte international Besorgnis ausgelöst. Die Meerenge ist eine der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten. Der Iran hatte mit ihrer Blockade gedroht, sollte der Westen Sanktionen gegen die Islamische Republik ausweiten. Dessen ungeachtet setzten die USA am Wochenende neue Strafmaßnahmen in Kraft, die vor allem Finanztransaktionen mit der iranischen Zentralbank beeinträchtigen sollen. Der Iran wiederum testete auch eine neue Mittelstrecken-Rakete und gab fast zeitgleich bekannt, erstmals atomare Brennstäbe selbst gefertigt zu haben.

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Angesichts andauernder Gewalt des syrischen Staatsapparats gegen die Opposition wächst die Kritik an der Beobachtermission der Arabischen Liga. Ein einflussreiches Gremium der Liga verlangte den sofortigen Abbruch der Mission in Syrien. Wenn vor den Augen der Beobachter weiter Gewalttaten geschähen, werde man von Präsident Baschar al-Assad nur als Deckung missbraucht, erklärte das so genannte Arabische Parlament, ein Berater-Ausschuss mit 88 Liga-Delegierten. Seit dem Eintreffen der Mission vor knapp einer Woche habe es keine Besserung der Lage gegeben. In mehreren syrischen Städten hatten bereits zehntausende Menschen auch gegen die Delegation der Arabischen Liga demonstriert, weil sie das Blutvergießen nicht stoppen konnte. --- Für Empörung hatten auch Äußerungen des Delegationsleiters gesorgt, der nach einem Besuch in der Protesthochburg Homs berichtet hatte, ihm sei nichts Besorgniserregendes aufgefallen.

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Angesichts der anhaltenden Forderungen nach einer beschleunigten Machtübergabe an eine Zivilregierung hat die ägyptische Armee die mehrmonatigen Wahlen abgekürzt. Die Wahl der zweiten Parlamentskammer, der Schura, werde in zwei statt drei Phasen stattfinden und bereits am 22. Februar enden, statt wie geplant am 11. März, ließ der herrschende Oberste Militärrat in Kairo mitteilen. Zudem werde die Schura fast einen Monat früher als geplant zu ihrer ersten Sitzung zusammentreten. Beide Parlamentskammern könnten somit deutlich früher als geplant mit der Arbeit an einer neuen Verfassung beginnen. Welchen Einfluss die Abgeordneten wirklich auf den Gesetzgebungsprozess haben werden, gilt noch als unklar. --- Die auf mehrere Runden angelegten Abstimmungen hatten im November begonnen. Es zeichnet sich ein Sieg der Muslimbruderschaft ab.

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Israel und die Palästinenser nehmen in dieser Woche offenbar erstmals seit Zusammenbruch der Friedensverhandlungen im September 2010 wieder Gespräche auf. Die Chef-Unterhändler beider Seiten kämen am Dienstag zu einem Treffen mit dem Nahost-Quartett im Nachbarstaat Jordanien, bestätigten beide Seiten und die Gastgeber in Amman. Sprecher Israels und der Palästinenser legten jedoch Wert darauf, dass es dabei noch nicht wieder um formelle Verhandlungen gehe. Beobachter erwarteten, dass die Konfliktparteien zunächst ihre Haltungen zu Schlüsselthemen wie Sicherheit und künftige Grenzen zwischen Israel und dem Palästinenserstaat benennen. --- Der Friedensdialog steckt seit mehr als einem Jahr in der Sackgasse, nachdem sich Israel geweigert hatte, einen Baustopp für jüdische Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern.

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Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hat sich offen für neue Atomgespräche mit dem kommunistischen Norden gezeigt. Zugleich warnte er in einer im Fernsehen ausgestrahlten Rede, dass jegliche Provokation äußerst ernst genommen würde. Die koreanische Halbinsel befinde sich nun an einem "Wendepunkt" und stehe vor "großen Veränderungen", sagte Lee in Seoul. Demonstriere Nordkorea Aufrichtigkeit, könne eine neue Ära beginnen. - Die Rede des südkoreanischen Präsidenten erfolgte einen Tag nachdem Nordkorea in einer Neujahrs-Erklärung mitgeteilt hatte, dass es seine Streitkräfte stärken und den Sohn des jüngst verstorbenen Kim Jong Il "bis zum Tod" verteidigen werde.

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