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Nachrichten

01.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:30

Nachrichten von Dienstag, 1. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

Regierung berät über Bundeswehreinsatz im Syrien-Konflikt:

Das Bundeskabinett in Berlin berät in einer Sondersitzung über eine Unterstützung der französischen Militäreinsätze gegen die Terrormilliz "Islamischer Staat" in Syrien durch die Bundeswehr. Geplant sind unter anderem der Einsatz von Tornado-Aufklärungsflugzeugen und einer deutschen Fregatte zur Absicherung des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle" vor der Küste Syriens. Zudem will Deutschland Satellitenaufklärung und logistische Hilfe zur Verfügung stellen. Bis zu 1.200 Soldaten sollen entsandt werden. Die Zustimmung des Bundestages zu dem Anti-Terror-Einsatz gilt als sicher.

UN-Klima-Konferenz beginnt mit den Detailverhandlungen:

Nach dem symbolträchtigen Auftakt mit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs geht es bei der Pariser UN-Klimakonferenz nun an die eigentlichen Verhandlungen. Die Vertreter von 195 Ländern beraten über den Textentwurf für ein Klimaabkommen, das den Ausstoß von Treibhausgasen begrenzen und so die Erderwärmung eindämmen soll. Derzeit hat der Text einen Umfang von mehr als 50 Seiten, bei vielen Punkten gibt es noch völlig gegensätzliche Optionen. Bis Samstag sollen die Unterhändler den Text straffen und erste Kompromisslösungen finden. Über die dann noch strittigen Punkte verhandeln nächste Woche die Umweltminister.

Kaboré gewinnt in Burkina Faso Präsidentenwahl:

In Burkina Faso hat der ehemalige Ministerpräsident Roch Marc Christian Kaboré die Präsidentenwahl gewonnen. Wie die Wahlkommission mitteilte, erreichte Kaboré bereits im ersten Durchgang mit rund 53,5 Prozent die absolute Mehrheit. Damit setzte er sich gegen 13 Gegenkandidaten durch und löst Übergangspräsident Michel Kafando ab. Am Sonntag hatten in Burkina Faso die ersten Wahlen nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Blaise Compaoré stattgefunden. Compaoré war Ende Oktober 2014 nach 27 Jahren an der Macht durch einen Volksaufstand gestürzt worden, nachdem er angekündigt hatte, für eine weitere Amtszeit antreten zu wollen. Kaboré, von 1994 bis 1996 Ministerpräsident des Landes und langjähriger Weggefährte von Compaoré, war später in die Opposition gegangen.

Tausende Fabriken in China wegen Smog geschlossen:

In China werden wegen des dichten Smogs vorübergehend tausende Fabriken geschlossen. Die Behörden in Peking ordneten die Schließung von 2100 besonders stark umweltverschmutzenden Betrieben an, wie die Zeitung "China Daily" berichtete. Über der chinesischen Hauptstadt lag auch an diesem Dienstag eine dicke, graue Smog-Schicht. Dabei erreichten die Werte für den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5-Feinstaub bis zu 598 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass ein Grenzwert von durchschnittlich 25 Mikrogramm über den Tag verteilt nicht überschritten werden soll. In der Volksrepublik wird die zunehmende Umweltverschmutzung inzwischen für hunderttausende Todesfälle verantwortlich gemacht, etwa durch Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs. Die größten Luftverschmutzer sind Kohlekraftwerke, Industrieanlagen und der mit dem wachsenden Wohlstand rasant zunehmende Autoverkehr.

Brasilien: Milliardenklage gegen Konzerne nach Dammbruch:

Nach dem verheerenden Dammbruch in einer Eisenerzmine hat Brasilien die beiden Bergbaukonzerne BHP Billiton und Vale auf umgerechnet 4,9 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Das Geld soll für Säuberungs- und Wiederaufbau-Arbeiten nach der bislang schwersten Umweltkatastrophe in dem Land eingesetzt werden, wie aus der Klageschrift hervorgeht. Anfang November war der Damm eines Abwasser-Beckens der Erzgrube Germano gebrochen. Der austretende Klärschlamm begrub ein Bergdorf unter sich und verseuchte das Tal des Flusses Rio Doce bis zu seiner Mündung in den Atlantik. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Staatspräsidentin Dilma Rousseff nannte den Dammbruch die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Brasiliens.

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