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Nachrichten

01.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat in Birma Gespräche mit der neuen Führung des südostasiatischen Landes aufgenommen. Zunächst traf sie mit Präsident Thein Sein und Außenminister Wunna Maung Lwin zusammen. Dabei lobte Clinton die jüngsten Reformbemühungen als ermutigende Schritte. Nach fast fünf Jahrzehnten Militärdiktatur hat Birma seit März wieder eine zivile Regierung. Diese ließ bislang mehr als 300 politische Gefangene frei und begann einen Dialog mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Auch mit ihr wird Clinton noch zusammentreffen. Wie aus US-Regierungskreisen verlautete, will die Ministerin Birma zudem auffordern, ein Abkommen mit der Internationalen Atomenergiebehörde zu unterzeichnen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Spekulationen, das Land arbeite an einem geheimen Atomprogramm. Die USA und andere westliche Staaten vermuten sogar, dass Nordkorea beim Bau ballistischer Raketen Unterstützung leistet.

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In Belgien soll der Sozialist Elio Di Rupo neuer Ministerpräsident werden und eine Regierung aus Sozialisten, Christdemokraten und Liberalen anführen. Darauf hätten sich die Parteien in Flandern und der Wallonie im Grundsatz geeinigt, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Demnach ist die Besetzung des Kabinetts noch offen, es soll aber höchstens 15 Minister umfassen. Über den Text der Grundsatzeinigung soll an diesem Donnerstag noch einmal beraten werden. Di Rupo wäre seit 1974 der erste Politiker aus dem Französisch sprechenden Süden Belgiens an der Spitze der Brüsseler Regierung. Sollte der 60-Jährige den flämischen Christdemokraten Yves Leterme ablösen, wäre damit eine rund 20 Monate dauernde Suche nach einer neuen Regierung in dem hochverschuldeten Land beendet. Seit April 2010 ist in Belgien nur noch eine geschäftsführende Regierung im Amt.

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Die konzertierte Aktion der weltweit wichtigsten Notenbanken, den Finanzmärkten mehr Geld zur Verfügung zu stellen, hat auch in Asien zu kräftigen Aufschlägen geführt. An der Leitbörse in Tokio stieg der Nikkei-Index bis zur Handelsmitte um mehr als zwei Prozent auf 8612 Punkte. Auch in China zogen die Aktienkurse so deutlich an wie seit Wochen nicht mehr. Der Shanghai Composite Index, der die größeren Märkte des Riesenreichs abdeckt, legte um gut zwei Prozent zu. Der Hang Seng Index in Hongkong kletterte sogar um über fünf Prozent. Die Europäische Zentralbank und die Notenbanken der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens und der Schweiz hatten am Mittwoch beschlossen, die Banken stärker mit Dollars zu versorgen. Auf diese Weise sollen die Spannungen an den Märkten reduziert und damit auch die Realwirtschaft unterstützt werden. Zudem senkte die Notenbank Chinas erstmals seit drei Jahren den Satz für die Mindestreserve, die die Geschäftsbanken bei ihr hinterlegen müssen. Auch das stützte die Märkte.

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Aus Protest gegen Massenentlassungen infolge der harten Sparbeschlüsse wird an diesem Donnerstag in Griechenland wieder gestreikt. Vor allem im öffentlichen Nahverkehr und im Fährverkehr soll es zu erheblichen Behinderungen kommen. Ministerien und staatliche Unternehmen sowie Schulen sollen ebenfalls für 24 Stunden bestreikt werden. Ärzte wollen in staatlichen Krankenhäusern nur Notfälle behandeln. In Athen und anderen Städten des Landes sind Demonstrationen geplant. Zu dem Streik haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände aufgerufen. Rund 30.000 Staatsbedienstete sollen in den nächsten Monaten entlassen werden.

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Das italienische Abgeordnetenhaus hat in erster Lesung mit großer Mehrheit eine Schuldenbremse beschlossen. Die Schuldenbremse soll dafür sorgen, dass der Staatshaushalt ab 2014 ausgeglichen ist. Die Regel zur Schuldenbremse darf nur mit einer absoluten Mehrheit gebrochen werden - und auch nur im Falle einer schweren Wirtschaftskrise. In diesem Falle muss ein genauer Zeitplan für die Rückkehr zu einem ausgeglichenen Haushalt beschlossen werden. Bereits bislang gilt die Verpflichtung der Regierung, das Haushaltsdefizit bis 2013 abzubauen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordwesthälfte teils heftiger Regen. Nach Südosten und Osten hin, sowie in Alpennähe freundlich und meist trocken. Die Höchstwerte liegen bei fünf bis 13 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag nur in Bayern noch heiter. In den übrigen Gebieten verbreitet Regen. Es bleibt mild mit Maximaltemperaturen von sechs bis 13 Grad.

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