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Langsam gesprochene Nachrichten

01.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:12

Nachrichten von Dienstag, 1. November 2016 – langsam gesprochen als MP3

Neue Wikileaks-Enthüllungen sorgen im Clinton-Lager für Unmut :

Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den USA belasten neue Enthüllungen den Wahlkampf von Hillary Clinton: Die Plattform Wikileaks veröffentlichte vertrauliche E-Mails von Parteistrategen, die den Verdacht nahelegen, dass Clinton bei TV-Debatten im Vorwahlkampf über anstehende Fragen vorab informiert worden war. Nach Bekanntwerden der neuen gehackten E-Mails trennte sich der Sender CNN umgehend von der prominenten Politikanalystin Donna Brazile, die Fragen an Clintons Team weitergeleitet haben soll. CNN hatte TV-Debatten ausgestrahlt, in denen sich Clinton und ihr damaliger parteiinterner Gegner Bernie Sanders gegenüberstanden. Clintons Gegenkandidat, der Republikaner Donald Trump, hatte im Wahlkampf immer wieder den Vorwurf erhoben, die Demokratin sei vorab über Fragen in TV-Shows informiert worden.

 

Washington geißelt "Cumhuriyet"-Festnahmen:

Die USA haben das Vorgehen der Türkei gegen die Oppositionszeitung "Cumhuriyet" scharf kritisiert. Die Regierung in Washington sei "zutiefst besorgt über das offensichtliche Steigen des staatlichen Drucks auf Oppositionsmedien in der Türkei", sagte Außenamtssprecher John Kirby in Washington. Er rief die Türkei auf, "Rechtstaatlichkeit und Grundrechte zu schützen". Demokratien würden stärker, wenn sie die Äußerung unterschiedlicher Standpunkte zuließen, insbesondere in schwierigen Zeiten. Der Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere "Cumhuriyet"-Mitarbeiter waren am Montag verhaftet worden. Ihnen wird Unterstützung des Gülen-Netzwerks und militanter kurdischer Gruppen vorgeworfen. Seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli wurden etwa 170 Zeitungen, Magazine, Nachrichtenagenturen und TV-Stationen geschlossen. Zehntausende Menschen wurden zudem verhaftet oder aus dem Staatsdienst entlassen.

 

Polizei in Pakistan unterdrückt Massendemonstration mit massiver Gewalt:

Pakistanische Sicherheitskräfte haben sich eine Schlacht mit rund 4000 Oppositionsanhängern geliefert, um eine massive Demonstration in der Hauptstadt Islamabad zu verhindern. Bei den Kämpfen an einer Autobahn wurden in der Nacht nach Angaben des größten Krankenhauses der Region mehr als 20 Menschen verletzt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief die Regierung auf, die verhafteten Aktivsten freizulassen. Der Oppositionspolitiker und ehemalige Cricket-Star Imran Khan will am Mittwoch Hunderttausende Anhänger in die Hauptstadt bringen, um gegen die Regierung von Ministerpräsident Nawaz Sharif zu protestieren. Khan wirft Sharif Korruption und Amtsmissbrauch vor. - Seit zwei Tagen versuchen Sicherheitskräfte, die Demonstranten auf ihrem Weg nach Islamabad mit aufgestapelten Containern, Zementbarrieren und Erdhaufen aufzuhalten.

 

Gabriel zu Gesprächen in China eingetroffen:

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist zu einem Besuch in China eingetroffen. In der Hauptstadt Peking will er Gespräche mit Regierungsvertretern führen. Ziel der viertägigen Reise ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen und für einen fairen Wettbewerb zu werben. Deutschland ist der größte Handelspartner Chinas in Europa. Deutsche Unternehmen haben in dem Land jedoch mit Hindernissen zu kämpfen. Sie beklagen etwa bürokratische Hürden und mangelnde Rechtssicherheit. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief Gabriel auf, sich gegen Behördenwillkür in dem Land einzusetzen. Seitdem Präsident und Parteichef Xi Jinping an der Macht sei, beobachte Amnesty vermehrt Übergriffe auf die Zivilgesellschaft, sagte ein Sprecher.

 

Kanada will 2017 rund 300.000 Zuwanderer aufnehmen:

Kanada will auch künftig seine Türen für Einwanderer offen halten: Im kommenden Jahr werde das Land 300.000 Migranten aufnehmen, kündigte Immigrationsminister John McCallum in Ottawa an. Dies entspreche der für dieses Jahr erwarteten Zahl. Allerdings solle sich die Zusammensetzung ändern: 2017 sollen nach Angaben des Ministers mehr Migranten aufgenommen werden, die aus wirtschaftlichen Gründen kommen, und dafür weniger Flüchtlinge, die in erster Linie Schutz vor Krieg suchen. Die Zuwanderung spiele "eine wichtige Rolle beim Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt" und wirke der Überalterung der Gesellschaft entgegen, begründete McCallum die Entscheidung. Die Zahl von 300.000 Zuwanderern pro Jahr solle auch in den kommenden Jahren die Orientierungsgröße bleiben, ergänzte der Minister.  

 

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