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Nachrichten

01.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Griechenland soll in einer Volksabstimmung über das neue Hilfspaket der Europäischen Union und die Sparpläne der Athener Regierung entschieden werden. Ministerpräsident Giorgos Papandreou kündigte überraschend für Anfang nächsten Jahres ein Referendum an. Das Ergebnis solle bindend sein, sagte Papandreou. Außerdem will sich der Vorsitzende der regierenden sozialistischen PASOK-Partei am Freitag im Parlament der Vertrauensfrage stellen, um sich die Unterstützung der Abgeordneten für die verbleibende Regierungszeit bis 2013 zu sichern. Erst in der vergangenen Woche hatten die Staats- und Regierungschefs der 17 Eurostaaten nach zähem Ringen ein neues Sparpaket beschlossen, das auch einen Schuldenschnitt von 50 Prozent beinhaltet, um eine Pleite Griechenlands zu verhindern. Nach jüngsten Umfragen lehnen fast 60 Prozent der Griechen Papandreous Sparpolitik und die Beschlüsse des Brüsseler Gipfels ab.

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Die Opposition im eigenen Land und auch das europäische Ausland hat der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou mit seinem Vorstoß überrumpelt. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums teilte in Berlin mit, es handele sich um eine innenpolitische Entwicklung in Griechenland, über die der Bundesregierung noch keine offiziellen Informationen vorlägen. Weiter hieß es, die Euro-Zone habe in der vergangenen Woche klare Erwartungen formuliert. Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, damit das zweite Hilfspaket für Griechenland bis Ende des Jahres stehen könne. Die griechischen Oppositionsparteien warfen der Regierung vor, mit der Volksabstimmung nur ihre Macht retten zu wollen. Mehrere Abgeordnete bezweifeln zudem, dass das Vorhaben Papandreous überhaupt zulässig ist.

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Nach der Aufnahme der Palästinenser als Vollmitglied in die UNESCO haben die USA ihre Zahlungen an die UN-Kulturorganisation gestoppt. Der November-Beitrag von 60 Millionen Dollar (umgerechnet 43 Millionen Euro) werde nicht überwiesen, teilte eine Sprecherin des Außenministeriums mit. Die USA steuern zum Haushalt derzeit 22 Prozent bei und sind damit der mit Abstand größte Geldgeber vor Japan und Deutschland. Die US-Regierung kritisiert die Aufnahme Palästinas als verfrüht und "kontraproduktiv".

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Der Italiener Mario Draghi führt von diesem Dienstag an die Europäische Zentralbank -EZB-. Der 64 Jahre alte Ökonomieprofessor übernimmt das Amt von dem Franzosen Jean-Claude Trichet, der nach acht Jahren an der Spitze der EZB turnusgemäß aus dem Amt scheidet. Draghi sitzt bereits seit vielen Jahren im EZB-Rat und hat in dieser Funktion mit über die Geldpolitik für die 17 Euro-Länder entschieden. Seine Aufgabe als oberster europäischer Währungshüter wird vor allem sein, den Umgang der EZB mit verschuldeten europäischen Staaten zu klären. Eine zentrale Frage ist, ob die EZB weiter in großem Stil Anleihen europäischer Schuldenstaaten ankauft.

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Zum ersten Mal ist ein chinesisches Raumschiff mit einem deutschen Forschungsgerät an Bord in den Weltraum gestartet. Damit wird eine neue wissenschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und China eingeläutet. Das unbemannte Raumschiff "Shenzhou 8" bringt eine Apparatur ins All, die mit insgesamt 17 biomedizinischen Experimenten die Auswirkung der Schwerelosigkeit erforschen soll.

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Die Wirtschaft wehrt sich gegen Pläne der CDU, einen branchenübergreifenden Mindestlohn festzusetzen. Regelungen der Tarifpartner müssten weiterhin Vorrang gegenüber einer staatlichen Lohnfestsetzung haben, sagte Handwerks-Präsident Otto Kentzler der "Rheinischen Post". Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt bekräftigte, ein allgemeiner Mindestlohn sei nicht nötig und gehe auch zu Lasten von Geringqualifizierten und Arbeitslosen. Eine noch unveröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums bestätigt dies allerdings nicht. In acht Branchen, in denen Mindestlöhne bereits gezahlt werden, sanken die Beschäftigtenzahlen nicht. ***

Die katholische Kirche begeht am heutigen Dienstag das Fest Allerheiligen. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Verstorbenen. In Deutschland ist das Fest in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland gesetzlicher Feiertag. Die Tradition geht zurück bis in das neunte Jahrhundert.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung oft längere Zeit sonnig und trocken. Im Westen im Tagesverlauf wolkiger und zwischen Niederrhein und Ems Regen möglich. Es bleibt sehr mild mit Tagestemperaturen zwischen zwölf und 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch im Nordwesten zeitweise stark bewölkt. Sonst einige Aufheiterungen. Im Osten längere Zeit Sonnenschein. Maximalwerte elf bis 20 Grad.

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