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Nachrichten

01.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In der Kaukasusrepublik Georgien wird ein neues Parlament gewählt. Rund 3,6 Millionen Bürger sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Erwartet wird ein knappes Rennen zwischen der "Vereinten Nationalen Bewegung" von Präsident Michail Saakaschwili und dem Oppositionsbündnis "Georgischer Traum" des Milliardärs Bidsina Iwanischwili. Auftrieb erhielt die Opposition im Wahlkampf durch einen Folterskandal in Gefängnissen der ehemaligen Sowjetrepublik, der landesweite Proteste gegen die Regierung zur Folge hatte. - Die Wahl gilt wegen einer Verfassungsänderung als die bedeutendste Abstimmung in Georgien seit der sogenannten Rosenrevolution 2003. Mit dem Ende der Amtszeit Saakaschwilis 2013 werden die Befugnisse des Präsidenten reduziert, das Parlament und der von ihm gewählte Regierungschef erhalten mehr Macht.

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In Russland entscheidet die Justiz an diesem Montag über die Berufung der drei inhaftierten Mitglieder der Punkband Pussy Riot gegen ihre zweijährige Haftstrafe. Die Frauen waren im August wegen einer Protestaktion in einer Kirche in Moskau gegen Kremlchef Wladimir Putin verurteilt worden. Der Fall hatte international Empörung ausgelöst. Die russisch-orthodoxe Kirche forderte die Musikerinnen auf, für ihr "Punkgebet" Reue zu zeigen. Dies werde das Berufungsgericht nicht unberücksichtigt lassen.

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Bei einem Anschlag in der Stadt Chost im Osten Afghanistans sind drei Soldaten und ein ziviler Mitarbeiter der Internationalen Schutztruppe Isaf getötet worden. Die Nato-geführte Isaf machte wie üblich keine Angaben zur Nationalität der Opfer. Die Polizei teilte mit, bei dem Anschlag seien auch mehrere afghanische Zivilisten getötet oder verletzt worden. Ein Selbstmordattentäter habe einen Isaf-Konvoi in der Provinzhauptstadt angegriffen.

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In Japan hat der unter schwachen Umfragewerten leidende Regierungschef Yoshihiko Noda sein Kabinett umgebildet. Zur neuen Bildungsministerin berief Noda die für ihre guten Kontakte zu China bekannte Politikerin Makiko Tanaka. Beobachter sehen darin ein Signal, dass Noda das wegen des Inselstreits schwer belastete Verhältnis zu China wieder verbessern will.

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bleibt Vorsitzender der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP). Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu wurde Erdogan mit großer Mehrheit für weitere drei Jahre wiedergewählt. Bei dem AKP-Parteitag in Ankara gab es keinen Gegenkandidaten. Der Regierungschef hatte zuvor seine islamisch-konservative Partei auf einen Machterhalt durch wirtschaftlichen Erfolg eingeschworen. Erdogan versicherte zudem, er sei entschlossen, den Konflikt mit der kurdischen Volksgruppe in der Türkei zu lösen und dem Land eine neue Verfassung zu geben. An dem Parteitag nahmen zahlreiche ausländische Gäste teil, darunter der ägyptische Präsident Mohammed Mursi und der Chef der palästinensischen Hamas-Bewegung, Chaled Maschaal.

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Ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl ruft die SPD an diesem Montag offiziell ihren Kanzlerkandidaten aus. Auf Vorschlag von Parteichef Sigmar Gabriel soll der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Sozialdemokraten gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den Wahlkampf führen. Es gilt als sicher, dass der SPD-Vorstand in Berlin den 65-Jährigen nominieren wird. Gewählt wird er von einem Sonderparteitag am 9. Dezember in Hannover. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Gabriel selbst hatten auf eine Kandidatur verzichtet und damit den Weg für Steinbrück freigemacht. Unterdessen hat die FDP Spekulationen über ein mögliches Bündnis aus SPD, Grünen und FDP nach der Bundestagswahl 2013 eine Absage erteilt. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte, nur weil die Sozialdemokraten jetzt einen konservativ anmutenden Kanzlerkandidaten hätten, erhöhe sich die inhaltliche Nähe nicht.

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Bei einem Verkehrsunfall in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking sind fünf deutsche Touristen ums Leben gekommen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, stieß der Bus mit den Urlaubern auf einer Schnellstraße mit einem Lastwagen zusammen und ging in Flammen auf. Insgesamt seien sechs Menschen getötet worden,14 weitere hätten Verletzungen erlitten. Wieviele Passagiere insgesamt in dem Bus waren, ist noch nicht bekannt. Zur Identität der Unfallopfer liegen keine Angaben vor.

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