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Nachrichten

01.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Deutschland ist nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nicht bereit, den Euro-Rettungsschirm über die in dieser Woche vom Bundestag beschlossene Aufstockung hinaus zu erweitern. Deutschland übernehme maximal 211 Milliarden Euro an Garantien, versicherte Schäuble. Hinzu kommen könnten lediglich Zinsen. Beim so genannten Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM, der den derzeitigen Rettungsschirm spätestens 2013 ersetzen soll, wird die Belastung für Deutschland nach Angaben Schäubles geringer. Dann werde die Bundesrepublik noch für maximal 190 Milliarden Euro einstehen - inklusive aller Zinsen. Die Haftung für Deutschland sei klar umrissen und begrenzt, sagte Schäuble.

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China hat die europäischen Länder aufgefordert, im Kampf gegen die Schuldenkrise entschlossener zu handeln. Andernfalls müssten vermutlich einige Länder aus der Euro-Zone ausscheiden, heißt es in einem Leitartikel des Zentralorgans der Kommunistischen Partei, "Renmin Ribao". Die Volksrepublik hält weltweit die größten ausländischen Währungsreserven. Experten gehen davon aus, dass rund ein Viertel dieser Reserven in Euro angelegt ist.

 

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Die Prüfer von EU-Kommission, EZB und IWF sind einem Zeitungsbericht zufolge unzufrieden mit den Plänen der griechischen Regierung für den Personalabbau im öffentlichen Dienst. Die Zeitung "Ta Nea" berichtete, die Vertreter der sogenannten Troika seien besorgt, dass nur ältere Staatsbedienstete, die kurz vor der Pensionierung stünden in die angekündigte "Personalreserve" geschickt würden. Das wäre aber nur ein Frühpensionierungsprogramm, das kaum Geld spare. Zudem gebe es in der Troika die Befürchtung, dass viele der laut Verfassung unkündbaren Staatsbediensteten vor Gericht ziehen und dort ihre Wiedereinstellung erstreiten könnten. Die Verkleinerung des überdimensionierten öffentlichen Dienstes in Griechenland ist eine der Bedingungen, die die EU, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds an die Auszahlung der nächsten Hilfstranche von acht Milliarden Euro geknüpft haben. Derzeit sind Vertreter der Troika in Athen. - Unterdessen forderte der slowakische Finanzministers Ivan Miklos die Euro-Zone dazu auf, nicht die Möglichkeit einer griechischen Staatspleite auszuschließen. Die Euroländer müssten auch auf eine "geordnete Insolvenz" des Landes vorbereitet sein, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, sagte Miklos der tschechischen Tageszeitung "Lidove Noviny".

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Die US-Börsenaufsicht hat in der Arbeit der Ratingagenturen des Landes schwere Mängel beanstandet. In ihrem ersten jährlichen Bericht schreibt die Behörde, die zehn größten Agenturen würden mögliche Interessenkonflikte ihrer Mitarbeiter zu lasch kontrollieren. In einigen Fällen würden sogar selbst aufgestellte Regeln missachtet. Die Aufseher werfen den Agenturen ferner vor, bei Veröffentlichungen nicht zeitgerecht und präzise zu arbeiten. Zu den untersuchten Agenturen gehören auch die drei größten: Standard & Poor's, Moody's und Fitch. Allerdings wurden die Vorwürfe nicht einzelnen Agenturen zugeordnet. - Bewertungen von Ratingagenturen sollen helfen, das Risiko einer Investition einzuschätzen. In der Finanzkrise stellte sich aber heraus, dass einige Agenturen hochriskante Finanzprodukte zu positiv bewertet hatten.

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Syrische Truppen haben mit rund 250 Panzern und anderen Fahrzeugen die seit Tagen umkämpfte Stadt Rastan gestürmt. Nach Angaben von oppositionellen Aktivisten ist Rastan durch den Beschuss fast vollständig zerstört. Rund 2000 desertierte Soldaten würden sich dort aufhalten, zehn seien bereits getötet worden. Vereinzelt gebe es noch Gefechte. In den vergangenen Tagen häuften sich Berichte über eine steigende Zahl von fahnenflüchtigen Soldaten und Offizieren der syrischen Armee. Sie weigerten sich demnach, den Anordnungen der Armeeführung Folge zu leisten und auf das eigene Volk zu schießen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, kein Regen. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 27 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Sonntag und am Montag bleibt es freundlich bei sommerlichen Temperaturen.

 

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