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Nachrichten

01.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:18

Nachrichten von Montag, 1. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Deutschland liefert Waffen an die Kurden im Nordirak :

Deutschland wird den Kurden im Nordirak Waffen liefern. Das gaben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Sonntagabend in Berlin bekannt. Die Peschmerga-Kämpfer sollen Panzerabwehrraketen des Typs Milan und Panzerfäuste erhalten, um sie im Kampf gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Außerdem will die Bundesregierung den Kurden Handgranaten, Maschinen- und Sturmgewehre samt Munition schicken. Die Waffenlieferung reiche aus, um 4000 Soldaten auszustatten, sagte Verteidigungsministerin von der Leyen. Am Montag gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema eine Regierungserklärung ab. Anschließend stimmt der Bundestag über die Waffenlieferungen ab. Erwartet wird eine klare Mehrheit. Die Abstimmung hat aber nur symbolische Bedeutung - ein echtes Mitspracherecht hat der Bundestag in diesem Fall nicht.

CDU gewinnt Landtagswahl in Sachsen:

Nach der Landtagswahl in Sachsen muss sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich einen neuen Koalitionspartner suchen. Zwar wurde seine CDU erneut mit weitem Abstand stärkste Partei. Die FDP erlebte aber ein weiteres Debakel und flog aus dem Landtag. Tillich hat nun rechnerisch die Wahl zwischen SPD, AfD und Grünen. Ein Bündnis mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) schloss er allerdings aus. In Dresden und Berlin beraten die Parteigremien an diesem Montag über den Wahlausgang und die Konsequenzen.

Polen gedenkt des Beginns des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren:

Polen erinnert an diesem Montag an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen das Nachbarland. Auf der Gedenkfeier hat der polnische Regierungschef Donald Tusk eine Stärkung der NATO gefordert. Die Europäer müssten aus dem tragischen polnischen September und den Jahren des Zweiten Weltkriegs eine Lehre ziehen, die kein naiver Optimismus sein dürfe, sagte der künftige Präsident des EU-Rates auf der Westerplatte bei Danzig (Gdansk). Mit Blick auf die Tragödie in der Ukraine dürfe sich der September 1939 nicht wiederholen. Heute sei noch Zeit, denen Einhalt zu gebieten, für die Gewalt zum Arsenal ihres Handelns gehörten, sagte Tusk. Ebenfalls auf der Westerplatte nehmen am Nachmittag Bundespräsident Joachim Gauck und sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski an der Zentralen Gedenkfeier am 75. Jahrestag des Kriegsbeginns teil.

Steinmeier warnt vor Annexion einer "Landbrücke" zur Krim :

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, dass Russland im Südosten der Ukraine eine Landverbindung zur Krim annektieren könnte. Das scheine nicht ausgeschlossen, weil die schon völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel für Russland nur aus der Luft oder über das Meer zu erreichen sei, sagte Steinmeier der "Märkischen Allgemeinen". In den vergangenen Tagen habe sich die Lage noch einmal extrem verschärft. Es drohe eine "unmittelbare militärische Konfrontation zwischen der Ukraine und Russland".

Schwere Ausschreitungen in Pakistan:

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben sich Regierungsgegner und die Polizei schwere Zusammenstöße geliefert. Die Demonstranten rückten auf die Residenz von Ministerpräsident Nawaz Sharif vor. Die Polizei setzte Tränengas ein. Zudem stürmten die Demonstranten den Sitz des Staatsfernsehens, wurden aber von Sicherheitskräften zurückgedrängt. Die Übertragung war zeitweise unterbrochen. Die Proteste waren im August ausgebrochen. Am Samstag waren bei Ausschreitungen mindestens drei Menschen getötet worden. Anführer der Demonstranten sind der ehemalige Kricket-Star Imran Khan und der Kleriker Tahir ul-Qadri. Sie werfen Sharif vor, im vergangenen Jahr beim ersten demokratischen Machtwechsel Pakistans nur durch Wahlfälschung gesiegt zu haben und fordern seinen Rücktritt. Dies hat Sharif jedoch abgelehnt.

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