1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

01.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Bei zwei Selbstmordanschlägen vor einem NATO-Stützpunkt im Osten Afghanistans sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Opfer sind zehn Zivilisten und zwei Polizisten. Ein Attentäter hatte sich laut Polizei nahe dem Tor des Stützpunkts in Sajedabad in die Luft gesprengt und damit den Weg für den zweiten Attentäter freigemacht, der einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen steuerte. Mehr als 40 Menschen wurden durch die beiden Explosionen in der Provinz Wardak verletzt. Ein vor dem Stützpunkt liegender Markt wurde zerstört. Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban bekannte sich zu dem Anschlag.

***

Deutschland hat offiziell für einen Monat den Vorsitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York übernommen. Nach Angaben von Außenminister Guido Westerwelle will sich die Bundesregierung in dieser Zeit um eine weitere Isolierung des Assad-Regimes in Syrien bemühen. Weitere Schwerpunkte sind die Lage in Afghanistan und der Atomstreit mit dem Iran. Zudem will Berlin den Schutz von Kindern in Kriegen verbessern und den Klimaschutz zum Thema machen. Die Vertreter Deutschlands im mächtigsten UN-Gremium werden in den kommenden vier Wochen die Sitzungen leiten und auch die Tagesordnung bestimmen. Deutschland gehört seit Anfang 2011 für zwei Jahre als nichtständiges Mitglied dem UN-Sicherheitsrat an und hatte bereits im Juli 2011 den Gremiumsvorsitz für einen Monat inne.

***

Zur Sanierung der maroden spanischen Banken hat die Regierung in Madrid die Gründung einer sogenannten Bad Bank beschlossen. Das Institut solle ab Ende November oder Anfang Dezember starten und für zehn bis 15 Jahre Bestand haben, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Die Gründung einer Bad Bank, die Schrottpapiere aus dem maroden Bankensektor aufnehmen soll, ist eine zentrale Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Es ist bereits die dritte Bankenreform, die die Regierung seit ihrem Antritt vor acht Monaten beschlossen hat.

***

Bei den Wahlen in Angola hat es nach Ansicht der Opposition Unregelmäßigkeiten gegeben. Tausenden Wahlbeobachtern seiner Partei sei der Zutritt zu Wahllokalen verweigert worden, sagte der Vorsitzende der größten Oppositionspartei UNITA, Isaias Samakuva, in der Hauptstadt Luanda. Viele Wähler hätten nicht gewusst, in welchem Wahllokal sie ihre Stimme abgeben können. Zahlreiche Stimmbüros seien erst mit Verspätung geöffnet worden. Bei den dritten Wahlen seit der Unabhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht Portugal im Jahr 1975 waren knapp zehn Millionen Angolaner aufgerufen, ein neues Parlament zu bestimmen. Als Favorit gilt der 70-jährige Amtsinhaber José Eduardo dos Santos, der seit 33 Jahren an der Macht in dem erdölreichen Land ist. Vorläufige Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Um das offizielle Endergebnis zu präsentieren, hat die Wahlkommission maximal 15 Tage Zeit.

***

FDP-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will den Ankauf und die Auswertung von CDs mit Daten von Steuersündern durch ein Gesetz künftig verhindern. In Interviews unterstützte sie eine entsprechende Initiative ihres hessischen Kollegen Jörg-Uwe Hahn. Zugleich kritisierte sie die Blockadehaltung der SPD-geführten Länder im Bundesrat gegen das Steuerabkommen mit der Schweiz als populistisch. Schleswig-Holsteins SPD-Regierungschef Torsten Albig warb dagegen mit Nachdruck für den Kauf möglichst vieler Steuerdaten-CDs. Ansonsten werde der Eindruck erweckt, es sei legitim, den "Steuerstaat zu beklauen". Das rot-grün regierte Nordrhein-Westfalen hatte in der Vergangenheit wiederholt CDs mit Daten von Steuersündern gekauft, die ihr Geld in der Schweiz versteckt halten.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema