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Nachrichten

01.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Als erster westlicher Außenminister seit dem Machtwechsel in Ägypten führt der deutsche Ressortchef Guido Westerwelle Gespräche mit der neuen Führung in Kairo. Nach seiner Ankunft in der ägyptischen Hauptstadt forderte Westerwelle die Konfliktparteien auf, eine Lösung des Ausgleichs und des Dialogs zu suchen. Er wolle auf beiden Seiten die gemäßigten und gesprächsbereiten Kräfte unterstützen, sagte der deutsche Außenminister. Den Wunsch Westerwelles, auch den vom Militär abgesetzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi zu treffen, lehnten die neuen Machthaber ab.

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Im Streit über den mutmaßlichen Einsatz chemischer Waffen im Bürgerkrieg in Syrien kommt die Regierung in Damaskus den Vereinten Nationen entgegen. UN-Inspekteure könnten drei Orte besuchen, in denen chemische Kampfstoffe eingesetzt worden sein sollen, teilten die UN nach Verhandungen in Damaskus mit. Sowohl das Regime von Präsident Baschar al-Assad als auch die Rebellen bestreiten den Einsatz von Giftgas. Den UN liegen aber 13 Berichte über den Einsatz chemischer Waffen vor. Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 sind nach UN-Angaben mehr als 100.000 Menschen getötet worden.

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Die US-Regierung hat drei vertrauliche Dokumente über die Spähprogramme des Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Die freigegebenen Unterlagen enthalten Details über die Sammlung von Telefondaten von Millionen US-Bürgern. Die Dokumente seien im öffentlichen Interesse und mit dem Ziel größerer Transparenz freigegeben worden, teilte der Nationale Geheimdienstkoordinator James Clapper mit. Unterdessen veröffentlichte die britische Zeitung "Guardian" neue Dokumente des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, der die Spähprogramme enthüllt hatte. Danach kann der Geheimdienst mit dem Spähprogramm "XKeyscore" praktisch alles beobachten, was ein gewöhnlicher Nutzer im Internet tut.

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Die Präsidenten- und Parlamentswahlen im afrikanischen Krisenland Simbabwe sind überraschend friedlich verlaufen. Die Partei MDC von Ministerpräsident Morgan Tsvangirai klagte allerdings über die Einschüchterung von Wählern in manchen Bezirken. Der 89 Jahre alte Staatschef Robert Mugabe, der seit 33 Jahren an der Macht ist, betonte, dass er eine Wahlniederlage akzeptieren würde. Das Ergebnis der Wahlen wird noch vor dem Wochenende erwartet. Sollte keiner der fünf Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit erzielen, gibt es am 11. September eine Stichwahl.

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Trotz Anzeichen für eine Erholung der US-Wirtschaft setzt die Notenbank Fed ihre lockere Geldpolitik fort. Die Federal Reserve kauft auch weiterhin monatlich im Umfang von insgesamt 85 Milliarden Dollar langfristige Staatsanleihen und Immobilienpapiere, wie schon seit September vergangenen Jahres. Der Leitzins bleibt auf dem historischen Tiefstand zwischen 0 und 0,25 Prozent. Erst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent gefallen ist und sich "substanziell" verbessert hat, will sich die Fed von der expansiven Geldpolitik abwenden. Das hatte Fed-Chef Ben Bernanke jüngst erklärt. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote in den USA bei 7,6 Prozent.

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Von heute an haben Eltern von ein- und zweijährigen Kindern in Deutschland einen rechtlichen Anspruch auf einen Krippenplatz. Gleichzeitig wird das Betreuungsgeld für Eltern eingeführt, die ihre Kleinkinder zu Hause behalten. Nach Aussagen von Familienministerin Kristina Schröder stehen bundesweit mehr als 800.000 Plätze in Krippen, Kitas und bei Tagesmüttern zur Verfügung. Sie gehe davon aus, dass der Bedarf damit weitestgehend gedeckt sei, so die CDU-Politikerin. Das besonders von der CSU geforderte Betreuungsgeld beträgt zunächst pro Kind 100 Euro monatlich, ab dem 1. August 2014 gibt es dann 150 Euro - steuerfrei für Familien.

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Vertreter von Politik und Wirtschaft haben den verstorbenen Firmenpatriarchen von Thyssen-Krupp und Chef der einflussreichen Krupp-Stiftung, Berthold Beitz, gewürdigt. Bundespräsident Joachim Gauck nannte Beitz eine deutsche Symbolfigur für sozial verantwortliches Unternehmertum. Der Bundesverband der Industrie erklärte, Beitz stehe wie kaum eine andere Persönlichkeit für die Erfolgsgeschichte der deutschen Industrie nach dem Zweiten Weltkrieg. Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnerte an das mutige und beispielhafte Eintreten von Beitz für jüdische Arbeiter während des Zweiten Weltkriegs. Beitz war am Dienstag im Alter von 99 Jahren gestorben. Während des Krieges rettete er in der Ukraine Hunderte verfolgter Juden vor der SS.

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