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Nachrichten

01.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.


In dem seit Monaten erbittert geführten Streit über den US-Haushalt haben Republikaner und Demokraten kurz vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit einen Kompromiss erreicht. US-Präsident Barack Obama erklärte, er habe sich mit den Verhandlungsführern beider Parteien darauf verständigt, den Kreditrahmen zu erhöhen und einen Plan für einen langfristigen Abbau von Krediten auszuarbeiten. Die Schuldenobergrenze der USA soll bis ins Jahr 2013 hinein angehoben werden, ohne dass es neue Verhandlungen mit dem Kongress geben muss. Begleitet werden soll dies von Ausgabenkürzungen von knapp drei Billionen Dollar, verteilt über zehn Jahre. Noch an diesem Montag sollen die Parlamentarier im demokratisch geführten Senat und in dem von den Republikanern dominierten Abgeordnetenhaus darüber abstimmen, um negative Auswirkungen auf die Wirtschaft zu vermeiden. - Ohne eine Erhöhung der Schuldenobergrenze wären die USA am 2. August zahlungsunfähig.

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Die internationale Gemeinschaft hat ein Ende der Gewalt in Syrien gefordert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte in New York, er sei zutiefst besorgt über Berichte von vielen Toten und Verletzten. Deutschland beantragte eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur Lage in Syrien. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nannte den wahllosen Beschuss der syrischen Zivilbevölkerung durch die Armee völlig inakzeptabel. US-Präsident Barack Obama kündigte an, er werde sich dafür einsetzen, das Regime von Präsident Baschar al-Assad international zu isolieren. Die Lage in Syrien hatte sich am Sonntag dramatisch zugespitzt, als die Armee mit Panzern die Protesthochburg Hama stürmte. Landesweit kamen bei den jüngsten Angriffen von Assads Einsatzkräften auf die eigene Bevölkerung nach Angaben von Menschenrechtlern fast 140 Menschen ums Leben.

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Für Muslime weltweit beginnt an diesem Montag der Fastenmonat Ramadan. Gläubige Muslime dürfen während dieser Zeit zwischen Sonnenaufgang und Untergang weder essen noch trinken oder rauchen. Der Ramadan zählt zu den fünf Säulen des Islam. Von den Fastenvorschriften ausgenommen sind Kranke, Schwangere, Alte und Kinder bis zur Pubertät. Die Fastenzeit endet nach vier Wochen mit dem dreitägigen Zuckerfest.

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Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen libyschen Diplomaten zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit den deutschen Sicherheitsbehörden erfolgt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Der Mann habe das Land bereits am Freitag verlassen. Nach einem Bericht des Magazins "Focus" war der Diplomat erst am 22. Juli zum bevollmächtigten Geschäftsträger der libyschen Botschaft ernannt worden. Großbritannien hatte vor einigen Tagen das gesamte Personal der libyschen Botschaft ausgewiesen und den Übergangsrat der Rebellen aufgefordert, diplomatische Vertreter nach London zu entsenden. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Diplomaten der Aufständischen nach Berlin eingeladen.

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Die Grünen wollen Auskünfte der Bundesregierung zum geplanten Panzergeschäft mit Saudi-Arabien durch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erzwingen. Die Abgeordneten Claudia Roth, Christian Ströbele und Katja Keul hätten eine entsprechende Organklage eingereicht, sagte eine Sprecherin der Bundestagsfraktion. Den Angaben zufolge argumentieren die Grünen-Politiker, das Schweigen der Bundesregierung über die vom Bundessicherheitsrat erteilte Exporterlaubnis verstoße gegen das Grundgesetz. Die Bundesregierung hat bislang jede öffentliche Stellungnahme abgelehnt. Der Bundessicherheitsrat tage und entscheide geheim, hieß es zur Begründung. Die Bundesregierung will Medienberichten zufolge 200 moderne Leopard-Kampfpanzer nach Saudi-Arabien liefern. Dies wäre ein Bruch mit der bisherigen Politik, keine schweren Waffen in das autoritär regierte Königreich zu exportieren.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südwesthälfte vielerorts freundlich mit viel Sonnenschein. Östlich von Werra und Weser sowie in Ostbayern noch stark bewölkt und gebietsweise Regen. Höchstwerte 19 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag neben einigen Wolken recht sonnig und zunächst trocken. Höchstwerte 21 bis 30 Grad.

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