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Nachrichten

01.07.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

Audio anhören 09:26

Nachrichten von Mittwoch, 1. Juli 2015 – langsam gesprochen als MP3

Griechenland hat Rate an den IWF nicht gezahlt :

Griechenland hat seine mit dem Monatswechsel fällige Schuldenrate von 1,5 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht zurückgezahlt. Das bestätigte der Fonds. Es ist damit das erste Industrieland, das seine Schulden beim IWF nicht rechtzeitig begleicht. Damit gilt Griechenland faktisch als pleite. Athen könne nun nur weitere Mittel bekommen, sobald die Rückstände ausgeräumt seien, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice. Um Mitternacht ist zudem das Hilfsprogramm der Euro-Partner ausgelaufen. Damit verfallen auch 12,7 Milliarden Euro bislang nicht ausbezahlter Hilfskredite des Euro-Rettungsschirms EFSF. Die Euro-Finanzminister lehnten am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz den kurzfristig von Griechenland vorgelegten Antrag ab, das Hilfsprogramm "für einen kurzen Zeitraum" zu verlängern, bis ein neues Rettungsprogramm in Kraft sei. Das teilte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem mit.

Seit Januar 137.000 Mittelmeerflüchtlinge:

Die meisten Mittelmeerflüchtlinge haben nach Einschätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) Anspruch auf internationalen Schutz. Die große Mehrheit der Migranten sei vor Krieg, Konflikten oder Verfolgung geflohen, heißt es in einem in Genf veröffentlichten Bericht. Europa erlebe eine "maritime Flüchtlingskrise von historischem Ausmaß". Seit Anfang dieses Jahres sind demnach 137.000 Menschen auf Booten nach Europa gekommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl um 83 Prozent. Mehr als 1800 Menschen kamen seit Januar bei der Überfahrt ums Leben. Die Hauptroute der Migranten hat sich von der Passage nach Italien hin zur Türkei und Griechenland verlagert. Ein Drittel der Ankömmlinge stammt aus Syrien.

Erzfeinde nehmen diplomatische Beziehungen auf:

Nach 50 Jahren politischer Eiszeit und monatelangen Verhandlungen gehen die USA und Kuba einen weiteren großen Schritt aufeinander zu. Die diplomatischen Beziehungen sollen wieder aufgenommen, in den jeweiligen Hauptstädten Botschaften eröffnet werden. Ein genauer Termin dafür wurde zunächst nicht genannt. US-Präsident Barack Obama werde sich noch an diesem Mittwoch offiziell dazu äußern, erklärte ein hoher US-Regierungsvertreter in Washington. Im vergangenen Dezember begann die Annäherung der beiden Erzfeinde aus dem Kalten Krieg. Seit Mitte Januar gelten bereits eine Reihe von Reise- und Handelserleichterungen. Beim Amerikagipfel im April in Panama trafen US-Präsident Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro dann zum ersten Mal direkt aufeinander. Der Händedruck zwischen ihnen gilt als historisch.

Russisch-ukrainische Gas-Gespräche gescheitert:

Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine über ein neues Gasabkommen sind gescheitert. Das teilten die Energieminister beider Länder nach Verhandlungen in Wien mit. Hauptstreitpunkt war demnach der von Moskau verlangte Preis für die künftigen Lieferungen. Von ukrainischer Seite hieß es, man werde nun ab sofort Gas von anderen Ländern kaufen. Unklar ist, ob das eine realistische Option ist. Wegen des Gaspreises hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Konflikte zwischen Moskau und Kiew gegeben. Zusätzliche Spannungen verursacht die mutmaßliche Unterstützung von Rebellen in der Ostukraine durch Russland. Das ukrainische Unternehmen Naftogaz erklärte unterdessen, dass es das russische Erdgas weiterhin durch die Ukraine an europäische Kunden leiten werde.

Atomgespräche bis zum 7. Juli verlängert:

Die fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) und Deutschland haben ihre Atomgespräche mit dem Iran um eine Woche verlängert. Wie die US-Delegation am Verhandlungsort in Wien mitteilte, einigten sich beide Seiten darauf, die Gespräche über ein endgültiges Abkommen bis zum 7. Juli fortzuführen. Die EU kündigte an, ihre Sanktionen gegen den Iran eine weitere Woche auszusetzen. Die Frist für eine Einigung wäre eigentlich um Mitternacht abgelaufen. Zuletzt hatte es immer mehr Anzeichen für Fortschritte in den Verhandlungen gegeben. Doch es bleiben noch Differenzen. Hauptstreitpunkte sind nach wie vor der Zeitplan für die Aufhebung der Sanktionen und internationale Kontrollen der iranischen Atomanlagen.

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