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Nachrichten

01.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Vergewaltigungsanklage gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds -IWF- , Dominique Strauss-Kahn, steht nach Informationen der "New York Times" möglicherweise vor dem Scheitern. Unter Berufung auf Justizkreise berichtet das Blatt, die Strafverfolger hielten die Aussagen des mutmaßlichen Opfers für wenig glaubwürdig. Die Putzfrau habe in der Vergangenheit mehrfach gelogen. Die Anwälte des Franzosen und die Ankläger berieten nun darüber, ob die Verbrechens-Vorwürfe gegen Strauss-Kahn fallengelassen werden sollten. Dieser war im Mai verhaftet worden, nachdem ihn die Hotelangestellte wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der Banker leugnete, die Frau zum Sex gezwungen zu haben. In der Untersuchungshaft war er von seinem Posten als IWF-Chef zurückgetreten.

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BERLIN: 55 Jahre nach ihrer Einführung wird die Wehrpflicht in Deutschland an diesem Freitag offiziell ausgesetzt. Mit diesem von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Schritt fällt auch der Zivildienst weg. Mit mehr als 13.000 Freiwilligen startet die Bundeswehr in eine neue Ära. Damit hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière sein Ziel von mindestens 5.000 Freiwilligen erst einmal deutlich übertroffen. Der CDU-Politiker sprach von einem Einschnitt nicht nur für die Bundeswehr. Die Armee solle aber weiterhin ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft haben.

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Die deutschen Banken und Versicherungen haben zugesagt, sich an dem neuen Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland mit 3,2 Milliarden Euro zu beteiligen. Dies gab Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin nach Gesprächen mit Spitzenvertretern der Finanzbranche bekannt. Bis 2014 fällige Gelder aus griechischen Anleihen sollen wieder in dem EU-Staat investiert werden. - In Athen hat das Parlament nach den grundsätzlichen Sparbeschlüssen auch die einzelnen Regelungen zur Umsetzung verabschiedet. Damit seien die Bedingungen für neue Griechenland-Hilfen erfüllt, erklärten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompoy in Brüssel.

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Der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber soll Präsident der Schweizer Großbank UBS werden. Der Verwaltungsrat werde Weber der Generalversammlung im Mai kommenden Jahres vorschlagen, teilte das Geldinstitut in Zürich mit. Für den Fall seiner Wahl sei er zunächst als Vizepräsident des Verwaltungsrates vorgesehen, 2013 solle er dann die Nachfolge von UBS-Präsident Kaspar Villiger antreten. Weber war von 2004 bis April 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank. Seit seinem überraschenden Rücktritt war er immer wieder als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Josef Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank gehandelt worden.

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Das italienische Kabinett hat ein umfangreiches Sparpaket vorgelegt, mit dem bis 2014 ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden soll. Geplant sind weiter Einsparungen im öffentlichen Dienst, im Gesundheitswesen und bei der Rentenversicherung. Das Sparpaket sei von allen Ministerien vorbreitet und erstellt worden, sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti haben die Maßnahmen eine Volumen von 47 Milliarden Euro. Der Großteil der Sparmaßnahmen betrifft die Jahre 2013 und 2014. Für das laufende und das kommende Jahr waren bereits 2010 Einsparungen in Höhe von 25 Milliarden Euro beschlossen worden. Das Paket muss nun innerhalb von 60 Tagen vom Parlament abgesegnet werden. Das Haushaltsdefizit Italiens hatte 2010 bei 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen. Erlaubt sind in der Euro-Zone lediglich drei Prozent.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonne und Wolken im Wechsel, dabei im Tagesverlauf von Nordwesten her aufkommende Schauer und Gewitter. Mit Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad ist es für die Jahreszeit zu kühl. Die weiteren Aussichten: Am Wochenende im Südwesten längere Zeit freundlich, sonst viele Wolken. Es bleibt frisch.

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