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Nachrichten

01.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Russland aufgefordert, seine Haltung im Syrien-Konflikt zu überdenken. Westerwelle sagte der Zeitung "Die Welt", Russland komme eine Schlüsselrolle zu, um einen Flächenbrand in der gesamten Region zu verhindern. Das könne nur gelingen, wenn die internationale Gemeinschaft zusammenstehe. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zuvor bei einem Besuch in Dänemark erklärt, Moskaus Blockade-Haltung im UN-Sicherheitsrat trage zum drohenden Ausbruch eines Bürgerkriegs in Syrien bei. Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta stellte unterdessen klar, dass die USA einen Militäreinsatz in Syrien von der Unterstützung durch die Vereinten Nationen abhängig machen.

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Mit militärischen Ehren empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Freitag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin. Bei dem Gespräch im Bundeskanzleramt stehen die deutsch-russischen Beziehungen, Fragen zur Wirtschafts- und Energiepolitik sowie internationale Themen im Mittelpunkt. Ein wichtiges Gesprächsthema soll auch die Lage in Syrien sein. Im Schloss Bellevue trifft sich Putin anschließend mit Bundespräsident Joachim Gauck. Es ist der erste Deutschlandbesuch des russischen Präsidenten seit dem Antritt seiner dritten Amtszeit vor wenigen Wochen. Putin reist danach weiter nach Paris, wo ihn noch am Abend sein neuer französischer Amtskollege François Hollande erwartet. Am Donnerstag war Putin bei seinem ersten Auslandsbesuch in dem von Präsident Aleksander Lukaschenko autoritär regierten Belarus zu Gast.

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Regierungskreisen zufolge haben die Iren sehr wahrscheinlich dem EU-Fiskalpakt zugestimmt. Es könne als sicher angesehen werden, dass sich mehr als 60 Prozent für den Pakt für mehr Haushaltsdisziplin ausgesprochen hätten, sagten zwei Vertreter der irischen Regierung kurz nach Schließung der Wahllokale am Donnerstagabend. Mehr als drei Millionen Wähler waren aufgerufen, über strengere Regeln zur Haushaltsdisziplin zu entscheiden. In Umfragen hatte sich bereits eine breite Zustimmung für den Pakt abgezeichnet. Das offizielle Ergebnis soll am Freitag gegen 18.00 Uhr (MESZ) vorliegen. Der Fiskalpakt könnte auch ohne die Zustimmung Irlands in Kraft treten. Lediglich zwölf der 17 Euro-Länder müssen den Pakt ratifizieren. 25 EU-Länder haben den Fiskalpakt bereits unterzeichnet. Lediglich Großbritannien und Tschechien wollen sich nicht daran beteiligen.

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Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, bei Investitionen in ihrem Heimatland mit Bedacht vorzugehen. Birma dürfe kein "Schlachtfeld" werden, auf dem die USA und China um Einfluss buhlten, sagte die Friedensnobelpreisträgerin auf dem regionalen Weltwirtschaftsforum für Ostasien in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Suu Kyi wies zudem darauf hin, dass ihr Land noch vor großen Aufgaben stehe. Birma sei noch immer in einer sehr frühen Phase des Demokratisierungsprozesses. Das Bildungsniveau müsse dringend verbessert werden. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Birma nannte Suu Kyi eine "Zeitbombe".

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Generalprobe für die Europameisterschaft gemeistert. Gegen Israel setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw mit 2:0 (1:0) durch. Die Treffer erzielten vor 43.241 Zuschauern im ausverkauften Leipziger WM-Stadion Mario Gomez in der 40. Minute und André Schürrle in der 82. Nach diesem letzten Test geht es für die meisten Nationalspieler noch einmal in einen Kurzurlaub. Am Montag reist das DFB-Team dann in sein EM-Quartier nach Polen. Das erste Turnierspiel mit deutscher Beteiligung findet am 9. Juni im ukrainischen Lwiw gegen Portugal statt. Es folgen die Gruppenspiele gegen die Niederlande und Dänemark am 13. und 17. Juni.

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