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Langsam gesprochene Nachrichten

01.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:15

Nachrichten von Montag, 1. Mai 2017 – langsam gesprochen als MP3

Heftige Debatte über Leitkultur-Vorstoß de Maizières:

Mit seinem Zehn-Punkte-Katalog für eine deutsche Leitkultur hat Innenminister de Maizière eine hitzige Diskussion ausgelöst. Er wolle damit zu einer Debatte einladen über eine Leitkultur für Deutschland, schrieb der Minister in der Zeitung "Bild am Sonntag". So sei die Religion "Kitt und nicht Keil der Gesellschaft". Zur Leitkultur gehörten eine offene Gesellschaft, Allgemeinbildung und der Leistungsgedanke. FDP-Chef Christian Lindner kritisierte, der Minister wolle nur Wahlkampf machen. Der Vorstoß sei ein Ablenkungsmanöver. Grünen-Chef Cem Özdemir twitterte: "Meine Leitkultur ist europäisch." Für SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel ist der Vorschlag "eine peinliche Inszenierung". Dagegen stellte sich der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach hinter de Maizière. Der Begriff Leitkultur solle "nicht ausgrenzen, sondern einladen, jene Normen und Werte zu beachten, deren Einhaltung notwendig ist, damit alle in unserem Land unabhängig von Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und Religion friedlich und konfliktfrei miteinander leben können", so Bosbach.

 

Merkel reist in die Vereinigten Arabischen Emirate:

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Montag von Saudi-Arabien in die Vereinigten Arabischen Emirate. In Abu Dhabi wird sie mit Kronprinz Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan sprechen. Mit ihm will sie über den Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) im Juli in Hamburg reden. Dabei geht es unter anderem um Klimaschutz und Frauenförderung. Ferner sind die Konflikte in der Region - in Syrien, Libyen und im Jemen - wichtige Themen. Merkel wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

 

Renzi ist wieder Chef der Demokratischen Partei in Italien:

Der italienische Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi hat sein politisches Comeback eingeleitet: Der 42-Jährige wurde als Chef der regierenden Demokratischen Partei (PD) wiedergewählt. Das teilten die Kandidaten für das Amt noch vor dem Ende der Auszählung der Stimmen mit. Renzi setzte sich demnach gegen Justizminister Andrea Orlando und den Regionalpräsidenten von Apulien, Michele Emiliano, durch, die politisch weiter links eingeordnet werden. An der Abstimmung konnten sich alle wahlberechtigen Italiener ab 16 Jahren beteiligen. Nach Angaben der PD nahmen zwischen 1,9 und zwei Millionen Bürger teil. Das waren deutlich weniger als die fast drei Millionen Teilnehmer bei früheren Abstimmungen, aber genug für Renzi: Dieser hatte sich das Ziel von mindestens einer Million Teilnehmern gesetzt. Renzi war im Dezember nach der Niederlage bei einem Referendum über eine Verfassungsreform vom Amt des Regierungschefs zurückgetreten und legte im Februar auch den Parteivorsitz nieder.

 

Französische Militäraktion gegen Islamisten in Mali:

Das französische Militär hat bei einem groß angelegten Einsatz in Mali nach eigenen Angaben mindestens 20 Extremisten getötet. Der Führungsstab der Streitkräfte teilte mit, an der Aktion in einem Wald nahe der Grenze zu Burkina Faso sei auch die Luftwaffe beteiligt gewesen. Kampfjets griffen demnach Logistiklager an. Am Boden entdeckten die Soldaten große Mengen an Waffen, Munition, Raketenwerfer und Sprengstoffmaterial. Ein Anwohner sagte, viele Islamisten seien zu Fuß geflohen. Das Einsatzgebiet südwestlich der Stadt Gao gilt als Rückzugsort für bewaffnete Extremisten. In dem Gebiet war am 5. April ein französischer Soldat erschossen worden. Erst am Freitag hatte das malische Parlament den Notstand bis Ende Oktober verlängert. Frankreich hat mit der Einsatztruppe Barkhane 4000 Soldaten in den Sahel-Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Tschad und Mauretanien stationiert. Sie sollen einheimische Streitkräfte bei ihrem Anti-Terror-Kampf unterstützen.

 

Verheerende Luftangriffe auf Kliniken in Idlib:

In der syrischen Provinz Idlib sind nach Angaben aus dem Gesundheitssektor bei Luftangriffen sieben Krankenhäuser zerstört worden. Der zuständige Behördenvertreter Abdel Hamid Dabbak sagte, im Süden der Provinz seien sieben Krankenhäuser infolge der Luftangriffe funktionsunfähig. Der Arzt Monser Chalil erklärte, es gebe vor allem Probleme für Babys, denn man habe kaum noch Brutkästen. In der benachbarten Provinz Hama seien drei Krankenhäuser durch Bombenangriffe zerstört worden. Idlib wird seit 2015 von einer Rebellen-Allianz kontrolliert, der auch ehemalige Verbündete des Terrornetzwerks Al-Kaida angehören. Die Provinz ist regelmäßiges Ziel von Angriffen der syrischen Streitkräfte und russischer Kampfjets. Aktivisten sehen dahinter eine Strategie des syrischen Regimes. Die UN hatten sich in dieser Woche entsetzt über die fortlaufende Bombardierung von Krankenhäusern gezeigt und eine Ende gefordert.

 

HSV rutscht nach Schlappe in Augsburg auf Relegationsplatz :

Dem Hamburger SV droht wieder einmal der erste Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Nach einem desaströsen Auftritt unterlag das Team im Keller-Duell beim FC Augsburg mit 0:4 und steht drei Spieltage vor dem Saisonende nur noch auf dem Relegationsplatz. 1899 Hoffenheim gewann durch ein Tor in der Schlussminute 1:0 gegen Eintracht Frankfurt und rückte auf den dritten Rang vor. Damit sind die Kraichgauer seit 16 Ligaspielen daheim ungeschlagen.

 

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