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Nachrichten

01.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta hat Deutschland seine enge Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise in der Europäischen Union zugesagt. Europa habe immer dann Erfolg gehabt, wenn Deutschland und Italien gemeinsam vorangeschritten seien, sagte Letta bei seinem ersten Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Es habe bisher nicht genug Europa gegeben. Deshalb müssten jetzt vier Grundsäulen errichtet werden: eine Bankenunion, eine Wirtschaftsunion, eine Fiskalunion und eine politische Union. Letta versprach zudem eine Fortsetzung der Konsolidierungspolitik. Seine Regierung werde sämtliche Verpflichtungen gegenüber ihren Partnern einhalten. Zugleich bekräftigte der sozialdemokratische Chef einer großen Koalition die Forderung nach einer europäischen Wachstumspolitik. Merkel versprach Letta eine enge Zusammenarbeit. Wichtig sei, dass jedes Land der EU seine eigenen Aufgaben verrichte. Italien habe bereits einen beträchtlichen Weg zurückgelegt.

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Das zyprische Parlament hat mit knapper Mehrheit die Bedingungen für das Hilfspaket zur Rettung der Inselrepublik vor einem Staatsbankrott gebilligt. 29 Abgeordnete stimmen dafür, 27 dagegen. Damit ist der Weg frei für Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von zehn Milliarden Euro. Die ersten zwei Milliarden könnten bereits im Mai fließen. Das Parlament hatte zuvor einer Reihe weiterer Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung zugestimmt. Darunter sind eine neue Grundbesitzsteuer und Kürzungen bei den Gehältern von Staatsbediensteten. Zypern muss im Gegenzug zu den internationalen Hilfen 13 Milliarden Euro aus eigener Kraft aufbringen. Dazu wird eine Abgabe von 60 Prozent auf Bankguthaben von mehr als 100.000 Euro bei der größten Bank des Landes erhoben. Außerdem sollen Steuern erhöht und Staatsfirmen privatisiert werden.

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Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Sloweniens um zwei Stufen auf Ramsch-Niveau herabgestuft. Das Euro-Land werde nur noch mit "Ba1" bewertet, teilte die Agentur in New York mit. Die Aussicht bleibe weiter negativ. Dies könnte bedeuten, dass Moody's weitere Abwertungen plant. Die Agentur begründete ihren Schritt unter anderem mit der Bankenkrise, der schwierigen Haushaltslage und den unsicheren Finanzierungsaussichten. Slowenien wird derzeit als nächster Kandidat für die Flucht unter den Euro-Rettungsschirm gehandelt. Moody's schätzt damit die Bonität Sloweniens deutlich schlechter ein als die beiden anderen großen Ratingagenturen, Standard & Poor's und Fitch.

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Das Oberlandesgericht München hat Pannen auch bei der Neuvergabe der Presseplätze zum NSU-Prozess eingeräumt. Die Auslosung der reservierten Sitzplätze für die Medien war immer noch nicht korrekt, räumte das Gericht ein. Ein Platz soll nachverlost werden. Der für den 6. Mai festgesetzte Prozessbeginn gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe der Neonazi-Zelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) sowie vier als Komplizen verdächtigte Angeklagte sei aber nicht gefährdet. Das Gericht hatte die 50 Medienplätze am Montag neu verlost, nachdem das Bundesverfassungsgericht die ursprüngliche Vergabe nach zeitlicher Reihenfolge der Anfragen beanstandet hatte. Die türkische Zeitung "Sabah" hatte deswegen Verfassungsbeschwerde erhoben.

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Borussia Dortmund hat erstmals seit 16 Jahren wieder das Endspiel der Fußball-Champions League erreicht. Das Team von Trainer Jürgen Klopp verlor zwar das Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid mit 0:2, zog aber dank des 4:1 im Hinspiel in das Finale am 25. Mai im Londoner Wembley Stadion ein. Die Tore für Madrid schossen Karim Benzema in der 83. und Sergio Ramos in der 88. Minute. In London könnte es erstmals zu einer rein deutschen Begegnung kommen. Bayern München hat nach dem 4:0 Hinspiel-Erfolg über den FC Barcelona beste Aussichten auf eine Endspielteilnahme.

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