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Nachrichten

01.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei einem Fährunglück auf dem Fluss Brahmaputra im Nordosten Indiens sind mindestens 105 Menschen ums Leben gekommen. Rund hundert Menschen werden nach Behördenangaben noch vermisst, weitere 150 konnten an Land schwimmen oder wurden gerettet. Die mit rund 350 Passagieren überfüllte Doppeldecker-Fähre war bei schwerem Sturm in zwei Teile zerbrochen. Der Brahmaputra ist als gefährliches Gewässer bekannt. Zu dem Unglück kam es im Bezirk Dhubri im indischen Bundesstaat Assam.

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Gut einen Monat nach dem Miliärputsch im westafrikanischen Mali haben sich Soldaten der bisherigen Militärjunta und Mitglieder der Präsidentengarde in der Hauptstadt Bamako schwere Gefechte geliefert. Mehrere Menschen wurden getötet. Die Kämpfe hatten nach Angaben von Augenzeugen begonnen, nachdem Junta-Soldaten einen ehemaligen Stabschef des gestürzten Präsidenten Amadou Toumani Touré festnehmen wollten. Militärs hatten den demokratisch gewählten Touré im März zum Amtsverzicht gezwungen. Der französische Auslandssender RFI berichtet, die Lage sei unübersichtlich. Man könne nicht sagen, wer die Kontrolle über die Hauptstadt habe. Drei Wochen nach dem Putsch hatten die meuternden Soldaten zwar offiziell die Macht wieder an eine Zivilregierung übergeben, aber dennoch wichtige Einrichtungen wie den Flughafen oder das staatliche Fernsehen unter ihrer Kontrolle behalten.

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Der Zustand der hungerstreikenden ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko hat sich nach den Worten ihrer Tochter dramatisch verschlechtert. Ihre Mutter habe starke Schmerzen und könne fast nur noch liegen, weil sie vom Hungerstreik geschwächt sei, teilte Jewgenia Timoschenko in Prag mit. Die Zeit werde knapp. Julia Timoschenko ist in ihrem Heimatland zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden und klagt über Misshandlungen im Gefängnis. Deshalb begann sie in der vergangenen Woche auch den Hungerstreik. Das Schicksal der früheren ukrainischen Ministerpräsidentin hat zu einem schweren Konflikt zwischen der Europäischen Union und der Führung in Kiew geführt. Das osteuropäische Land ist neben Polen Austragungsort der im Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft.

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Zum Abschluss seines Besuchs in Birma hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sich erstmals mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi getroffen. Die Friedensnobelpreisträgerin empfing Ban in ihrem Haus in Rangun, in dem sie jahrelang unter Hausarrest gestanden hatte. Am Montag hatte der UN-Generalsekretär als erster Ausländer eine Rede vor dem birmanischen Parlament gehalten. Dabei lobte er den politische Wandel in Birma, auch wenn der Reformprozess noch "zerbrechlich und unsicher" sei. Ban begrüßte die jüngste Lockerung der Sanktionen durch die westlichen Staaten und forderte weitere Schritte.

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US-Präsident Barack Obama und der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda haben Nordkorea vor neuen Atomversuchen gewarnt. Entsprechend äußerten sich Obama und Noda nach einem Treffen in Washington. Sie reagierten damit auf den kürzlich durchgeführten Raketentest des kommunistischen Regimes, der allerdings mit einem Fehlschlag endete. Die USA und andere Länder werten den Test als Teil von Bestrebungen Pjöngjangs, eine Trägerrakete für nukleare Sprengköpfe zu entwickeln. Nordkorea werde dadurch nur noch tiefer in die Isolation geraten, sagte Obama auf einer Pressekonferenz mit Noda. Dieser wies darauf hin, dass in der Vergangenheit auf nordkoreanische Tests von Raketentechnologien Atomversuche gefolgt seien. Beide Politiker vereinbarten zudem eine engere Zusammenarbeit der USA und Japans bei der Nutzung von Kernenergie zu zivilen Zwecken.

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