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Nachrichten

01.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der von der Nato geführte Militäreinsatz gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi wird härter. Der jüngste Sohn des Diktators, Saif al-Arab al-Gaddafi, starb nach offiziellen libyschen Angaben bei einem Luftschlag der Allianz auf die Hauptstadt Tripolis. In der Villa des Sohnes kamen auch drei Enkelkinder Gaddafis ums Leben. Russland kritisierte die Nato-Luftschläge scharf. Man zweifele an der Erklärung der Allianz, dass die Tötung Gaddafis kein Ziel des Militärbündnisses sei, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau. Der Tod von Familienangehörigen Gaddafis stehe im Widerspruch zur Resolution des Weltsicherheitsrats, die Angriffe nur zum Schutz von Zivilisten erlaube. Die Nato selbst ließ erklären, alle Ziele der Allianz seien rein militärischer Natur. Es gehe darum die systematischen Angriffe des Gaddafi-Regimes auf Zivilisten zu stoppen. Nach wie vor loyal zu dem Diktator stehende Truppen eroberten unterdessen die Oasenstadt Dschalo, 300 Kilometer südlich von Bengasi, der Hochburg der Freiheitskämpfer.

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Papst Benedikt XVI. hat seinen Vorgänger Johannes Paul II. selig gesprochen. Die feierliche Messe wurde nach Angaben der Polizei in Rom von einer Million Pilger und Touristen aus aller Welt verfolgt. Delegationen aus 86 Ländern wohnen der Zeremonie auf dem Petersplatz bei. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste überraschend zu den Feierlichkeiten. Nach dem kürzesten Seligsprechungsverfahren der Neuzeit darf Johannes Paul sechs Jahre nach seinem Tod nun offiziell von Gläubigen im Gebet verehrt werden. Der Vatikan hatte das besondere Verfahren im Januar ermöglicht, indem er die angebliche Wunderheilung des polnischen Papstes an einer Nonne in Frankreich anerkannte. Sie litt wie er an Parkinson. Johannes Paul II. hatte die römisch-katholische Kirche von 1978 bis 2005 geführt.

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Arbeitnehmer aus acht mittel- und osteuropäischen EU-Staaten haben seit diesem Sonntag künftig freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Arbeitnehmer aus Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien und der Slowakei sowie aus den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen können sich dann ohne Einschränkungen eine Arbeit in Deutschland suchen. Ausgeschlossen von der sogenannten Arbeitnehmerfreizügigkeit bleiben vorerst Rumänien und Bulgarien. Arbeitgeber und Bundesregierung sehen angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland Chancen in der Freizügigkeit. Die Gewerkschaften befürchten hingegen Lohndumping und fordern deshalb einen allgemein verbindlichen Mindestlohn.

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Die deutschen Gewerkschaften haben den Tag der Arbeit genutzt, um ihre Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu bekräftigen. Auf der Hauptkundgebung in Kassel sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes -DGB-, Michael Sommer, der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" müsse gesetzlich verankert werden. Er forderte einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. DGB-Chef Sommer befürwortete die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmer aus Osteuropa zum 1. Mai, warnte aber vor Lohndumping. Es gebe genug Arbeitgeber, die auf billige Arbeitskräfte aus dem Osten hofften und damit zugleich das allgemeine Lohnniveau in Deutschland weiter drücken wollten. Die diesjährigen Veranstaltungen des DGB zum 1. Mai stehen unter dem Motto "Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Sicherheit - das ist das Mindeste." Bundesweit gab es Veranstaltungen zum Tag der Arbeit.

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Zum Start der erweiterten Freizügigkeit für osteuropäische Länder haben Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Finanzminister Wolfgang Schäuble verstärkte Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Lohndumping angekündigt. Besonders auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, der Pflegebranche und der Gastronomie würden verstärkt Kontrollen durchgeführt, sagte von der Leyen der Zeitung "Bild am Sonntag". Der Zoll, die Bundesagentur für Arbeit und die Sozialversicherung prüften flächendeckend, ob Mindestlöhne und Sozialversicherungsbeiträge korrekt gezahlt würden. Für die Ausweitung der Kontrollen wurde nach Angaben Schäubles das Personal aufgestockt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig. In Alpennähe örtlich Schauer und Gewitter. Tageshöchstwerte zwischen 13 Gad an der Mecklenburger Seenplatte und 21 Grad am Oberrhein. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Norden und Westen sonnig und trocken. Nur im äußersten Süden sowie im Osten vereinzelte Schauer. Maximal sieben bis 21 Grad.

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