1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

01.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:53

Nachrichten von Mittwoch, 1. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Fristverlängerung für Atomgespräche mit Iran:

Die Gespräche mit dem Iran über das umstrittene Atomprogramm des Landes gehen nach Ablauf der selbstgesetzten Frist in die Verlängerung. Am Mittwochmorgen sind Vertreter der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands, der EU und des Irans erneut in Lausanne zusammen gekommen. Es seien genügend Fortschritte erzielt worden, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen, sagte US-Außenministeriumssprecherin Marie Harf. US-Außenminister John Kerry verwies darauf, dass es noch immer schwierige Punkte gebe, die geklärt werden müssten. Angaben Russlands, nach denen eine grundsätzliche Einigung bereits erzielt worden ist, wurden von US-Seite zurückgewiesen. Die fünf UN-Vetomächte, Deutschland und Iran verhandeln seit Tagen im schweizerischen Lausanne über eine Lösung im seit zwölf Jahren andauernden Atomstreit.

Oppositionskandidat Buhari gewinnt Nigeria-Wahl:

In Nigeria hat der ehemalige Militärdiktator Muhammadu Buhari die Präsidentenwahl gewonnen. Offiziellen Angaben zufolge gewann Buhari mit 53,95 Prozent der Stimmen. Der christliche Amtsinhaber Goodluck Jonathan erreichte 44,96 Prozent. Zuvor hatte Jonathan bereits seine Niederlage eingeräumt und seine Anhänger aufgerufen, das neue Staatsoberhaupt zu unterstützen. Der 72-jährige Moslem Buhari hatte Nigeria in den 1980er Jahren autoritär als Chef einer Militärregierung geführt. Im Wahlkampf hatte er versprochen, hart gegen die Terrormiliz Boko Haram und die grassierende Korruption im Land vorzugehen. Dem scheidenden Präsidenten Jonathan war es nicht gelungen, den blutigen Aufstand der Islamistenbewegung in den Griff zu bekommen.

Medien berichten von Video aus abgestürzter Gemanwings-Maschine:

Gut eine Woche nach dem Absturz der Germanwings-Maschine berichten mehrere Medien über ein an Bord aufgenommenes Handy-Video. Es soll die letzten Sekunden des Fluges zeigen, schreiben die "Bild"-Zeitung und das französische Magazin "Paris Match". Das Mobiltelefon mit der Bildersequenz sei am Unglücksort von einer Person gefunden worden, die zum Kreis der Ermittler gehöre. Der ermittelnde Marseiller Staatsanwalt Brice Robin erklärte auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur, er wisse nichts von einem solchen Fund. Anders als bislang behauptet, wusste die Lufthansa bereits 2009 von einer psychischen Erkrankung des späteren Copiloten des abgestürzten A 320. Wie das Unternehmen mitteilte, informierte der damalige Flugschüler in Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Ausbildung über eine - so wörtlich - abgeklungene schwere depressive Episode. Ihm sei damals die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt worden, so die Fluggesellschaft.

US-Kampfflugzeuge und Panzer für Ägypten:

Die USA nehmen Militärhilfen für Ägypten wieder auf. Präsident Barack Obama werde die nach der Machtübernahme durch die ägyptische Armee 2013 verfügten Beschränkungen aufheben, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Kairo werde wieder F-16-Kampfflugzeuge, Raketen und Panzer erhalten, habe Obama dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi in einem Telefonat zugesagt. Zudem beantrage der Präsident beim Kongress umgerechnet 1,2 Milliarden Euro Hilfsgelder für das ägyptische Militär. Die Gelder sollten dazu beitragen, gemeinsame Ziele "in einer instabilen Region" zu verfolgen wie etwa in Libyen oder im Jemen. Obama betonte, er habe seine Entscheidung unabhängig von der politischen Entwicklung in Ägypten getroffen. Die Lage der Menschenrechte und der Demokratie habe sich in dem nordafrikanischen Land nicht verbessert. Die Wiederaufnahme der Militärhilfe liege aber im Interesse der nationalen Sicherheit der USA.

Amnesty vermeldet dramatischen Anstieg an Todesurteilen:

Im vergangenen Jahr wurden weltweit deutlich mehr Todesurteile vollstreckt, als im Jahr zuvor. Das geht aus der jährlichen Dokumentation der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor. Demnach stieg die Zahl der Todesurteile 2014 um über 500 Fälle auf 2.466. Besonders ins Gewicht seien die Massenverurteilungen in Nigeria und Ägypten gefallen. Demgegenüber ist die Zahl der Hinrichtungen letztes Jahr um mehr als 20 Prozent auf 607 Fälle gesunken. Die meisten der Hinrichtungen wurden im Iran dokumentiert. China ist von der Studie ausgenommen, da die Volksrepublik keine Auskunft über Todesurteile und Hinrichtungen im eigenen Land gibt. Amnesty schätzt jedoch, dass dort 2014 mehr Menschen hingerichtet wurden als im Rest der Welt zusammen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema